Ganz viel von Euch füllen ja immer diesen Jahresendzeitfragebogen aus und ich lese auch immer sehr interessiert, die Antworten.
Aber ich merke dabei auch immer, dass ich es meinem Leben nicht antun will, es freiwillig in so einen Fragebogen zu stecken.
Ja, ja so ist das mit der Doppelmoral.
Da ist er wieder: der letzte Tag im Jahr. Sülwesta – ich bin die Rechtschreibung-Korrekturen so leid, deshalb heute mal in dieser Variante.
Sülwesta, der Tag an dem die Selbstgerechten zur Hochform laufen. Nicht nur beim Thema Rechtschreibung und Tierhaltung.
Aber auch der Tag, der alt und neu unterscheidet. Kein Tag zum Feiern, aber ein Tag der Besinnung bei mir. Ein Tag an dem ich Morgens schon 3sat anschalte. Lass mich mit Alt-Herren-Pop berieseln, obwohl sie es immer noch nicht schaffen, den Frauen ihren Raum zum Singen zu geben.
Ein Tag, der durch mich hinwegfliesst. Oder eher mit mir dahin fliesst.
Wie auch immer: ein Tag der mir zur Verfügung steht. Mit Erinnerungen, Sehnsüchten oder auch Träumen.
Mein Tag.
Alles Liebe von Herzen für Euch im Jahr 2015!
They try to bury us, they didn’t know we are seeds.
Schöner Spruch. So optimistisch. Aber vielleicht trifft er öfter zu als ich mir vorstellen kann.
Was das alles kostet!
Antje ärgert sich über fortwährenden Berechnungszwang.
Und von mir dazu noch der Kommentar:
Was für merkwürdige Milchmädchenrechnungen das alles sind! Nichts gegen die Milchmädchen, die haben es wahrscheinlich richtig gemacht und in ihrer eigenen Währung gerechnet. Darauf sollten wir auch bestehen:
Eine Rechnung, die Unbezahlbares verbirgt? Zurückweisen!
Eine Rechnung, die Umweltschäden nicht enthält? Zurückweisen!
Eine Rechnung die sozialen Schaden verbirgt? Zurückweisen!
Eine Rechnung, die Menschenleben kostet? Zurückweisen!
Mir fallen da durchaus noch mehr verborgene Kosten ein, die nicht hinnehmbar sind.
Ich hatte heute Morgen kurz vom Congress gebloggt. Aber den Artikel hat die NSA geklaut. Oder rivalisierende Geheimdienste. Dreimal wurde er leer hochgeladen und zum Schluss war er einfach so verschwunden.
Macht nichts.
An Merkwürdigkeiten werden wir uns immer mehr gewöhnen müssen.
10 Jahre Hartz IV und all meine Befürchtungen sind wahr geworden. Die Diskriminierung, die Verunglimpfungen, die armselige Armut.
Armselig für die Gesellschaft. Für den Wohlstand, in dessen Schatten diese Armut so erfolgreich gezüchtet wurde.
Womit ich nicht gerechnet hatte: dass das alles so leise und aseptisch passiert. Dass die unmittelbar Betroffenen sich nicht wehren können war mir klar.
Meine Hoffnung waren die, die in den Dunstkreis dieser unsäglichen Massnahmen gerieten. Das konnte doch nicht sein, dass die potentiell Gefährdeten so ruhig blieben. Das konnte doch nicht sein, dass die Angehörigen, die Freunde und die Bekannten das Unrecht mittrugen. Das konnte doch nicht sein, dass diese Ungerechtigkeit keinen Aufschrei auslöste.
Das konnte doch nicht Wirklichkeit werden?!
Doch. Der Alptraum wurde wahr.
Wichtige, aber unterschätzte Strategie für das gesunde Gemüt.
die ruhigen Tage
ins Herz fallen lassen
so tief, dass sie mit Genuss
in die Seele plumsen
claudia Dezember 25th,2014
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Weihnachten |
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Sie ist nicht weit verbreitet, die Weihnachtsimmunität und deshalb wärme ich den alten Blogbeitrag von mir noch mal auf.
Damit sie nicht untergeht im Rummel.
claudia Dezember 24th,2014
Fühlen,
Gedanken,
Leben | tags:
Weihnacht |
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Feiern tue ich Weihnachten ja nicht. Aber ich hab gehört, man darf sich was wünschen und so wünsche ich mir jedes Jahr von Neuem, das einzige, das mir wirklich am Herzen liegt.
Leider geht mein Wunsch nie in Erfüllung, das bedaure ich zutiefst.
Hat lange gedauert bis der Begriff bei mir angekommen ist.
Verheißt nichts Gutes, dieses Clickworking.
claudia Dezember 22nd,2014
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Armut,
Leben,
Wirtschaft |
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