Leise
Leise und vorsichtig taste ich mich am Leben entlang.
Manchmal kurz einhaltend. Dem Tod eine Lücke überlassen.
Er nimmt sich, was er liebt / braucht / möchte.
Leise und vorsichtig taste ich mich am Leben entlang.
Manchmal kurz einhaltend. Dem Tod eine Lücke überlassen.
Er nimmt sich, was er liebt / braucht / möchte.
Das letzte Licht über dem Neckar.
Der Fluss strahlt Ruhe aus. In der Nacht noch mehr als am Tag. Die Lichter zittern dann leicht über das Wasser.
Manche gleiten auch darüber.
Am Fluss ist Leben.
Kraft und Energie.
Die Rhetorik rüstet auf. Das Vokabular wird kriegerisch, die Bilder verstörend, die Geschichten bestialisch.
Nur niemanden kalt lassen. Alle mit rein ziehen. Niemand soll zum Denken kommen. Bloß nicht Nachdenken. Sonst könnten ja die Zusammenhänge klar werden. Wem welche Firmen gehören könnte ins Bewusstsein rücken.
Das gilt es zu verhindern.
Klappt auch ganz gut. Wer für den Frieden ist, begeht ein Verbrechen an den Unschuldigen.
Alles schon mal dagewesen. Alles altbewährt. Ein bisschen aufpoliert noch und zeitgemäß gepusht.
Sieht aus wie neu.
Scheint zu funktionieren, das Kriegsgeheul.
Ich bin eine Freundin des Genossenschaftskonzepts. Durch und durch und finde manchmal, dass es schade ist, dass dieses Konzept sich nicht in mehr Lebensbereichen durchgesetzt hat.
Um so begeisterter bin ich jetzt, dass das Projekt Der Sender den Genossenschaftsgedanken realisieren möchte.
Ich wäre gerne dabei.
Aus aktuellem Anlass: Kinder von Bettina Wegener
Ist so’n kleines Rückgrat, sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen, weil es sonst zerbricht.
Grade klare Menschen, wär’n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat, hab’n wir schon zuviel.
Darf man den Papst eigentlich zurückschlagen?
Oder ihn in die Wüste schicken, dort kann er dann mit dem Teufel sein Wertesystem diskutieren? So ging die Geschichte doch?
Aber vielleicht hat er das längst getan. Das würde einiges erklären.
Sind doch nur kleine, feine Kinderseelen. Die halten ein paar Kläpse, eine Portion Demütigung und ein bisschen Missbrauch schon aus.
So es Gott will – sollte ich vielleicht noch dazu schreiben.
Scheinheiligkeit hat jetzt einen Namen.
Es gibt eindeutig zu viele Seelensauger. Zombies, die sich durch das Aussagen von Seelen Lebensenergie rigoros sichern.
Im Zeichen der Schnecke geborene tun sich schwer, wenn das Schneckenhaus angeknakst ist.
Ein Schlussstrich fordern die Uneinsichtigen.
Die Beiläufigen scrollen sich durch den Tag.
Dieser Tag hat auf einer Skala von 1-10 jede mögliche Zahl erreicht. Selbst die mit drei Nachkommastellen.
Menschen ärgern sich, Menschen langweilen sich, Menschen machen sich wichtig, Menschen töten sich.
Noch mehr Menschen töten andere. Im Geist, im Herzen, in der Seele oder gleich ganz: mit Haut, Haar und Knochen.
Ich könnte auch optimistisch sein. Rein theoretisch.
Aber praktisch wäre das ein Desaster.
Liebe ist eine Option.
Immer noch.
Und immer wieder.
„Von der Hand zum Hirn und nie wieder zurück“ trifft den heutigen Informationskonsum ziemlich genau. Vielleicht ist das Problem gar…