Armut und Arbeitslosigkeit

Vor ein paar Tagen schrieb ich in der Sammelmappe über mein Blog Armut und Arbeitslosigkeit in Deutschland:

So liegt es bleich, blass und halbverhungert im Netz und die Aasgeier kommen ab und zu vorbei und nähren sich an den Überresten.

Jetzt haben sich ein paar nette SamariterInnen gemeldet, die Aufrufe gestartet haben um Co-Autoren für das Blog zu finden. Herzlichen Dank für an Ines von den KreativenStrukturen, Frank Abel, Ulrike Beudgen und Claudia Klinger im Webriting-Magazin für eure Mühe und Aufmerksamkeit.

Ich habe mich immer noch nicht richtig entschieden, wie es weitergehen soll. Denn ein Blog braucht viel Aufmerksamkeit, das ist nicht einfach bei diesem schwierigen Thema. So viele Menschen sind betroffen, aber so viele sind gar nicht mehr in der Lage an die Öffentlichkeit zu gehen. – Und ich bin nach viereinhalb Jahren müde und ratlos geworden.

Klare Verhältnisse

Der Bembel kämpfte bis zum Schluss. Aber es hat nicht sein sollen. Ich bin traurig über das Wahlergebnis.

Genderforschung

Und gleich geht es weiter mit der Genderforschung.

Wie viele Frauen nutzen Linux?Wie viele Frauen nutzen Linux?

Gute Frage. Ich nutze nur auf meinem Netbook Linux. Da ist OpenOffice und zum Surfen der Firefox installiert. Der Datenaustausch zu den Windowsrechnern läuft problemlos über einen USB-Stick. Auf den anderen Rechner hatte ich immer zwei Betriebssysteme installiert: Windows und Linux. Aber das war nicht sehr praktisch.

Wann bleibt die Frau eine Frau?

Ist Michelle Obama ein Mann?, fragt sich Andrea. Nein, ist sie nicht und zurecht wundert sie sich, warum es für eine Frau als Lob gelten soll, als Mann bezeichnet zu werden.

Immerhin wir können morgen einen der hessischen Klonbrüder wählen, soweit haben wir es gebracht – und hoffentlich versieben die Alphamädchen wenigstens das nicht. (Das Wählen-gehen-dürfen meine ich – bin schließlich mitten in meiner pessimistischen Phase.)

Überhaupt die feministischen Links kommen viel zu kurz in der Sammelmappe. Also muss unbedingt noch Luise Pusch verlinkt werden.

Ich werde alt

Ganz langsam kommt es auf mich zu: Das Alter.

Welches Alter?, werdet ihr fragen. Wie man es auch immer nennt, dieses Alter eben. Ich spüre, wie es sich anschleicht. Langsam, kriechend und doch spürbar. Schwierig zu erklären. Zum ersten Mal in meinem Erwachsenenleben merke ich, wie ich mich körperlich verändere. Noch sind es kleine Nuancen, kleinste Veränderungen und Beeinträchtigungen, aber sie sind da. Sind fühlbar. Die andere Seite des Älterwerdens zeigt sich in der emotionalen Distanz zu manchen gesellschaftlichen Tendenzen. Vor einigen Monaten schreibe ich, dass eine Facette des Älterwerdens darin besteht, dass man über eine Lebenserfahrung verfügt, die nur noch wenige teilen. Das empfinde ich zur Zeit sehr stark.

Das Älterwerden ängstigt mich nicht und ich fürchte es auch nicht. Ich beobachte es interessiert an mir und bin mir viel zu schade dazu, als dass ich es ignorieren möchte. Nein, ich will nicht ewig jung bleiben. Das wäre langweilig.

Wie heißt es so schön: Wer nicht alt werden will, muss jung sterben. Und da fällt mir gleich der andere weise Spruch zum Thema Alter ein:

Alt werden ist nichts für Feiglinge!

Soziale Kälte

Es ist kalt in Hessen und in Deutschland – und es wird in Zukunft noch viel kälter werden.

Die Chronistin wird wieder denken: ein typischer deutscher Pessimistinnen-Eintrag. Das mag sein. Mir macht es große Sorgen, wenn ich sehe, wie ungeschützt und wehrlos viele Menschen dem ausgesetzt sein werden, was noch auf uns zu kommt. Ich mache mir große Sorgen und bin doch so oft sprachlos. Fühle mich ohnmächtig und allein.

Das Unterschichtenblog ist fast eingeschlafen und ich kann mich nicht entscheiden, was ich jetzt mache. Ein paar Mal schon wollte ich es still legen. So oft schon habe ich zuverlässige Co-Autoren gesucht, leider erfolglos.

So liegt es bleich, blass und halbverhungert im Netz und die Aasgeier kommen ab und zu vorbei und nähren sich an den Überresten. Die Ähnlichkeiten zum Zustand der dahin siechenden “Sozialen Marktwirtschaft” sind unverkennbar. Wen interessiert es noch, dass die Arbeitslosenstatistiken abstrus errechnet werden? – Oder sollte ich nicht besser “verrechnet” schreiben?

Ist es nicht Zeit einen Schlussstrich zu ziehen, das Blog zu schließen und das unangenehme Thema, das keinen interessiert, abzuharken?

Erbsenprinzessin

Ich glaube, ich habe es schon erwähnt, dass ich die Erbsenprinzessinnen mag. Manchmal auch die Tee-Feen, wenn sie über ihre Ängsten und Visionen meditieren.

Nachtrag: Und hier gibt es noch eine sympathische, bloggende Erbsenprinzessin.

Eiskalte Zeiten

Über die eiskalten wirtschaftlichen Zeiten wurde letzte Woche in der Sammelmappe diskutiert, die neuen politischen Eiszeiten, die mich persönlich zumindest in der Arbeit heftig treffen werden, entscheiden sich am nächsten Wahlsonntag, daher ist es eine gute Ablenkung sich mit den malerischen Seiten des Dauerfrosts zu beschäftigen.

Winteridylle pur an der Lahn.
Weilburger Lahnbrücke im Winter

Weilburger Schlossblick im Winter

Blog-Winterzeit

Es wäre längst Zeit wieder einen Eintrag in der Sammelmappe zu schreiben, aber ich kann mich nur mit Mühe dazu überreden. Ich bin abwesend, unkonzentriert, mit neuen Ideen beschäftigt, an alten Ideen weiterarbeitend. Nicht einmal ein Foto der zugefrorenen Lahn kann ich euch bieten. Dafür ein paar Links, denn wunderschöne Schneefotos gibt es bei Andrea Diener zu sehen oder Fotos ohne Schnee bei Julia.

Keine Fotos vom Schnee aber gute Bloggervorsätze – den wichtigsten überhaupt – nämlich schlicht und einfacher weiter zu bloggen, findet man bei Moe’s PlasticThinking-Blog, das noch unverkäuflich ist.

Mann-oh-mann ist das ein Trara mit der Blog-Versteigerung. Wie ist das übrigens ausgegangen? Ist nicht so wichtig zu wissen, werde ich sowieso bald erfahren, ob ich es will oder nicht. Manche Neuigkeiten kriegt man halt im Bloggerleben einfach so aufgedrängt.

Ich lese dann lieber die Blumenposts bei Audrii.

P.S. Beinahe vergessen. Aber wenn es darum geht, Glückwünsche zu schicken, verlinke ich auch mal einen A-Blogger. Alles Gute!

Die Sache mit der Krise

sieht die Chronistin ganz anders als ich und meint es sei eine typisch deutsche Angelegenheit, die schlechten Neuigkeiten immer so ernst zu nehmen. Bin ich typisch deutsch? Das ist schwierig selbst einzuschätzen, in Bezug auf das Krisenthema meine ich nicht, dass sehr viele Menschen in Deutschland meine pessimistische Einstellung teilen. Die meisten meinen, die Krise sei so etwas wie ein Schnupfen der vorbei geht und nur wenige machen wie SuMuze den Versuch über die Zusammenhänge nachzudenken.

Dass ausgerechnet der Oberkapitalist Herr Sinn der Krise wenigsten eine zweijährige Dauer vorhersagt, verheißt auch nichts Gutes. Ich glaube, ich bin wirklich typisch deutsch. Irgendwie.