Meine Lebenslautstärke mag ich lieber leise.
Zart und sanft.
Zu viel Leben war schon immer schädlich für mich. Im-Zeichen-der-Schnecke-Geborene brauchen einen besonderen Schutzraum. Einen schallgeschützen Raum, der geeignet ist für die abgedämpfte Lebenslautstärke.
Von der Lebensgeschwindigkeit will ich jetzt erst gar nicht anfangen.
(Alte Erfahrungen – immer wieder neu ins Gedächtnis gerufen.)
Symbolbild.
Ohne Durchblick.
Aber abgekühlt.
Für einen Augenblick.
Das Gewitter, das die Luft doch nicht reinigt.
Viel Hoffnung.
Immer wieder.
Hoffnung.
Heiß, viel zu heiß.
Schwül und drückend. Bin mir nicht sicher, ob dieser Zustand noch unter die Wertung „lebendig“ fällt.

Denke darüber nach, ob nicht grundsätzlich ein Strategiewechsel in meinem Arbeitsleben angesagt ist. Zu viel vertane Energie in den Wind gesetzt. Aber das ist eindeutig ein Frevel. Den Energieeinsatz minimieren, wäre ein brauchbares Ziel. Mit Mitte 50 eine Lebensnotwendigkeit.
Ist nur die Frage, ob es mir gelingt den Impuls zu unterdrücken, der alles besser und anders und mindestens perfekt machen will.
Die tägliche Dosis öffentlich-rechtliche Propaganda führt schleichend zum Tod der Menschlichkeit. Anstelle der Menschlichkeit treten eine lästige Besserwisserei, Überheblichkeit, Entsolidarisierung und eine für mich merkwürdige Überempfindlichkeit bei alltäglichen Vorkommnissen.
Ein Vogel, der gegen eine Glaswand fliegt, bekommt mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung als Kinder, die unter unzumutbaren Rahmenbedingungen aufwachsen. Überhaupt findet Mitgefühl fasst überhaupt nur noch statt, wo es kein – oder nur privates – Handeln erfordert.
Die Erforderlichkeit von politischem Handeln wird von vielen nur bei abstrakten Themen erkannt.
Armut wird wie in alten Zeiten als Schicksal angesehen. Pech gehabt, wenn es Dich betrifft.
Seltsam in einer Zeit in der die Religionen so viel Macht ausüben. Barmherzigkeit ist eine der Haupttugenden all dieser gängigen Religionen.
Mir würde ein bisschen Menschlichkeit schon genügen. Menschlichkeit. Solidarität mit den Schwachen.
#ThisIsACoup
verloren zwischen den Rädern des Neoliberalismus
Fuck you, Austerity!
die Propagandamaschinerie leistet zu gute Dienste
gut und böse streng sortiert
#ThisIsACoup
bedroht und erpresst
kein Atem mehr
die Hoffnung ist schon lange gestorben
wenn nichts mehr geht herrscht der Saubermann mit Koffer
OXI heißt nein!

OXI – wenn nichts mehr geht.
EZB-Studie zur griechischen Tragödie.
claudia Juli 17th,2015
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Bei irgendeinem Magazin habe ich gestern einen Satz gehört, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Es ging um die Ausstattung einer Spezial-Polizeieinheit. Die wurde mit Stolz präsentiert und dann fiel der Satz:
„Wir wollen den Terroristen auf Augenhöhe begegnen.“
Das erklärt mir einiges. Hier wird unbewusst das deutlich, was so viele staatliche Organisationen bestreiten: Dem Verbrechen auf Augenhöhe begegnen. Dem Rechtsbruch auf Augenhöhe begegnen.
Eine Polizei, die ihren Wertmaßstab an Terroristen ausrichtet, ist eine Gefahr für die Demokratie.
In alten Fotos kramen. Nur ein kleiner Teil meines Foto-Schatzes ist seit dem Umzug für mich zugänglich.
Hab den größten Teil meiner bildlichen Vergangenheit immer noch in Frischhaltefolie eingepackt.
(War einer dieser genialen Umzugstipps, alles was lose ist einfach in Frischhaltefolie einpacken) Und da steht meine Vergangenheit jetzt gut verpackt in der geschützten Dunkelheit und ich traue mich nicht dran.
„Lass sie wo sie sind!“ ruft eine Stimme in mir. „Lass sie ruhen und reifen. Es kommt die Zeit, da werden sie Dich trösten.“
Werden sie das? Es ist lange her, dass ich diesen Stimmen in mir bedingungslos vertraute. Nicht immer sprach die gute Fee aus ihnen.
Das Bild in diesem Blogeintrag ist ein kleiner Ausschnitt. Die Geschwister sitzen links von mir. Dort, wo mein Herz schlägt. Ich sehe nicht traurig aus auf diesem Foto. Auch nicht in mich gekehrt.
Früher dachte ich, wenn ich groß bin, denke ich an das Kind, das ich war und werde es trösten.
Heute merke ich, das Mädchen auf dem Foto tröstet mich.
claudia Juli 11th,2015
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+++ eine Frau trägt rot und ihr Herz schlägt links +++ kryptische Selbst Beschreibungen +++ aus der Haut fahren als Schmerzerfahrung +++ ich bleib drin in meinem Leben +++ besser Morgen als heute +++ und dann wieder mittendrin und nicht dabei +++ vom Hiersein und vom Weggehen +++ träumen auf offenen Wegen +++ samtweiche Steine erfinden +++ im Abendlicht das Grün berühren +++ und hoffen +++ und hoffen +++ und lieben +++
Ich mag es, wenn die Blogeinträge auf Liebe enden.
Gemeinsamer NGO-Appell
Die Digitale Gesellschaft hat sich heute gemeinsam mit dem Förderverein Freie Netze e.V. und dem Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. mit einem Schreiben an die EU-Kommission gewandt. Darin rufen sie die Kommission dazu auf, den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Neuregelung der Störerhaftung von WLAN-Betreibern und Hostprovidern zu stoppen.
Heute haben wir uns gemeinsam mit dem Förderverein Freie Netze e.V. und dem Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. mit einem Schreiben an die EU-Kommission gewandt. Darin rufen wir die Kommission dazu auf, den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Neuregelung der Störerhaftung von WLAN-Betreibern und Hostprovidern zu stoppen.
Die geplanten Änderungen sind nicht mit dem EU-Recht vereinbar. Insbesondere verstoßen sie gegen die Vorgaben der E-Commerce-Richtlinie und gegen europäische Grundrechte. Die Regelungen zur WLAN-Störerhaftung schaffen zudem neue Rechtsunsicherheiten für Funknetzbetreiber, die ihre Zugänge für Dritte öffnen wollen. Dadurch wird eine flächendeckende Versorgung mit offenen WLAN-Netzen verhindert, was negative Auswirkungen auf Meinungs- und Informationsfreiheit, politische Teilhabe und die hiesige Online-Wirtschaft hat. Auch die Verschärfung der Haftung von Host-Providern macht den rechtssicheren Betrieb von Cloud-Diensten und Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten in Deutschland faktisch unmöglich.
Der gemeinsame Appell kann hier eingesehen werden.