Angeschlagen und angezählt. Wie beim Boxen. Das Schicksal haut dir eine rein und du warst nie gut darin, dir Deckung zu geben. Zäh bist du trotzdem und unterkriegen willst du dich noch nicht lassen. Der Trotz feuert dich an.
Take care! Das denke ich bei mir. Take care! Mit dem Kopf durch die Wand geht meistens schief. Trotz ist kein weiser Ratgeber, kein guter Antrieb.
Mag ihr Ruf noch so schlecht sein: Manchmal ist das Fähnchen im Wind die Metapher mit dem gutem Karma.
Die Altersweisheit lässt weiter auf sich warten. Manchmal scheint es im Büro ein geheimes schwarzes Ressourcenloch zu geben. All meine Energie verliert sich dort und ich hoffe, dass sie durch ein Wurmloch direkt zu einem meiner Ichs in einem Paralleluniversum geleitet wird.
Für dieses Amt-Universum gibt es keine energetische Hoffnung mehr. Es sei denn, ich finde die passende Wünschelrute, mit der es mir gelingt, das alles verschlingenden schwarze Loch zu finden und es mit gutem Karma charmant zu neutralisieren.
In der Blink-App tauchen nacheinander Bücher auf, die sich mit der finanziellen Selbstbestimmung von Menschen beschäftigen. Gestern war das Buch von Madame Moneypenny dran, die sich speziell an Frauen wendet. Gut verdienende Frauen, so schätze ich ihre Zielgruppe ein. Mich macht es immer ein bisschen traurig, wenn ich sehe, wie wenig finanzielles oder wirtschaftliches Grundwissen verbreitet ist. Der Konsum fegt alle andere Prioritäten hinweg. Alles ist wichtiger. Dabei ist eine wichtige Säule der Existenz unseres Daseins in dieser Gesellschaft doch unsere finanzielle Basis.
Für alle, die nicht zu den Drittel der Erbenden gehören, sieht es eher schlecht aus mit der Altersvorsorge. Also besser jetzt genauer hinschauen als später.
Kalt war der Mai bisher, das soll sich ändern. Die Wettervorhersage verspricht Wärme. Warm im Herzen ist mir längst. Ich lese in den Aufzeichnungen der vergangenen Jahre und merke gerade, was für einen Schatz ich mir damit bereitet habe. Da liegt sie ausgebreitet vor mir: meine Vergangenheit.
Besonders die wunden Punkte berühren mich.
Die Zweisamkeit tut mir gut, denke ich beim Gang durch das Treppenhaus. Die Zweisamkeit ist ein Genuss.
Jammern auf jedem Niveau. Das ist die hohe Kunst, die ich perfekt beherrsche. Immer gibt es etwas, das mich zum Fürchten bringt. Manchmal zum Befürchten.
Atypical – das ist zur Zeit meine liebste Netflix-Serie. Ich mag die Stimmen der Figuren so gerne und überlege, warum sie so besonders sind.
Der Montag kommt immer schneller als du denkst. Im Galopp holpert das Wochenende vorüber. Ein verregneter Samstag, ein Sonntag mit unterkühlter Sonne. Und schon kündigt sich das Büro wieder an und hisst die Arbeitsflagge.
Duolingo meint, ich hätte bisher 824 türkische Worte gelernt. Meine persönliche Einschätzung liegt bei 18. Seit Kuba liegt mein Strike bei 64 durchgehenden Tagen spanisch, portugiesisch und türkisch. Die Übungen sind immer nur kurz. Trotzdem bleibt die Herausforderung, den täglichen Anschluss nicht zu verlieren. Ich liebe es.
Es ist es gut, dass in den vergangenen Jahren immer die kubanische Offlinezeit als Strike-Brecher dazu kam. Denn manchmal kann ich gerade zu manisch-besessen sein. Ein rechtzeitig Cut schützt davor.
Zur Entspannung dann den #landart kucken, da gibt es spannende, atemberaubende oder poetische Sachen zu sehen. Im nächsten Leben werde ich bestimmt Landart-Künstlerin.
Mich macht der #llanca auf Instagram kirre. Wie kann das sein, frage ich mich. Wie kann das sein, dass dieser Ort so präsent ist? Einfach da. Dabei bin ich nicht dort.
Die Wehmut kratzt mich ein bisschen. Vielleicht sogar etwas wie Heimweh. Ich sehe die Bilder und sehne mich.