Antje war auf Toilette
Das mit der als Trinkgeld getarnten Toilettengebühr kennt ihr? Ziemlich übel was sich da gewisse Menschen ausdenken.
Antje war auf Toilette und hofft, dass sie das Problem auf ihre Weise gelöst hat.
Das mit der als Trinkgeld getarnten Toilettengebühr kennt ihr? Ziemlich übel was sich da gewisse Menschen ausdenken.
Antje war auf Toilette und hofft, dass sie das Problem auf ihre Weise gelöst hat.
Ich weiß: das Leben ist nicht fair.
Nicht fair, nicht gerecht – und auch kein Ponyhof sei es. Aber da habe ich meine Zweifel.
Das Leben kann vieles. Aber leider wissen wir nur selten, welche Melodie es als nächstes anstimmt oder welches Spiel es uns aufzwingt. Sich verweigern bringt da gar nichts und dass Du Spielregeln nicht magst, das stört nicht weiter. Manchmal gaukelt es Dir vor, dass Du dirigieren darfst und wenn Du jung bist, fällst Du vielleicht auf diese Illusion herein.
Aber es belehrt dich großzügig in einen unerwarteten Moment und zeigt ganz nebenbei, dass es selbst am Steuer steht.
Mir bleibt nur, am Abend alleine auf dem Balkon zu stehen und dem Leben zu huldigen.
Gut zusammengetragen und übersichtlich. Aber auch erschlagend.
Ein geheimes Abkommen nach dem anderen. Ziemlich übel.
Tag für Tag ein wenig Ballast abwerfen. War notwendig geworden, denn die Last hatte sich angesammelt. Solange bis sich nichts mehr draufsatteln ließ.
Jetzt ist die Zeit wieder einiges loszuwerden. Mal hier und mal dort – und immer darauf achten, dass nicht heimlich neuer Ballast aufgeladen wird. Nicht von mir, nicht von anderen.
Insgeheim vergnügt.
Ein bisschen Freude über die wiedergewonnene Beweglichkeit.
Das Leben fühlt sich von Tag zu Tag wieder lebendiger an. Es geht auf Weihnachten zu. Meine schönen, wunderbaren Nicht-Feiertage. Ich liebe diese Zeit. Je hektischer meine Umwelt wird, desto mehr bin ich mir meiner Freiheit bewusst.
Das Leben ist schön.
Mein Leben ist schön.
Das Glück schleicht sich oft wortlos an.
Wer foltert hat die Freiheit aufgegeben. Die Freiheit, die Demokratie und die Menschlichkeit.
Eine erfolterte Sicherheit kann es nicht geben. Überhaupt: was soll das für eine Sicherheit sein? Eine Sicherheit, die einschliesst, dass ich oder eine bzw. einer meiner Liebsten gefoltert werden könnte?
Das ist unwahrscheinlich? Das wird die, die es trifft nicht beruhigen. Mich auch nicht.
Folter ist eine der perfidesten Formen der Gewalt. Verpackt in das Mäntelchen der Sachlichkeit. Der Vernunft.
Schlecht verpackt.
mich müde seufzen
bis der Staub der Arbeit
von meiner Seele bröckelt
Ja, ja. Die BahnCard wird abgeschafft. Müssen ja nicht alle Bahn fahren. Reicht ja, wenn die Menschen Bahn fahren, die es sich leisten können. Die anderen können sich günstig in die leeren Züge setzen. Spielt ja auch gar keine Rolle, wann und wo ich wohin muss. Platz machen für die Betuchten. Ganz im Zeichen der Zeit.
Ab in die Busse mit euch!
Da seid ihr unter euresgleichen.
Ach, wie mir das alles auf die Nerven geht. Ein Land braucht Infrastruktur. Öffentlich zugängliche Infrastruktur. Ohne die gibt es kein Gemeinwesen. Ist doch alles altbekannt.
Der Raubtierkapitalismus frisst sich durch. Bis es nichts mehr zum Fressen gibt.
So weit, so langweilig, so aufregend, so unbegreiflich unvernünftig.
Heute für einen Augenblick das Licht am Ende des Arbeitstunnels gesehen.
Wer weiß schon, dass Glück in homöopathischen Dosen die größte Wirkung entfaltet?
Das größte Tabu – so oft ist davon die Rede.
Als sei das größte Tabu eine Auszeichnung.
Wer kokettiert, kennt das Elend nicht.
Nur die Liebe und den Hass, die kennen wir alle.