Hier wird gelesen

Es ist Herbst. Goldener Herbst. Hab so viel verpasst. Die Kraniche nicht ziehen sehen.

Hier wird gelesen. Bei Tag und bei Nacht. Im Morgengrauen. Zwischen den Versammlungsspitzen. Zum Stressabbau. Aber auch zum Vergnügen. Die reinste Folter ist es, dass die Realität sich ständig zwischen die Lesezeiten drängt.

Ausschnitt des Buchcovers, das ich in der Hand halte. Schrift auf dem Buch: Gabriele Tergit Effingers Roman Schöffling & Co
Im Hintergrund unscharf das Bettzeug zu erkennen.

Hier wird im Wettstreit gelesen. Olga Tokarczuk ruft in der Onleihe mit der Unrast und den Jacobsbüchern. Auch so ein Lese-Großprojekt.

Ich wechsle zwischen den Wten und zwischen den Büchern.

Im Leseglück.

Journal24102019

Das gefällt mir sehr: das Lesen von
Büchern als eine moralische
Geschwister Pflicht gegenüber
unserem Nächsten.“
Olga Tokarczuk

Warum hat mir niemand vorher gesagt, dass sie so wunderbar schreibt?

Journal23102019

Den Berg hinauf getastet und jetzt steht noch der Abstieg bevor. Es wird weitergehen. So wie es immer weiterging. Trügerische Hoffnung, denn in Wahrheit geht es nicht weiter bis in die Unendlichkeit.

Der Gipfel liegt doch längst hinter mir.

Und das Ziel?

Das bedeckt eine graue Nebelwand.

Fett und rund

Er wird fett und rund in den Winterschlaf gehen.

Allerdings nur, wenn er klug genug ist, rechtzeitig seine Stacheln auszufahren.

Igel auf der Wiese

Aus der Reihe: Was die Natur mich lehrt.

Zukünftiges

Die Zukunft der Solidarität ist ungewiss. Einstehen für einander ist nicht mehr Teil der Gesellschaftserzählung. Gemeinschaften werden auseinander gerissen und lassen sich auseinander reißen.

Die Selbstoptimierungsstrategien verkaufen sich gut und trotzdem zeigt jede wissenschaftliche Studie, dass Menschen sich am wohlsten fühlen, wenn sie Teil einer Gemeinschaft sind.

Kann es sein, dass wir uns im Kreise drehen?

Schattenbibliothek

Heute ein neues Wort gelernt: Schattenbibliothek.

Heute ein neues Produkt kennengelernt, das Reinigungs- und Pflegemittel zugleich ist. Natürlich, nachhaltig, vegan und fair.

Ein Abfallprodukt der derzeitigen Lektüre. Das wunderbare Buch über das Schreiben von Doris Dörrie mit dem Titel: Leben, schreiben, atmen.

Journal18102019

Balkonblick bei Nacht
In der Ferne ist die Silhouette eines Baumes im Wind zu sehen, der Mond scheint durch den Baum hindurch, die Lichter der Autobahn sind in der Ferne zu erkennen

Der Tag liegt schon eingerollt in der Ecke. Bewältigt mit Disziplin und Routine. Ein sanfter Liebeshauch streift mein Gemüt. Die alten Schlager summen immerzu in meinem Kopf.

Ich bin süchtig nach Erinnerung.

Tausend Fragen 51-60

51. Wen hast du das erste Mal geküsst? Keine Ahnung.

52. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen? Im Ernst? Welches Buch? Es gibt eine ganze Bibliothek von Büchern, die einen starken Eindruck bei mir hinterlassen haben. Das letzte in der Kategorie Fiktional: Die Triologie „Das Leben des Vernon Subutex“ von Virginie Despentes. In der Kategorie Sachbuch: „schwanger werden können“ von Antje Schrupp. Dann noch die Kategorie Besondere Bücher „Sjøland“ von Herbert E. Wiegand und Heike Schmitz aus dem Verlag Round not Square (Verlag für Buchrollen).

53. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus? Mein Brautkleid war blutrot und sehr durchsichtig mit kleinen silberfarbenen Spiegelchen im indischen Stil gehalten und ich habe es geliebt.

54. Fürchtest du dich im Dunkeln? Nicht mehr.

55. Welchen Schmuck trägst du täglich? Leider keinen mehr. Früher mochte ich gerne Halsketten aller Art, aber die Allergie lässt das nicht zu und Goldschmuck oder so ein Kram passt nun wirklich nicht zu mir.

56. Mögen Kinder dich? Nur die, die mich kennen. Den anderen schaue ich wohl zu böse.

57. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino? Krimis?

58. Wie mild bist du in deinem Urteil? Ha, mild kann ich. Sehr sogar. Bis zu einem gewissen Punkt und dann gibt es einen gewissen Moment, da wird mein Urteil steinhart. Unbreakable.

59. Schläfst du in der Regel gut? Ja.

60. Was ist deine neueste Entdeckung? Dass ich mich erhole, indem ich meinem Tag eine andere zeitliche Struktur gebe, als gewohnt.

Die Fragen stammen ursprünglich aus dem Flow Magazin, und Beyhan hat daraus eine PDF-Datei erstellt.

Journal16102019

Wenn eine gegenüber vom Frankfurter Bahnhof arbeitet und täglich dort zugange ist, lernt sie so nebenbei die Gefahrenlage einzuschätzen.

Haha.

Am Montag dachte ich plötzlich, was ist das? So viel Polizei, der kleine Seiteneingang dicht und NINA*** warnt mich nicht?

Hab dann später erklärt bekommen, dass der Adel heutzutage per Zug anreist und ein Gleis dafür gesperrt bekommt.

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NINA:

Mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-AppNINA, können Sie wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung oder einem Großbrand erhalten. Optional auch für Ihren aktuellen Standort. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert.

Nachtrag: Für Hessen gibt es noch die KATWARN App.

Die beiden Apps ergänzen sich gut.

Journal15102019

Die Nachrichten aus der Welt sind grausam. Die Menschheit zeigt mal wieder ihre hässliche Fratze. Das sind die Zeiten in denen es schwierig ist, Haltung zu bewahren. Den Optimismus und die Kraft nicht zu verlieren.

Weitergehen ist nur möglich, wenn wir unsere Seele schützen. Einfacher gesagt als getan. Ich weiß.

Unsere Aufgabe ist das Weiterleben. Die Hoffnung nicht zu verlieren.