Sie haben es leider nicht geschafft. Die Menschen vom AK Zensus. Schade. Die Verfassungsbeschwerde wurde nicht angenommen. Wollen wir unsere Daten wirklich still und leise verkaufen?
Wir bedauern die Nichtannahme unserer Verfassungsbeschwerde. Trotzdem wollen wir die juristischen Möglichkeiten natürlich weiterhin
ausschöpfen. Die Aufarbeitung des verworrenen Zensusgesetzes zur
Volkzählung 2011 und die Klärung datenschutzbezogener Auswirkungen ist
weiterhin Bestandteil unserer Arbeit. Ein vertiefender Nachtrag zu den
in der Verfassungsbeschwerde [4] angebrachten Grundrechtsproblemen war in Arbeit und dem BVerfG bereits angekündigt. Hier müssen wir
selbstkritisch feststellen, dass wir diesen Nachtrag hätten zügiger
voranbringen müssen. In der dem Gericht zugegangenen Beschwerdeschrift
befanden zudem einige Fehler, die leider die Kurzfristigkeit
widerspiegeln, in der die Beschwerdeschrift verfasst wurde. Read the rest of this entry »
Das Nachrichtenarchiv „Depubliziertes“ ist seit einigen Tagen nicht mehr unter depub.org erreichbar, sondern nur noch unter der IP-Adresse 200.74.245.87. Im Twitter-Feed von depub.org war bereits am vergangenen Dienstag von Problemen mit der Namensauflösung (DNS) die Rede. Am Donnerstag hieß es dann, laut Provider handele es sich doch nicht um ein DNS-Problem und die Domain sei schlicht gesperrt worden. Seither herrscht Funkstille auf dem Twitter-Kanal und im depub.org-Blog melden sich nur ein paar Leser zu Wort, die den Dienst vermissen.
und wieder aufgetaucht. Meine Erholungsstrategie für reizvolle Tage und Nächte. Entschleunigung nennt sich das heutzutage. Es findet sich immer ein Begriff. Wie der des Burnouts. Da sagen die einen, ausgebrannt kann nur sein, wer vorher gebrannt hat. Und die anderen klagen: Unsere Gesellschaft leidet an zu vielen Menschen, die sich ausgebrannt fühlen, in denen aber nie ein Feuer brannte.
Nun ja, Mensch sein und Achtung vor dem Feuer zu haben gehört doch auch zusammen. Obwohl: es ist immer noch besser ein Feuer im Mittelpunkt des Geschehens zu hegen und zu pflegen, als selbst der Mittelpunkt des Feuers zu sein. Aua, das erinnert an böse Zeiten.
Die goldenen Tage im Oktober, sie erinnern mich an die Kartoffelfeuer. Die gespeicherte Wärme, die Widerstandskraft für die kalten Tage spendet.
Unser Staat hat sich die Sicherheit auf die Fahne geschrieben. Im Namen der Sicherheit wird unsere Freiheit verkauft. Die Aufschreie dagegen sind nicht wirklich laut zu hören. Die Wirtschaft hingegen hat die Sicherheit als Konsumgut entdeckt. Oder soll ich Wohlstandsgut dazu sagen?
Nur die ganz normalen Standards, mit denen scheinen sie alle ihre Probleme zu haben. Wahrscheinlich weil gerade alle im Internet Kinderschänder jagen.
Die nächste Ausgabe des c’t magazins berichtet, dass der 16-jährige Schüler Armin Razmdjou auf den Web-Seiten von 17 Banken Sicherheitslücken entdeckt hat. Bei den Lücken handelt es sich um sogenannte Cross-Site-Scripting-Probleme, die eine besonders raffinierte Form des Phishings ermöglichen. zum Artikel
Aalglatt ist die Welt geworden. Alles ist klar, alles kategorisiert. (Ich hoffe, die Rechtschreibung haut einigermaßen hin.)
Nein, ich will damit nicht sagen: Früher war alles besser. Ganz bestimmt nicht. Außerdem gibt es ja, diese extreme Zuspitzung zwischen Arm und Reich, zwischen oben und unten, zwischen den die Überleben und denen die Leben.
Nein, früher war bestimmt nicht alles besser. Aber zwischendurch da gab es einen Traum.
I have a dream.
Es gab nicht nur einen Traum, es gab viele Träume. Einige davon wurden Realität und einige trauen sich noch heute zu träumen.
Ich halte die Fahne der Träumenden hoch. Es ist eine Welt denkbar, in der die Menschen sich wertschätzend gegenüber stehen. Ganz sicher und ganz bestimmt.
Das Himmelblau klebt an mir – und nicht nur das. Die Tintenfinger habe ich heute schon dreimal geschruppt und die Stempelfarbe am Schreibtisch war schwer weg zu kriegen.
Mein Leben wird bunt kann ich daraus vielleicht schließen. Oder es färbt sich wie ein Charmeleon – passend zum Herbst.
Zum Erfassen de Atomkraftgegner. Überhaupt aller Gegner. Denn Gegner gibt es ja so viele. Gegner, Feinde, Terroristen, Islamisten und so weiter. Überhaupt wimmelt es in unserem Land von menschlichen Individuen, die unbedingt erfasst werden müssen.
Abnahme von Fingerabdrücken, Porträtfotos, Registrierung von Tätowierungen: Die Polizei lädt vor dem geplanten Castortransport nach Gorleben Atomkraftgegner aufs Präsidium und lässt sie von Kopf bis Fuß vermessen.
Ein Blogeintrag soll einen Titel tragen. So lautet die Konvention. Bei Mangel an Phantasie, kann auch der Titel Titel lauten.
Ihr merkt schon: Das wird wieder ein Spezial-Sammelmappen-Privat-Eintrag. Extra für mich. Ausgerechnet für diesen Tag. Weil dieser Tag einen Eintrag wert ist.
Eine andere Möglichkeit wäre es, diesem Tag einen Eintrag zu widmen – oder diesem Eintrag einen Tag zu widmen.
Warum nicht?
Es geht doch immer wieder um Lebenszeit. Lebenzeit und Liebeszeit. Das beste und das wichtigste, das wir zu bieten haben. Sie ist jede Widmung wert.
Und jede kleine Gedenkeinlage.
So oder so ist das Leben. Wie es auch ist: es ist mein/dein/euer Leben.
Es ist alles was ich habe.