31. Welches Buch
hast du zuletzt gelesen? Ich lese gerade „Das flüssige Land“ von Raphaela Edelbauer und zuvor
habe ich „Das Leben des Vernon Subutex“ Band 1 und Band 2 von Virginie
Despentes gelesen. Auf den Band 3 warte ich noch in der Onleihe.
32.Warum hast du
die Frisur, die du jetzt trägst?
Sie gefällt mir.
33. Bist du von
deinem Mobiltelefon abhängig?
Bin ich von meinem Geldbeutel abhängig? Ja.
34. Wie viel
Geld hast du auf deinem Bankkonto? Genug
zum Leben.
35. In welchen
Laden gehst du gern? In die Drogerie.
36. Welches Getränk bestellst du
in einer Kneipe? Rotwein. Allerdings gehe
ich nur noch selten in Kneipen.
37. Weißt du
normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen? Oh,
was ist das für eine Frage? Darauf gibt es mehr als eine Antwort. Gut, wenn ich
mich für eine Antwort entscheiden muss: Meistens.
38. Wenn du dich
selbstständig
machen würdest,
mit welcher Tätigkeit?
Die paar Male in meinem Leben in denen ich selbstständig Geld
verdienen musste waren sehr hart. Mit Nachhilfe, Putz- und Reinigungsarbeiten
und all so Kram. Ich verbinde mit Selbstständig arbeiten keine großen
Freiheitsgedanken, obwohl ich auch die fremdbestimmte Arbeit als sehr hart
empfinde. Es ist schade, dass es unsere Gesellschaft nicht schafft,
menschlichere Arbeits- und Rahmenbedingungen zu schaffen. Vielleicht ist mir
deshalb auch der Wirtschaft-ist-Care-Gedanke so wichtig. Kümmern: um
Menschen und Umwelt.
39. Willst du
immer gewinnen? Nein, aber ich mag auch
nicht verlieren. Oft möchte ich mich gar nicht messen. Jedenfalls nicht mit anderen
Menschen. Eher mit mir selbst.
40. Gehst du in die Kirche? Nur wenn es die Konvention erfordert bzw.
erwünscht.
Die Fragen stammen ursprünglich aus dem Flow Magazin, und Beyhan hat daraus eine PDF-Datei erstellt.
In meinem nächsten Leben möchte ich gerne als Igelin zur Welt kommen. Mich zur wehrhaften Kugel zusammenrollen können und mich privat und beruflich in meinen Bau zurückziehen dürfen.
In meinem vorherigen Leben durfte ich mich als Schnecke jederzeit in mein Haus zurückziehen, nahm das gute Karma mit zur Seelenwanderung und wurde im Zeichen der Schnecke in dieses rastlose Leben geboren.
Vergessen ist ein schweres Wort. Bringt so viel aus dem Gleichgewicht. Aber es lässt auch neue Bindungen wachsen. Ungeahnte. Un vermutete. Es ist gut, dass ich nicht weiß, wo mir der Kopf steht. Sonst könnt ich ihn verlieren.
Wenig besitzen, um reich zu sein. Eine soziale Romanzenfiktion. Wunschdenken vom Mittelstandsthron aus gesteuert.
Das Wochenende herbeigesehnt. Mich auf Stille freuen. Und auf angenehme Temperaturen. Hoffentlich.
Claudia stützt ihren Kopf auf die Hand und sieht erschöpft in die Kamera
Die beiden Pflanzen im Büro streben nach Vereinigung. Die Grünlillie tastet sich mit ihren Ablegern bis zur Hängesukkulente und pflanzt sich in deren Topf. Die Sukkulente sagt sich, was du kannst, kann ich schon lange und folgt ihrem Beispiel. Sie müssen das sehr geschickt und geheim im Laufe der letzten fünf Tage miteinander ausgemacht haben.
Das Leben des Vernon Subutex von Virginie Despentes hat es in sich. So viele diverse Charaktere und Schauplätze. Das Buch ist eine Wucht. Die Erzählung durch und durch gute Unterhaltung. Sie scheint kein Ende zu nehmen.
Anders der Pixeltänzer von Berit Glanz auf den ich mich so freute. Ein gutes Buch. Das ganz bestimmt. Auch originell. Aber so durch und durch konstruiert, dass es etwas steril wirkt im Kontrast mit der Lebendigkeit der Vernon-Erzählung.
Es ist ein bisschen wie beim Essen. Ob und wie der zweite Gang schmeckt hängt nicht unerheblich vom ersten und vom dritten Gang ab. Oder vom dazugereichtem Getränk.
Antje Schrupp hat ein Buch über das SchwangerWerdenKönnen geschrieben. Ein Buch voller Recherchedetails und Nachdenkarbeit. Die Welt ist komplizierter geworden. Aus dem Schwangerwerdenkönnen folgt nicht per se ein Kinderwunsch. Und: Schwangerschaft endet nicht zwingend mit Geburt. Kinder wollen und kriegen auch Menschen, die nicht schwanger werden können – davon träumen sogar immer mehr. Die Realität und die Wissenschaft sind längst an der Gesellschaft vorbeigerannt. Was heute noch als Meinung diskutiert wird, steht schon lange als politisches Problem im Raum.
Cover von Antje Schrupps Buch mit dem Titel Schwangerwerdenkönnen
Antje Schrupp macht Vorschläge wie damit umgegangen werden kann, dass Elternschaft längst nicht mehr nur an Vater- und Muttersein gebunden ist. Oder besser Schwangerschaft nicht an das Muttersein. Ich bin noch dabei diesen „Elefanten im Raum“ zu bestaunen.