Huch, da ist ja innerhalb von 24 Stunden ein neuer Aufreger durch die Blogosphäre und das Internet gerast. Genannt Jugendmediendienstestaatsvertrags — JMStV.
SPD und Grüne mitten mang dabei. Ab 1. Januar 2011 sollen alle Website ihre Inhalte indizieren. Das erzeugt erstmal ziemliches Chaos. So ein Scheiss, dass man dafür überhaupt seine Zeit verschwenden muss, um sich damit zu befassen!
Ich lass mir jetzt jedenfalls auch noch 24 Stunden Zeit, ehe ich darüber nachdenke, was ich jetzt mache. Das Internet geht offline. Dass ich das noch erleben darf. Read the rest of this entry »
oder ist es eher ein Knistern im Hals? Es könnte auch ein Kribbeln in der Magengrube sein und weiche Knie sind es allemal. Was könnte das nur sein?
Ist es die Liebe? Die Sehnsucht nach Zärtlichkeit? Der Trieb nach sexueller Erfüllung?
Vor einiger Zeit sagte jemand im Bekanntenkreis, der 13-jährige Teenager hätte gesagt: Wer Schmetterlinge im Bauch haben will, der muss sich Würmer in den – nun ja dahin – stecken.
Ähmm, mich hat das sehr irritiert. Ehrlich gesagt: Mir ist es sogar peinlich, wenn 13-jährige so etwas sagen. Ich bin verliebt, seit ich neun Jahre alt bin. Immer wieder und immer wieder neu. Ein Zustand, den ich nicht missen möchte. Mal mehr oder weniger. Mal auf’s Neue und mal anders. Manchmal in aller Ruhe und mal gerate ich auf’s Glatteis und bringe mein ganzes Umfeld in Schwung.
Trotzdem weiß ich es immer noch nicht. Was hat es auf sich mit dem Grummeln im Bauch?
Hab ich es schon erwähnt? Wikileads lautet WikiLeaks. Leak das Leck – erklärt die Schreibweise. Da ich die Weltmeisterin beim Verschreiben, Vertippen und konfusen Schreiben bin, kann es schon mal vorkommen, dass mensch in der Sammelmappe landet, wenn es um Verschreiber geht.
So leben wir denn weiter in den Zeiten von WikiLeaks. Noch hat niemand behauptet, sie seien Terroristen. Nur gefährlich. Es klebt Blut an ihren Händen. Wer die Wahrheit sagt ist gefährlich. Wer sagt, wie die Welt ist, ist gefährlich.
Aber ohne Menschen, die die Wahrheit sagen, existiert keine Demokratie. Keine Mitbestimmung. Keine Beziehungen auf Augenhöhe.
Wer sind die Menschen bei WikiLeaks? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich erhalten sie Unterstützung – sonst ist das Vorgehen und die Substanz kaum erklärbar. Ich würde nicht die Hand für sie ins Feuer legen. Dazu sind die zwei letzten Coup zu präzise platziert. Aber für die Demokratie lege ich meine Hand ins Feuer. Für die Demokratie sind Generationen vor mir durchs Feuer gegangen.
Ich lasse sie mir nicht nehmen. Nicht von den Bürokraten. Nicht von den Terrorspekulanten. Es gibt kein Leben in Menschenwürde, das unter totaler Kontrolle gehalten wird. Read the rest of this entry »
Vielleicht verstehen nach dem cablegate durch wikileads ein paar Menschen mehr, dass Datensparsamkeit der beste Datenschutz ist.
Das wäre nicht schlecht.
Claudia November 29th,2010
Allgemein | tags:
Datenschutz |
3 Comments
Das ist das Motto des heutigen Abends. Im Moment soll der Server down sein. Klar, dass jetzt mit allen Mitteln versucht wird, die Aktion aufzuhalten. Aber angeblich sind ja schon einige Neuigkeiten im Netz.
So ist das, wenn Menschen mit Menschen kommunizieren. Es gibt eine offene und eine verborgene Kommunikationsebene. Für diplomatische Beziehungen ist es natürlich eine Katastrophe, wenn die verborgene Ebene plötzlich offen und öffentlich wird.
Die Politik wird das Überleben – auch mit Bauchgrummeln.
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Die Welt der Bücher ist dabei sich zu verändern. Ob wir das wollen oder nicht. Irgendwie ist es mit den Büchern und Zeitung schon so ähnlich wie mit den Eiern von glücklichen Hühner, die angeblich alle kaufen, deren Marktanteil aber doch nur sehr gering ist. Anspruch und Wirklichkeit driften schon weit auseinander.
Ich war der beste Freund der Buchbranche. In meiner Kindheit herrschte Büchernot – die Stadtbücherei war nur mit dem Auto zu erreichen, alle zwei Wochen brachte man mich hin, aus pädagogischen Gründen durfte ich nicht mehr als vierzehn Bücher entleihen. Später lieh ich nicht mehr gern, ich kaufte lieber, und ich kaufte viel. Wenn ich es mir leisten konnte, griff ich zur bibliophilen Ausgabe. Diese Zeiten sind fort, für immer fort und ganz vergangen. Ich habe es nicht gleich bemerkt, es war ein schleichender Prozess.
weiter bei Kathrin Passig
Fußballergebnisse der besonderen Art: Kaiserslautern hat gewonnen.
Beim Bembel winterweihnachtet es im Blog. Auf der Insel gibt es Kino.
Und bei mir? Da weihnachtet es noch nicht. Dennoch bin ich entzückt, die Ausstattung der Mitmenschen zur Kenntnis zu nehmen. Den bunt blinkenden Schneemann z.B. der mir diese Woche vorgeführt wurde. Ein kleines Stück Disneyland. Ich sehe es mir gerne an. Überhaupt: Das schönste an dieser Hoch-Konsumzeit sind für mich die Lichter. Ob bunt oder blinkend, selbst popig oder kitschig. Die Lichter mag ich. Sie erfreuen mein Herz.

Möwen über dem Publikum
Der Abend ist still. Mein Kopf ist still. Die Gedanken haben sich in der hintersten Ecke versteckt. Alles ist ruhig, alles ist leer. Falls es doch noch einen Gedanken gibt, der in meinem Kopf Platz findet, dann stelle ich sofort fest, dass er schwer ist. Unendlich schwer und gewichtig.
Was will ich sagen? Ich würde gerne, nehme mich aber zurück. Besser so. Wenigstens jetzt.
Weisheit, wäre eine Tugend, die mir gefiele.