Börsenschwächeanfall

Börsenschwächeanfall – eine merkwürdige Verniedlichung.

Genauso verwunderlich wie die Anstrengung nationale Steuergelder für nationale Arbeitsplätze in einer globalisierten Welt ausgegben zu wollen. Da mussten wir die vergangenen zehn Jahre lernen, dass es auch für jeden kleinen Maurer und jede Putzhilfe nur eine globalisierte Wirtschaft gibt und jetzt wird bei den globalen Firmen nach nationalen Steuergeldeinsatzmöglichkeiten gesucht. Ob die Politik wirklich noch nicht gemerkt habt, dass Globalisierung genau das bedeutet, was jetzt passiert: Wenn eins zusammenkracht, krachen die anderen auch zusammen?

Und dazu noch einen neuen Wirtschaftsminister, der immer ein bisschen wie Lothar Matthäus grinst.

Wahrscheinlich haben wir uns den verdient. Irgendwie.

Aber immerhin: Arnold Schwarzenegger kommt zur CeBit. Vielleicht hilft das.

Macht bloggen kindisch?

Ich habe vergessen, was ich schreiben wollte. Aber ich schreibe trotzdem weiter in der Hoffnung, dass es mir wieder einfällt. Gerade eben habe ich in einem Blog gelesen und am liebsten hätte ich dem Blog die Zunge raus gestreckt. Mein Gott, bist du doooof.

Macht bloggen kindisch?

Tröstend bei der Verkindlichung ist, dass einem die Google-Suchanfragen aufmuntern: “brauchst dich nicht entschuldigen bei mir, ich verstehe das”

Links 02.03.09

ePetition Nukleare Entsorgung

Ulysses Streitzüge bittet mich auf die ePetitiondes Bundestages Nukleare Entsorgung aufmerksam zu machen.

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Kosten für die Atommüllentsorgung, ausschließlich von den Verursachern, zu tragen sind.

Begründung

Nach meinen Recherchen wurde die Erzeugung von elektrischem Strom mittels Atomkraft bisher bereits mit mehr als 40 Milliarden(40 000 000 000)Euro durch die Steuerzahler subventioniert. Angesichts der horrenden Gewinne, die die Energieerzeuger in den letzten Jahren erzielt haben, sind weitere Subventionen in diesem Bereich dem Bürger gegenüber, nicht mehr zu verantworten.
Vielmehr sollte dieses Geld in die Erforschung und Förderung alternativer Energien gesteckt werden.

Noch besser wäre es ja, wenn es eine Petition zum Ausstieg aus der Atomenergie gäbe. Denn die verdammten Salzlager, die den Müll eine Million Jahre lagern sollen, sind doch irgendwie ein Wahnsinn. Was werden sich die Generationen nach uns wohl denken, wenn sie mit dieser Katastrophe konfrontiert werden?

Intime Einblicke

Interessantes Thema: Die Fotos von den Schlafbereichen in den Blogs oder bei Twitter.

Ich sehe gerne rein. Neugierig wie ich bin und unbeschwert, wenn ich weiß, dass die Autoren anonym im Netz unterwegs sind. Am Besten gefällt mir der Blick in die kreativen Ecken; nicht die, die den Charme von Einrichtungshäusern verbreiten.

Zu den Bücherstapeln könnte ich auch interessante Einblicke beitragen und ganz locker den Dieseldunstblogger toppen, aber bisher habe ich mich nur getraut, lyrisch mitzuhalten.

Frau Fragmente bietet die linke Seite ihres Schlafplatzes an, wer sie kennt, versteht die Trauer über den freien Platz.

ungerecht

Wie ungerecht ich doch meine Leseaufmerksamkeit verteile! Immer wieder merke ich, dass ich einige meiner Liebingsblogs vernachlässige nur weil ich sie nicht im Feedreader habe! Gerade die unregelmässigeren Bloggerinnen verpasse ich öfters mal, weil ich eben nicht jeden Tag meine Blogroll durchklicke.

Das muss sich ändern. Sofort. Auf der Stelle

Samstags um halb acht

Heute will ich mich an einem Zevenaar versuchen:

Samstags um halb acht
mein Fernseher zeigt Fussballrasen
Welche Trikotfarben?
blau-weiss gestreift und grün
kullernde Männer fallen

samstags um halb acht
mein Fernseher zeigt Fussbalrasen

(Auf das Zevenaar hat mich Myriam gebracht. Macht Spaß.)

Frühlingswünsche

Gestern meine ich im Vorbeischwärmen auf Twitter oder identi.ca gelesen zu haben, dass der Frühling naht: Der erste kniestrumpflose Tag in diesem Jahr. Mein Unterbewusstes hat sich diesen Satz behalten, obwohl ich Frostbeule freiwillig ganz sicher meine Strümpfe noch nicht ausziehen würde. Außerdem kommt es mir frevelhaft vor, mir im Februar den Frühling herbei zu wünschen. Aber im März? Darf man das nicht im März?

Im März, doziere ich des öfteren, im März kommt oft der Winter noch einmal zurück. Es gibt dann so eine spezielle Hochdruckwetterlage mit einem Hoch über Sibirien, dann kann es noch wochenlang tiefe Minusgrade geben. Wochenlang. Denn das ist eine stabile Wetterlage.

Würde mich bitte mal jemand unterbrechen und mir widersprechen?

Der Himmel ist so grau

dass man ihn trösten muss, singt Klaus Hoffmann mir ins Ohr. Ich laufe mit stolz geschwellter Brust meinen Berg hoch und denke mir, wie schön es doch ist, dass ich in der Lage bin, zu trösten. Ob es mir allerdings gelingt den Himmel zu trösten, das muss ich erst noch unter Beweis stellen.

Manchmal ist das Leben einfach schön. Ereignislos und schön.

Rien ne va plus

Ver.di legt den Nahverkehr lahm, mein Modem legt den Router lahm. Heute ist der Tage des Streiks, ein allgemeiner Ruf zur Entschleunigung liegt in der Luft, die Unruhe grummelt mit meinem Magen. Ich lasse mir das nicht bieten und grummle zurück. Das Modem zuckt, aber nicht ausdauernd; eher provozierend. Lass das, ich hass das, meldet es per LED.

Ach lass mich doch, insistiere ich. Es wird schon wieder, verspricht der Router. Nein, nein, niemals, entgegnet die Telekom.

Ich greife zum letzten Trick, tu so als glaube ich an ihren Tod. Blink, blink – ätsch-bätsch reingelegt.

Das wollten wir doch nicht.

Ich verstehe schon: eine Solidarkundgebung