Schwestern

Nein, keine meiner Schwestern ist meine engste Vertraute. Dazu sind unsere Lebensentwürfe zu unterschiedlich. Aber intensiv verschwestert, das sind wir ohne Frage und mit dem Alter scheint diese Verschwesterung zu zu nehmen.

Karins Schwester ist der große Wurf gelungen:

Meine Schwester ist meine engste Vertraute. Sie berät mich in allen Fragen, die meine Lebenswelten betreffen.

Frühlingsfest

Beim Bembel lese ich gerade, dass am Sonntag mein Jahr beginnt. Das Jahr des Büffels (牛 niú). Jing sagte immer dem Jahr, das dem eigenen Tierkreiszeichen entspricht, muss man rot tragen. Kein Problem für mich, denn rot ist kleidungsmässig meine Lieblingsfarbe.

Und meine erste Einladung zum chinesischen Neujahrsfest habe ich auch schon erhalten. Da muss ich noch schnell mein schlechtes Gewissen beruhigen und noch ein paar Zeichen üben.

In Island wird es ungemütlich

Dass die Isländische Bevölkerung im Dauerprotest ist, ist verständlich nach den Auswirkungen, die die Finanzkriese auf Staat und Bevölkerung hat. Nun geht der Protest in die nächste Runde. Die Stimmung heizt sich auf, schreibt das Island-Blog.

Während dessen geht es mit Spanien so bergab, dass es heißt, das Land sei nicht mehr lange zahlungsfähig. Es werden mit Arbeitslosenzahlen von 16-19% gerechnet. Die Hiobsbotschaften häufen sich. In Europa sind  die Working-Poor – die armen Arbeitenden – auf dem Vormarsch.

Aber macht nichts. Die Schutzschirme für die notleidenen Banken sind aufgespannt und bald wird es doch noch die Bad-Bank geben, die die faulen Papier aufkauft.

Menschsein

Obama schließt Guantanamo. Das ist die gute Nachricht. Angeklagt für die Verbrechen, die in diesem “Gefängnis” geschahen wird wahrscheinlich niemand – und ich bin nicht naiv genug zu glauben, dass der Geheimdienst sich das Foltern so schnell abgewöhnen wird. Wer so überzeugt von seiner Mission war, der wird im dunkeln weiter machen. Aber trotzdem: es ist gut, dass es einen Ort wie Guantanamo nicht mehr gibt. Bald nicht mehr gibt. Noch ist es ja noch ein bisschen Zeit, bis es so weit ist.

Die Rache der Grapefruit

Frau Fragmente vernachlässigt zwar ihr eigenes Blog, aber dafür liest sie sich anscheinend durchs halbe deutsch- und englischsprachige Internet. Wenn ich mich recht erinnere, hat sie sich selbst schon mal ein Trüffelschwein genannt.

Und dieser Beitrag aus dem Fernbeziehungsblog, der ist wirklich eine Kostbarkeit.

Manche messen ihre Beziehung in Wochen, manche in Monaten, die meisten hoffentlich in Jahren. Unsere dauert bisher drei Grapefruits.

Wachrütteln

Mein Jammern und Klagen um das Blog Armut und Arbeitslosigkeit vor ein paar Tagen wurde erhört. Ganz plötzlich kommen aus allen Ecken alte und neue Unterstützerinnen und Unterstützer.

Es wäre einfacher für mich, wenn sich wirklich wieder mehr Menschen mit dem Blog beschäftigten. Denn ich fühle mich oft ähnlich wie Somlu in ihrem Kommentar schreibt:

Vielleicht bin ich auch nur müde immer wieder das selbe zu bloggen, es wiederholt sich und es wird schlimmer, die ganzen Neuregelungen zum 1.1 sind kaum noch zu ertragen

Manfred von so-zi-al hat gleich Nägel mit Köpfe gemacht und wieder einen Artikel ins Blog gestellt und Andrea macht Vorschläge.

Ich weiß immer noch nicht, wie es weiter geht, aber es ist schön zu spüren, dass sich etwas bewegt. Vielleicht schaffen wir es gegenseitig uns wachzurütteln?

Wiedervorlage

Aufmerksamen Leserinnen und Leser der Sammelmappe ist sicher nicht entgangen, dass ich vor Weihnachten groß die Überarbeitung der Kindergeschichte ankündigte und hinterher keinen Ton mehr darüber verlohren habe. Warum? Weil ich meine Zeit gemütlich genossen habe. War auch notwendig und nützlich. Aber jetzt ist es Zeit, die Geschichte wieder auf die ToDo-Liste zu nehmen. Vielleicht ohne Rahmenhandlung? Einfach die Kindergeschichte zu Ende erzählen?

Das Lügen beim Schreiben

Da ist sie wieder: Die klarsichtige, scharfzüngige SuMuze. Sie schreibt über das Lügen beim Schreiben – genauer gesagt beim Bloggen – und trifft wie gewohnt den wunden Punkt. Sie nimmt den Artikel bei MinusZero über die Literarische Lügen zum Anlass und legt ihre Finger in alle wunden Punkte. Wie oft habe ich hier in der Sammelmappe schon gejammert über die tausend Zügel, die ich hier spüre. Die Angst zu verletzen, die Furcht zu verraten, das Entsetzen über die eigenen seelischen Abgründe, die Versuchung aufzutrumpfen, die Aufzählung lässt sich immer weiter fortsetzen. Ein Drahtseilakt, der mich immer wieder tief durchatmen lässt.

Einen Teil des Drucks habe ich mir in der Zwischenzeit genommen, indem ich an mehreren Stellen im Netz anonym blogge. Aber auch dort kann ich mich nicht einfach von Ost nach West drehen oder umgekehrt. Die “Lüge”, das Erfinden, das Ausmalen, das Umschreiben zirkuliert um mein Leben. Um meine Liebe, meine Träume, meine Sicht der Welt. Ich habe einen Anker geworfen, indem ich diese Texte einem Menschen zugänglich mache. Darüber erde ich mich.

Früh aufstehen

um mich abzulenken und auf andere Gedanken zu kommen. Vorbereiten für die Rundreise. (Hätte ich jetzt auch twittern können.)

Ach ja, die gestrige Neuigkeit: Don Alphonso bloggt jetzt für die FAZ. So ändert sich die Bloggerwelt.

Vorsicht Politik!

Tot gesagte leben länger – Wie die Wirtschaftskrise den Neoliberalen hilft

Niemand sollte sich wundern, wenn in Hessen in den nächsten Jahren mit harter Hand weitere Sozialleistungen gekürzt, der Überwachungs- und Bespitzelungsstaat gestärkt und ausgebaut, und die Bürgerrechte mit Füßen getreten werden.

weiterlesen bei Jens.

Wie immer klar und deutlich.