Draußen
wenn der Blick
zu den fremden Fenstern
steigt
sucht er immer
das Licht
das den Menschen
verrät
wenn der Blick
zu den fremden Fenstern
steigt
sucht er immer
das Licht
das den Menschen
verrät
Als Dunning-Kruger-Effekt wird die systematische fehlerhafte Neigung im Selbstverständnis inkompetenter Menschen bezeichnet, das eigene Wissen und Können zu überschätzen.
Valentinstag –
Ich schenke dir den Vogelgesang, der morgens vor meinem Fenster erklingt. Das Rauschen der Bäume im Wind und das Licht über dem Riederwald.
Das Wochenende startet in diversen Grautöne, ich sortiere die möglichen Reiseverbindungen. Anreise mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen im Sternfahrtformat.
In meinen Rucksack packe ich das Nötigste und wie immer erstaunt mich das Ausmaß, der Notwendigkeit.
Heute vor elf Jahren war die Welt eine andere. Verschneite Zeiten.
Es kann zwei Gründe haben, wenn Menschen über ein bestimmtes Thema schweigen. Mein Vergangenheit-Ich philosophiert vor sich hin. Im Großen wie im kleinen.
Ich wache zu früh auf. Viel zu früh. Mit der kindlichen Freude, dem ErwachsenenLeben ein paar Stunden Unbeschwertheit abzuluchsen. Unter der Decke, im Dunkeln lesen. Den Gedanken nachgehen. Die Wolken draußen erahnen. Sie ziehen davon. Der Wind treibt sie weg. Aber es gibt Nachschub. Es wird dauern bis die WetterGöttinnen den Spaß an diesem Spiel verlieren.
Manchmal gibt es Tränen.
Vergessen, dass heute #12von12 ist. Kein Wunder bei dieser Erschöpfung. Nachmittagstermin abgesagt. Das Vernunft-Ich siegt.
Unverhofftes Lob bekommen. Das kann eine immer brauchen. Normalerweile bin ich die, die das Lob austeilt. Aber selbst dazu reicht die Kraft gerade nicht.
Dafür tanzt das Wetter sich mit Inbrust innerhalb von 30 min durch alle Jahreszeiten. Lebenslust ganz anderer Art.
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Abends schaue ich Fargo auf Netflix. Manchmal schmunzle ich, manchmal bin ich froh, wenn das Blut in Strömen fließt.
Stellvertreter-Blut.

Ein harter Arbeitstag. Schwerverdientes Geld. Fremd bestimmt. Hoher Einsatz.
Es ist Dienstag. Erst der Anfang der Arbeitswoche.
Kann es sein, dass ich an tiefgreifenden Kuba-Entzug leide?
Der Sturm hat mich nicht zerzaust. Er beschert mir einen ruhigen Bürotag, denn für die anderen ist es schwer bis unmöglich zur Arbeit zu kommen.
Der Hauptbahnhof am Morgen mit einer ungewohnten Atmosphäre. Lange Schlangen an allen Infoschaltern, aber insgesamt sehr wenig Menschen verglichen mit dem sonstigen morgendlichen Gewusel. An Gleis 8 steht ein Hotelzug, so sagt es die Anzeigetafel. Ich denke an die Hotelschiffe, die zu Messezeiten am Main liegen und gehe daran vorbei, um den vermeindlich exklusiven Zug anzuschauen. Dort angekommen nennt er sich dann Aufenthaltszug und entpuppt sich als ICE, der den gestrandeten Reisenden ein Obdach gibt.
Die Kaltmamsell hat ihre Blogpause beendet und lobt Adriene für ihre Yoga-Stunden.
Die Politik schmerzt gerade. Nicht dass ich die Wunden nicht schon seit Jahren spüre. Die Demokratie röchelt vor sich hin. Geopfert auf dem Altar der Talkshows des öffenlich-rechtlichen Fernsehens. Ignorieren scheint kein Talent zu sein, das einen Coolness-Faktor besitzt.
Hab alles festgezurrt und warte auf #Sabine. Schließlich kann es ja sein, dass beim #Sturmwichteln auch die was abkriegen, die gar nichts rausgestellt haben.
Ansonsten schickt mein Wochenend-Ich meinem Büro-Ich fleißig Mails. Immer in der Hoffnung dadurch den Stress zu vermindern. Aus dem Kopf und aus dem Sinn. Bin nicht sicher, ob die Strategie wirkt oder ob es sich um eine Vorstufe zum Burnout handelt.
Wird schon, denke ich bei mir und rühre in meiner heißen Schokolade. Wird schon werden.
Der Sonntag bekommt ein Herz, aber nur falls mir der Himmel nicht doch noch auf den Kopf fällt.

Afrika, mein Leben – die Autobiographie der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai führt mich in eine frühere Zeit, eine mir unbekannte Familien- und Verwandschaftsstruktur, eine Arbeits- und Versorgungswelt von der ich keine Ahnung habe und auf einen Kontinent der weit weit entfernt von meiner Heimat liegt.
Eine Gemeinsamkeit liegt aber auf der Hand. Sie ist eine Frau.
Eine Frau, die sich ihren Weg suchen und erkämpfen muss.
Über dem Wasser und unter dem Radar.
Gezündelt wird aus der Mitte heraus.
Demokratie funktioniert nicht im Dienstleistungsmodus.
Da müssen wir schon alle ran.