Auf den wunden Punkt gebracht

Ich merke gerade, dass ich mich zu viel mit Dingen beschäftige, die mich nichts angehen. Sie interessieren mich zwar, aber sie berühren mein Leben nicht.
Nicht ist vielleicht ein bisschen krass ausgedrückt: sie berühren mein Leben nur am Rande.
Trotzdem stecke ich Zeit und Energie hinein, die ich für andere Dinge bräuchte. (Dinge ist gut in diesem Zusammenhang. Ich bräuchte die Zeit und Energie für mich.)

Aber wann war ich jemals weise?

Auf den Punkt gebracht

Es geht nicht um weibliche Solidarität, sondern um die Anerkennung weiblicher Autorität.

Antje Schrupp:

Ich frage mich, wann es angefangen hat, fehlende Radikalität für etwas Positives zu halten? Jedenfalls bin ich der Meinung, dass jede politische Theorie, die sich nicht um größtmögliche Radikalität bemüht, also darum, wirklich an die Wurzeln eines Problems vorzudringen, anstatt nur an der Oberfläche ein paar Dinge hin und her zu rücken, nichts wert ist. Möglicherweise vielleicht sogar kontraproduktiv, weil sie dazu beiträgt, die krassesten Begleiteffekte des Bestehenden abzumildern, sodass die herrschende Ordnung umso gefestigter aus diesen Korrekturen hervorgeht
.

An dieser Stelle bin ich total bei ihr, an der Stelle mit der Verständlichkeit der Texte habe ich etwas geschluckt. Vorallem, weil ich heilfroh bin um jeden feministischen Text, der halbwegs verständlich ist und Antjes Stärke ja genau diese Verständlichkeit ist.
Aber ich verstehe, was der Ansatz ist: es geht darum aufzuzeigen, dass manche Dinge vereinfacht auch schlicht und einfach falsch sind.

Anhalten

Hab im Moment das Gefühl ich sollte statt bloggen lieber die Luft anhalten.

Ich kann euch sagen: ein Leben als Igelin håtte jetzt wirklich was. Dann müsste ich nicht weiter erklären, dass es gut tut sich einzurollen und die Stacheln zu zeigen.

Ein neues Zeichen

Ich behaupte ja immer, ich sei im Zeichen der Schnecke geboren. Die letzten Tage fühlen sich aber eher nach dem Zeichen des Igels an. Der scheint auch eine tragende Rolle gespielt zu haben. Bei der Geburt – und darüber hinaus.

Novemberschreiben

Die Geschichte wird jetzt atemberaubend skurril. In meinem Kommentar auf die Frage von Piri habe ich noch einen wichtigen Aspekt vergessen. Beim NaNoWriMo – dem Novemberschreiben – bin ich immer so eingebunden, dass es unmöglich ist, mir das durchzulesen, was ich schon geschrieben habe. Will ich nach einer Pause wieder ins Schreiben einsetzen, lese ich mir die letzten Zeilen durch und muss danach sofort wieder in den Schreibfluss kommen. Schon nach einigen Tagen, weiß ich dann selbst nicht mehr, wie sich der geflickte Text, zusammenhängend anfühlt. Darüber nachzudenken oder gar eine gewollte Struktur zwanghaft zu verfolgen, wäre tödlich. Für den Text in diesem Fall.

Heute bin ich besonders froh, dass ich einfach schreiben kann. Weil das Leben manchmal ein A… ist und der Tod nichts von ihm versteht.

Aber so was von nichts!

Für’s Poesiealbum

Die Kraniche ziehen.

Nein

Ein einfaches Nein ist die Antwort.

Der Deutsche Bundestag fordert uns auf, das bisher geheim gehaltene Gutachten zur Abgeordnetenkorruption zu depublizieren

Novemberschreiben

Den Rückstand von gestern nicht aufgeholt, aber dafür heute fulminant in einen ironischen Text gestartet. Ich und ein witziger Text – das kann ja ein heiteres Novemberschreiben werden. Alles total abgehoben und so anders.
Wenn das mal gut geht!
Kann sein, dass ihr mich in ein paar Tagen trösten müsst. Aber was soll’s. Ich schreib jetzt noch ein bisschen weiter – und schüttle dabei den Kopf über mich.
Sachen gibt’s!

Feierabend

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Der körperliche Angriff

Der körperliche Angriff ging am guten Geschmack vorbei, sagt die Redaktion ZDF neo. Ihr wisst schon, die mit den unsäglichen Beitrag, die so manche an den Hardcore-Feminismus denken lässt.
Ja, ich mache noch Spaß. Aber mir ist nicht spaßig zu Mute. Ganz und gar nicht.
Am Schlimmsten finde ich, dass der Vorfall auch nicht als das gewertet wird, was er ist: eine Straftat. Ein körperlicher Angriff.

Sie bedauern den schlechten Geschmack. Ach nein, da bringe ich jetzt auch wieder etwas durcheinander. Eigentlich war ja alles nur lustig. Ein angetäsuchter körperlicher Angriff. Gewalt heißt das in meinem Sprachschatz. Geschmack, das war etwas anderes. Aber ich komme da gerade nicht drauf. Verstehe diesen sträflichen Humor ja nicht.

Was hat Antje vorhin auf Facebook geschrieben? In einer idealen Welt hätten die Umstehenden eingegriffen und dem jungen Mann erklärt, warum das nicht geht. Genau. So wäre das in einer Welt, die mir zusagt.