Die Worte gehen zur Neige
Ein Gedicht, das nur stottert.
Das keinen Halt in sich findet.
Keinen Halt und kein Gerüst.
Ein Gedicht, das so stottert.
Mich peinlichst verstummen lässt.
Die Worte gehen zur Neige.
Sie ziehen sich zurück.
Ein Gedicht, das nur stottert.
Das keinen Halt in sich findet.
Keinen Halt und kein Gerüst.
Ein Gedicht, das so stottert.
Mich peinlichst verstummen lässt.
Die Worte gehen zur Neige.
Sie ziehen sich zurück.
Das alte Lied von Wishfull Thinking hatte ich schon zum Anlass der Ostermärsche ausgegraben. Heute ist der Jahrestag des Abwurf der Hiroshima-Bombe. Little Boy war ihr Name. Was für ein furchtbarer kleiner Junge! Aber warum lernen die Menschen nicht aus ihren Fehlern? Warum lernen sie nicht daraus?
Eigenes Fenster
Mir sind die Worte ausgegangen.
Der Garten vor dem Musée du quai Branly in dem die Afrikanische und die Ozeanische Kunstsammlung von Paris untergebracht ist, wirkt wie eine sprichwörtliche grüne Oase. Etwas irritierend fand ich, dass im Sommerprogramm des Museums eine Ausstellung mit dem Titel “Tarzan” dominiert. Was nicht zu überhören war, da aus den im Garten versteckten Lautsprechern, die entsprechenden Geräuschkulisse ertönte.
(Ehrlich wahr.)
Grüner Blick auf den Eiffelturm
Es ist ruhig rund um die Sammelmappe. Sommerzeit. Die heimischen Besucher sind ausgeflogen, liegen in fernen Ländern am Strand oder beäugen in Deutschland skeptisch den Himmel, nützen die Gewitterpausen zur Fahrt zum Baggersee. Hier in der Region ist es eher der Waldsee.
Dafür finden sich jetzt verirrte Besucher zur Sammelmappe, verlassen sie aber irritiert und schnell wieder, weil sie nicht die richtigen Antworten auf ihre Fragen gibt. Turisten, die mal schnell den Kopf durch die Tür strecken und dann weiter ziehen. Irgendwie mag ich es lieber, wenn es lebendiger ist, aber diese Zeit hat auch ihre Vorzüge. Ich kann konzentrierter arbeiten. Vorausgesetzt natürlich, ich lenke mich nicht selbst mit unnötigen Diskussionen ab. Passiert mir doch immer wieder mal und hinterher ärgere ich mich über die vertane Energie.
Es ist eine schöne Zeit: Sommerzeit. Nicht nur in der Sammelmappe. Ein Selbstläufer. Alles ist selbstverständlich, läuft wie von alleine, ruhig und gleichmässig.
Ich habe einfach kein Händchen dafür und dennoch mache ich immer wieder den gleichen Fehler: Ich mische mich ein.
Zu oft, zu viel.
Beherzige den Spruch nicht, den ich doch zu gut kenne: Gut meint ist selten gut gemacht. Ratschläge sind Schläge, ist ein andere Spruch, der auch gut zu diesem Thema passt.
Jetzt wird es langsam Zeit für mich, dass ich mich für meine Schwäche sensibilisiere. Raus halten!
Raus halten muss nicht heißen, dass mir alles egal ist, was um mich herum geschieht. Ich kann Stellung beziehen oder meine Meinung äußern, ich kann helfen, wenn die Hilfe gewünscht wird und ich sie geben möchte.
Ich gehe jetzt in mich und rupfe ein Hühnchen mit mir.
Nachtrag: Eine gute Gelegenheit um auch in einer anderen Sache tätig zu werden. Ich habe mich heute vom Feed einer Zicken-Bloggerin getrennt. Es war das erste Blog, das ich vor sechs oder sieben Jahren gelesen habe. Vielleicht fiel der Abschied deshalb so schwer.
So beginnt eines der Gedichte von Rose Ausländer. Wahrscheinlich verstößt es gegen das Copywrite, wenn ich es hier zitiere, daher lasse ich es. Auf YouTube gibt es einige Gedichte, die von ihr gelesen werden.
Wort an Wort heißt das, das ich ausgesucht habe.
Eigenes Fenster
Wenn mir vor zwanzig Jahren jemand erzählt hätte, dass wir in der Verhütungsfrage heute immer noch nicht weiter sind, dann hätte ich es nicht geglaubt. Bei Frau Gaga wird diskutiert über Verhütung, über die Pille, über die Auswirkungen auf den weiblichen Körper. Ein Thema zu dem ich viel zu sagen hätte, das ich aber hier nicht erörtern möchte.
Es geht mir zu nah, es trifft mich zu sehr.
Die nächste Frage aus dem großen Fragekatalog der allwissenden Suchmaschine, auf die die Sammelmappe aber leider auch keine Antwort weiß:
Wie lange hält die Marienkäferinvasion auf Usedom noch an?
Ja, wie lange noch?
Auch die Frage, was das Einlagern von Möbeln kostet, stellt die Sammelmappe vor große Rätsel.
Aber dafür kann die Sammelmappe die nächste weltbewegende Frage beantworten: Was bedeutet nsfw?
NSFW heißt Not save for Work – Das sind Links, die man am Arbeitsplatz lieber nicht anklicken sollte. Diese Leseempfehlung aus dem Lawblog zum Beispiel. Tja, so kann’s gehen.
Und noch mal zu den Marienkäfern auf Usedom: Woher kommen die Marienkäfer auf Usedom? Auch da muss ich passen, aber ich bedauere ausdrücklich alle Usedomer, die unter der Marienkäfer-Invasion leiden und hoffe, dass sie nicht gleich zu drastischen Maßnahmen greifen, um der Invasion Herr zu werden.
Das würde ich auch gerne wissen, dachte ich, als ich die Überschrift las. Ich weiß nur, dass ich es seit fünf Jahren mache und dass es seinen Reiz noch nicht verloren hat. Ich kokettiere ja öfters damit, dass ich nicht weiß, wie viele Blogs ich betreibe. Ab und zu zähle ich sie auch, aber dann vergesse ich die Anzahl wieder, weil mir davon schwindlig wird.
Wer wissen will, was Bloggen ist, der liest am besten bei Hinz&Kunzt nach.