Benutzt jemand von euch einen VPN-Client? Auf dem PC oder auf dem Android-Handy? Wäre schön, wenn mir jemand einen Dienst empfehlen könnte.
Betreibt jemand einen Freifunk-Router? Ich würde gerne einen aufstellen, weiß aber nicht so recht wo ich mich persönlich informieren kann.
Ich wäre gerne mehr außer Reichweite der digitalen Standard-Überwachung. Aber wie soll das gehen?
Ich hab mal mit einem Brainstorming zu meinem persönlichen Verhalten angefangen.
Was mache ich gut? Was bereitet mir Kopfschmerzen? Auf welche digital überwachten Seuchen will ich trotzdem nicht verzichten?
Ich möchte die Ergebnisse jetzt hier nicht offenlegen, aber es tut gut zu merken, dass es auch Punkte gibt, die ich gut mache. Sehr gut sogar. Bei den anderen Punkten ist jetzt noch weitere Nacharbeit gefragt. Wie kann ich meine „Sünden“ kreativ entschärfen? Das wird die schwierigste Aufgabe, die aber sicher auch Spaß machen kann.
Wenn es ungemütlich wird, empfiehlt sich der Vorgang der Vereinfachung.
Ist leicht anzuwenden, praktisch und erfolgreich, wie eins an den folgenden Beispielen sieht:
„Snowden ist doch lediglich so eine Art Systemadministrator“ – ja, ja diese kleinen Würstchen mit den root-Berechtigungen
Überwachung – ist lediglich eine Mitschrift von Nullen und Einsen, vollkommen ungefährlich
Verschlüsselung – ist lediglich eine Methode Dateien gut vor dem eigenen Zugriff und dem Unterbewusstsein zu schützen
Heartbleed – ist lediglich ein weiterer Anlass, die Passwörter zu andern, wie nach dem großem Passwortklau, dem kleinen Serverhack oder wegen der neuen Frühjahrskollektion
Es ließen sich noch weitere Beispiele finden. Aber mich interessiert dann doch eher diese einfache Kleinigkeit:
Wann kommen die digitalen Bürgerrechte?
Besinnliche Leidenschaft am Morgen. Tage, die sich bruchstückartig zusammensetzen. Der Frühling ein Traum mit Polleneinlage. Von allen Seiten gibt es Lichtblicke. In der Ferne kapitalistisches Dauergrollen.
Tausend Gedanken und noch mehr Gefühle. Das ist das, was sich profan mein Alltag nennt.
die Worte schlagen
im Wettstreit mit
der Faust
Funken durch die Seele
Außer Reichweite – so hieß das Barcamp auf dem ich am Samstag war.
Außer Reichweite – da wäre ich jetzt gerne.
Außer Reichweite und unüberwacht. Außer Reichweite in einer gewaltfreien Umgebung.
Warum mir die Gewaltfreiheit so wichtig ist?
Ich verstehe nicht, dass sich diese Frage überhaupt stellen kann.
Gewalt entsteht aus Gewalt. Immer wieder. In einer Endlosschleife.
Ich bin nicht unverletztlich. Im Gegenteil.
Nicht mal virtuell. Höchstens fiktional.
Also wünsche ich mir ein gewaltfreies, fikonales Schneckenhaus für mich. Die einzig denkbare Alternative, wenn ihr mir meine gewaltfreie Umgebung nehmt.
claudia April 6th,2014
Fühlen,
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#wastun |
1 Comment
das Rennen gewinnt / ganz unverhofft / das Gras das den / Wind schneller fliegen / lässt als die Drachen steigen
Christiane setzt sich mit den behinderten feindlichen Aussagen eines Sprechers der Aktion Mensch auseinander.
Wie immer klug, sachlich und gleichzeitig sehr direkt.
Letzte Woche schrieb sie einen ebenfalls großartigen Artikel über die Kammerspiele Hamburg, die es trotz umfangreicher Subventionen nicht schaffen, ihr Haus barrierefrei zu machen. Aber Stücke in denen Nichtbehinderte Behinderte spielen, das klappt ganz gut. Und wenn Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer dagegen demonstrieren, dann kommt das Zensur gleich. Oder ist ein unangemessenes Aufführungsverbot, meint der verantwortliche Leiter.
Christiane bleibt immer sachlich, pragmatisch, ruhig und erklärt, warum das was diese Menschen von sich geben, Unsinn ist.
Ich hoffe, von dieser Haltung kann ich mir etwas abschauen. Könnte ich gerade sehr gebrauchen.