Alice denkt nach

Alice macht sich Gedanken über ihren zukünftigen Lebensweg als Künstlerin. Sie möchte Musik machen.

Dabei kam für mich die Frage auf, wie ich mir den idealen Beruf vorstelle. Mein Kopf füllte sich sofort mit entsprechenden Bildern. Diese Bilder, wie mir auffiel, hatten eines gemeinsam: Sie handelten von Aktivitäten und nicht von Ergebnissen. Es ging darum, was ich tun wollte und nicht darum, was ich haben wollte.

Das klingt weise und wohl überlegt. Ich bin sicher, Alice wird ihren Weg finden.

Abwrackprämie

Ich muss dieses Wort unbedingt einmal aufschreiben: Abwrackprämie. Wie sich das anhört! Als gingen gleich die Lichter aus und die Türen zu. Aber es soll ja gerade umgekehrt sein. Die Lichter an und die Maschinen laufen, weil die Sparfüchse sich ein neues Auto kaufen können. Die Autohäuser sollen richtig gut besucht sein, weil alle schon mal kucken kommen, welches neue glänzende Modell, sie sich zulegen wollen. Wenn es der Staat schon gibt, dann muss man doch zugreifen. Schnell – und die Wirtschaft retten. Die deutschen Autobauer auf dem globalisierten Markt. Oder die globalen Autobauer auf dem deutschen Markt. Oder wie war das jetzt gleich noch mal?

Geruhsames SecondLife

Claudia Kuncoro im Liegestuhl in SLClaudia Kuncoro im Liegestuhl in SL

Der Twitter-Eintrag hat mich an die Diskussionen um SecondLife erinnert. Obwohl die ja ungleich heftiger und aggresiver geführt wurden. Immer mit einem sensationslüsternen Unterton auf seiten der Medien. Mein Gott, war das eine Aufregung. Heute hört man kaum noch was über SL in den Medien und die Bewohner können sich in Ruhe ihrem Spiel oder zweitem Leben – je nachdem wie sie es selbst einordnen – widmen.

Ich bin nur noch selten in SecondLife, nicht weil es mir nicht mehr gefällt, sondern weil ich den Kontakt verloren habe. SL ist nicht anders als das reale Leben, wenn man keine Zeit mehr für die Freunde hat, dann wird man einsam. Aber ich habe nicht so viel Lust mich auf eine Bekanntschaften einzulassen. Also gehe ich in großen Abständen über die Insel spazieren, sehe mir an, was es Neues gibt, grüße höflich die alten Bekannten, die in neuen Beziehungen stecken und verabschiede ich nach meinem Anstandsbesuch wieder.

(Ein weiterer Grund warum ich nicht mehr so häufig dort bin ist, dass SecondLife nicht auf meinem neuen Notebook läuft.)

Auch Nuschi ist mit seinem Reisebus immer noch dort und versorgt seine Leserinnen und Leser mit Webcomics.

Vorurteile

keiner will sie haben, aber jeder pflegt seine eigenen kleinen Vorurteile.

Manche Menschen offen und andere versteckt. Im Umgang mit Twitter fällt mir auf, dass es eine Gruppe von Bloggern gibt, die eine heftige Twitter-Aversion hat:

Twitter verletzt die Privatsphäre, Twitterer sitzen den ganzen Tag vorm PC,   so ein sinnloses Zeug brauche ich nicht und wen interessieren schon diese kurzen Nachrichten?.

Hmm. Ähneln  diese Argumente nicht denen, denen vor ein paar Jahren die Blogger ausgesetzt waren?

Twitter ist ein klasse Tool für den, der Spaß dran hat. Über die Privatsphäre – die eigene und die der Mitmenschen – muss man sich bei jeder Veröffentlichung im Internet bewußt sein. Und das Suchtpotential unterscheidet sich kaum von dem des Bloggens.

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Twitterlesung

Bisher habe ich mir erst den ersten Teil der Twitterlesung in Hamburg angesehen. Teil 2 und 3 hebe ich mir für morgen auf. Ich hab’ mich gekringelt vor Lachen und muss immer daran denken, dass andere Länder, die Deutschen schon etwas schräg ankuckten, weil sie Bloglesungen machen. Wie mögen jetzt die Twitterlesungen auf sie wirken?

Ich kann mich dabei jedenfalls kugelig lachen.

(und endlich mal die Twitkrit-Menschen in meinen Feedreader gepackt.)

Schmelzwasser

Steg über der Lahn
Weilburger Schloss
Der Schnee ist geschmolzen, die Lahn fließt rasant schnell dahin und das Gras sieht verstruppelt und zerdrückt aus. Es dauert noch so lange, bis der Frühling kommt. Die Zeit scheint zu verharren; und doch ist es jetzt schon ein paar Minuten länger hell und die Vögel zwitschern wie verrückt.
Mir geht durch den Kopf: Die Natur ist gewissenhafter als die Politik.

Blogsucht

Eine heroische Bloggerin schreitet nach dem Unfall erst zum PC, um für die lesende Blogwelt den Unfallhergang zu dokumentieren und versorgt danach erst ihre Wunde.

Fragensumpf

Frau acqua stellt interessante Fragen und ich habe schon darüber nachgedacht, es ihr gleichzutun. Es gibt da so ein, zwei Fragen in meinem Leben, auf die ich gerne eine Antwort hätte.

Oder waren es nicht doch eher ein-, zweitausend?

Vorkriegsjugend

Gerade im Zug einen Jugendlichen mit dem Aufdruck “Vorkriegsjugend” gesehen. Etwas irritiert darüber nachgedacht, dass es Leute gibt, die noch pessimistischer sind als ich und dann zuhause sofort nachgesehen, was es mit dieser “Vorkriegsjugend” auf sich hat.

Als die Band gegründet wurde, lag der Jugendliche bestimmt nicht mal im Kinderwagen.

Indizierte Magersucht

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat erstmals einen Blog im Internet indiziert, der Anorexie und Magersucht (Anorexia nervosa) in Gedichten, so genannten „Glaubensbekenntnissen“, Handlungsanweisungen und „Motivationsverträgen“ extrem positiv darstellt und glorifiziert.

Johnny sprich sich im Spreeblick entschieden für die Indizierung des Blogs aus. Ich kenne das Blog nicht, aber ich habe einen Heidenrespekt vor dieser schlimmen Krankheit, die in so vielen Fällen tödlich verläuft. Es gibt im Internet noch einige Gruppen und Foren zu diesem Thema “Pro-Anorexia”.