Kinder verscheuchen

Früher gab es die Kristallkugel oder den sprechenden Spiegel, den man in moralischen Fragen konsultieren konnte, heute gibt es die allwissende Suchmaschine, die auf alle Fragen eine Antwort sucht und selten die 42 als Lösung vorschlägt.
Was sich offensichtlich nicht verändert hat, ist, dass sich die Kinder einen Platz im öffentlichen Raum suchen und den zu verteidigen zu gedenken. Heutzutage auch, in dem sie die große Suchmaschine vor die Frage stellen:
Darf ein Hausmeister Kinder verscheuchten?
Ich nehme an, dass das nur die strategische Vorarbeit ist und dass sich bald alle kinder-verscheuchenden Hausmeister gut wappnen müssen, weil die Kinder einen juristischen Gegenschlag unter zu Hilfenahme des Kinderrechtes vor der EU planen.
So leicht lassen sie sich heute nicht mehr verscheuchen.
Hoffe ich doch!

Kurzmitteilung

Bin wieder da und kurz darauf wieder untergetaucht. Aber nur um die Fotos in meinem Kopf zu sortieren, die Eindrücke wirken zu lassen und den wichtigsten Termin des Monats fest zu machen.

Bis bald!

Blick auf Paris

Paris ist und bleibt meine Lieblingsstadt. Bei Tag, bei Nacht, im Winter, im Frühling, im Sommer. Es ist einfach wunderschön dort.
Blick auf Paris
Einen schönen Blick auf Paris hat man vom Centre Pompidou aus.

Der Sommer liegt im Sterben

bewölkt und regnerisch
der Sommer liegt im Sterben
er hüllt sich ein
in Regen und Gewitter
die Sonne lurkt mal kurz
sieht sich das Trauerspiel nicht länger an

bewölkt und regnerisch
der Sommer liegt im Sterben

Kreatives Grübeln

Mir fehlt noch eine Idee für die heutige Geschichte. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto weiter entfernt sie sich von mir. Es ist ein bisschen so, wie wenn man sich nach dem Aufwachen an den Traum erinnern will, der einem mit dem Festhalten-Wollen im Nebel des Unbewussten verschwindet. Also nicht zu fest wollen, andererseits: Noch nie ist eine Geschichte geschrieben worden, wenn die schreibende Person es nicht gewollt hätte.

Ja, ja. Ich höre schon auf mit dem Theoretisieren. Ich schreibe sie gleich auf meine Geschichte, zur Not auch ohne Idee.

Bis bald!

Darlehen für den Schulweg

Es gibt Nachrichten für die ich mich schäme. Aufrichtig:
Ein 17-jähriger Gymnasiast aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, dessen Familie Hartz-VI-Leistungen bezieht, muss seine Fahrt zur Schule durch ein zinsloses Darlehen vom Kreis finanzieren.

Er muss – er darf – froh sein, dass er es als Darlehen erhält, denn der Landkreis war zunächst der Ansicht, dass er gar nicht zahlen muss. Mein Gott, in welchem Land und in welcher Zeit leben wir denn? Und was sagen die Piraten? Nichts. Schweigen im Walde, denn immerhin haben angeblich alle genug zu essen. Woher sie das wohl wissen? Ich bleibe dabei: Ein Partei muss sich zu den sozialen Themen äußern.

Müde

Abgekämpft, erschöpft, erfolgreich umgarnt, zielorientiert, mit Instinkt für die kleinen Anfälligkeiten, zäh und pfiffig, umsichtig, wehmütig, die Übersicht bewahrend – gehe ich heraus aus diesem Arbeitsabschnitt.

Bye, Bye mein großer Traum. Es hat sich ausgeträumt.

Morgen findet sich ein anderer Traum

Grüner Rausch

grüner Rausch
verschwommene Fensterbilder von fahrenden Stoppelfeldern
die Welt zieht in Reih und Glied vorbei
mit Sehschlitzen zum Augenflackern
um plötzlich abzubremsen
und dann still zu stehen
ein eintöniges Pfeifen gibt den Abfahrtston an
der Motor zieht die Welt wieder an
gibt ihr die Geschwindigkeit zurück
um wieder im grünen Rausch zu schwelgen.

Wiesen breiten sich aus
nehmen Raum in Anspruch
Straßen strecken sich
Häuser ducken
die Bank vor dem Bahnhof sieht müde aus
schnell weg von hier mit fliegenden Fahnen
grün und gelb sind die Farben des Sommers
grün und gelb beruhigt das Auge
eingegraben
im Gleisbett der Zug abgestellt und wieder angezogen

In einem Land

in dem die Tiefkühlpizza, die am häufigsten verzehrte Mahlzeit ist, kann man zu jeder Tages- und Nachtzeit Kochshows im Fernsehen sehen.

In einem Land in dem sich 90% der Jugendlichen vor der Körperbehaarung ekeln, werden die Feuchtgebiete zum Bestseller.

Claudia Klinger schreibt im Lustgespinst zum Thema Intimrasur.

Wenn Frauen bloggen

dann machen sie das, wie so vieles andere auch im Leben, anders als die Männer. Unaufgeregter, aber auch unauffälliger. Ich lese sehr viel mehr Blogs, die von Frauen geschrieben werden, als von Männern und bei den Kommentaren sind die Frauen auch in der Überzahl. Bis gestern entsprach der Genderanteil meiner Followerer auch diesem Bild. Aber dann folgte mir plötzlich Sascha Lobo und ratzfatz schlossen sich ihm ein paar Twitterer an. Nun hat sich mein Genderanteil ruckartig verschoben. Aber ich nehme an, das gibt sich wieder, weil ich nicht zurückfollowe, wenn mich die Menschen nicht interessieren.
Die Limone lobt den Hang der Frauen zur Pragmatik und macht darauf aufmerksam, dass beide erfolgreiche E-Petitionen von Frauen gestartet wurden. Recht hat sie.