Treffen in Frankfurt
Wie sieht es mit Donnerstag, 27.09.2012 aus? Zwei Zusagen hätte ich schon.
Kein Ausweg aus der Falle
In welcher Welt möchte ich leben? Ganz sicher nicht in der, die mir die Juristen als die rechtmäßige verkaufen.
Das kann doch nicht sein!, empöre ich mich und bin wieder einmal reingefallen. Die Welt in der ich lebe ist meilenweit entfernt von der, in der ich leben möchte.
Ich wünsche mir, dass 15-jährige in dieser Welt sicher sind!
Wenigstens theoretisch, wenigstens rechtlich – und dann gleich anschließend auch in der Praxis: Immer und überall.
Das Urteil des Landgerichts Essen, mit dem eine bewiesene Tat mit Freispruch endet und die Empörung beginnt
Von Fällen zu sprechen, wenn es um menschliche Schicksale geht, ist unangemessen und trotzdem Gewohnheit. Vor allem bei Juristen.
„Es war nicht in einer schutzlosen Lage. Es hätte weglaufen oder Hilfe rufen können, aber es hat alles über sich ergehen lassen. Das reicht nicht, um jemanden zu bestrafen“.
Es, das Mädchen, nicht sie, die junge Frau von 15 und zum Zeitpunkt des Verfahrens vor dem Landgericht Essen 19 Jahre alt. „Es“ wurde nicht vergewaltigt, so die Sentenz einer Richterin vom vorigen Montag, und die Medien des Mainstreams stimmen ein.
Nachtrag: Wütend sind auch Marlen_e und Nele.
Freedom not Fear
Vom 14. Bis 17.09.2012 findet in Brüssel die Freedom-Not-Fear-Demo in Brüssel statt.
Slutwalk Berlin

SlutWalk Berlin
PRESSEMITTEILUNG Berlin, 4.9.2012
SLUTWALK gegen Verharmlosung von sexualisierter Gewalt. Für Selbstbestimmung!
Am 15. September 2012 findet nun in Berlin der zweite SlutWalk statt! Los geht’s um 14 h am Pariser Platz/Brandenburger Tor. Die Abschlusskundgebung findet am Strausberger Platz statt.
Redner_innen: NetzwerkB, Terre des Femmes, SlutWalkBerlin u.a.
Gehen wir gemeinsam auf die Straße gegen sexualisierte Gewalt und deren Verharmlosung, gegen Slut-shaming, Betroffenenbeschuldigung und Vergewaltigungsmythen! Und für unser Recht auf Selbstbestimmung hinsichtlich Körper, Geschlecht, sexueller Orientierung, Verhalten, Aussehen und Kleidung.
Demonstrieren wir laut oder leise, bittend, fordernd, wütend, schweigend oder schreiend – wie wir wollen! Aber vor allem solidarisch! Wir sind der SlutWalk, eine große, weltweite Bewegung, wer wir auch sind, wie wir uns definieren, wo wir herkommen oder hin wollen, wie arm oder reich wir sind, ob wir Schulabschlüsse haben oder nicht, ob wir politisch motiviert sind und/ oder persönlich betroffen.
Wir haben die Chance, die Dinge zu verändern! Ergreifen wir sie!
ICH BIN DER SLUTWALK:
Ich bin das kleine Mädchen*, die Frau* auf der Straße, der Junge* und Mann*, bin Mutter, Tochter, Ärztin, Sexarbeiter_in, ich bin der Ministrant, das Heimkind, das Riot Grrrl, bin Managerin, Straßenfegerverkäufer_in, ich bin alle Geschlechter und queer, bin nackt und hochgeschlossen, ich komme von allen Kontinenten und aus allen Städten, aus den unterschiedlichsten Häusern und bin auf allen Wegen, ich bin ein Mensch, der ein Recht auf körperliche Unversehrtheit hat – und ich bin ohnmächtig.
Pläne
Pläne für die nächste Zeit:
Ich werde das Unterschichtenblog wieder mehr befüttern. Zwischendurch mag mir der Elan abhanden gekommen sein, aber ich merke doch, dass mich das Thema Armut und Arbeitslosigkeit noch immer sehr beschäftigt. Vor allem der zynische. Umgang damit.
Es wäre schön wenn ich noch in der zweiten September-Hälfte wieder ein gemischtes GOWS-Bloggerinnen-nette-Menschen Treffen in Frankfurt realisieren könnte. Noch schöner wäre es dafür einen festen Termin zu finden, damit es regelmäßig stattfinden könnte. Obwohl: gegen den festen Termin spricht, dass der vielleicht dann manchen immer nicht passt.
Die featurette wollte ich noch mit einem Icon verlinken. Wird erledigt, sobald ich die Möglichkeit dazu habe.
Die Zeit
Die Zeit tut was sie kann: sie vergeht.
Peinlich
Der Humor mancher Menschen schmerzt mich, wenn ich ungewollt daran teilnehmen muss. Peinlichkeit, die mir nicht nur unter die Haut sondern durch alle Knochen geht. Fremdschämen ist das neudeutsche Wort dafür. Und wie ich mich fremdschäme! Und nicht glauben kann, dass das den Menschen wirklich Spass macht.
Das muss eine Geheimdienstaktion sein, die die Menschen unter Drogen setzt. Oder ist es einfach nur dekadenter Kapitalismus, der in seinen letzten Zügen liegt?
Ihr nennt es Junggesellenabschied und mir graut vor euch!



