C’est la vie. Mein französischer Liebingssatz. Lange bevor ich wusste, was diese Worte bedeuten, war das mein Lieblingssatz. C’est la vie. Das klang so fein. So zart.
Und als ich endlich verstand, was diese Worte sagen – (nicht bedeuten, daß kam so viel später) – als ich es endlich wörtlich übersetzen konnte, war ich hingerissen, von dieser Sichtweise. So ist das Leben. So oder so ist das Leben.
Als gäbe es mehr es als dieses eine, einzige, ausschließliche Leben.
C’est la vie.
Es ist so einfach. Du wechselst die Sprache und alles wird leicht.
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Das fällt mir jetzt gerade ein. Wo das Leben mir auf den Schultern lastet wie nie.
„Beachten Sie die geltenden Verordnungen und Gesetze.“ Als Durchsage an den U-Bahnhöfen und als Laufschrift an den Haltestelle ist diese Formulierung doch etwas dreist. Wie sehr muss eine Institution die eigenen Kund*innen hassen, um das als Information durchgehen zu lassen.
Soll eine morgens vor sechs die Verordnungen durchgehen, um herauszufinden, ob die medizinische Maske oder die FFP2-Maske angesagt ist?
Oder hat jemand aus Versehen die Jurist*innen gefragt, welcher Text in das Laufband soll?
Draußen schüttet es und die Fussballtrommeln erklingen wieder. Lassen sich vom Gewitterdonner nicht beirren. Selbst Feuerwerk gab es noch. Keine Ahnung, was im Stadium gegenüber los ist. Scheint diese Normalität zu sein, die jetzt alle feiern im Deltaland.
Bitte nicht als Vorwurf lesen. Bitte nie als Vorwurf lesen.
Bin zurück aus einer Abschieds-Trauer-Schmerzenswelt und frage mich: Wie viel und wie lange kann eine einen Abschied ertragen? Wie schwer kann ein Abschied wiegen?
Die Situation an der Futterbar ist eskaliert. Die großen Vögel haben flugs das Drahtgestell mit der Energietafel entführt. Unter Verdacht stehen die Krähen, der Eichelhäher, aber auch die Tauben.
Ich werde Indizien sammeln müssen, denn Beweise sind nicht zu finden.
Der Eichelhäher besucht die Futterbar auf dem Balkon. Das erinnert ein bisschen an den Charme vom „Elefanten im Porzellanladen“. Er ist halt doch um einiges größer als die Meisen.