Ungewohnt lustlos. Dieser Sonntag will nicht mein Freund werden. Die Aussicht aus die Woche: stressfrei sieht anders aus.
Für den November wieder das Novemberschreiben eingeplant. Kann sein, dass ich mir den Zeitraum individuell ein bisschen anders lege. Eine Romanidee habe ich schon. Eine romanhafte Autobiografie soll es werden. Klingt doch gut? Erinnerungen aufschreiben ohne sich an die Wahrheit halten zu müssen. Mit der ist es eh schwierig, denn sie ändert ihr Aussehen von Zeit zu Zeit.
Der Tatort heute Abend hat eine schlechte Kritik, was mich allerdings nicht davon abhält mich ihm zu widmen. Die einzige Sendung, die sich am Wochenende lohnt. Gilt natürlich nicht für die Sportfans. Für die gibt es immer was zu kucken.
Ich traue meinen Augen nicht, als ich auf der Suche nach einem Bildungsgang für einen jungen Mann bin, der gerne in der Pflege arbeiten möchte:
In eigener Sache: An unserer Schule werden für das BVJ in der Regel nur weibliche Schülerinnen aufgenommen.
Männliche Schüler, die ein Berufsvorbereitungsjahr absolvieren wollen, wenden sich bitte an die Berufsbildende Schule Technik II in Ludwigshafen. Hier besteht die Möglichkeit, handwerkliche Grundfertigkeiten (Metall, Holz) zu erwerben.
Wie bitte? Männliche Interessenten für Pflegeberufe sollen sich an die Abteilung Metall und Holz wenden? Das kann doch nicht ganz ernst gemeint sein? In welcher Welt leben wir da?
Nachtrag: es handelt sich bei dieser fortschrittlichen Schule um die Berufsbildende Schule BBS Hauswirtschaft / Sozialpädagogik Ludwigshafen/Rhein.

Blick auf den Binnenhafen Mannheim
Lesen, Denken, Spazieren gehen. Freizeit heißt für mich fast immer Ruhezeit. Mein Ruhebedürfnis ist ziemlich gestiegen in den letzten Jahren. Manchmal denke ich, so viel Ruhe wie ich brauche, kann es auf dieser Welt gar nicht geben.
Es gibt so vieles, was dieser Ruhe entgegen wirkt. Das ist schade. Und damit ist nicht nur die Lärmverschmutzung gemeint. (Was für ein Wort.) Am meisten stört mich die Aggressivität. Wobei für mich die Aggressionsschwelle ziemlich niedrig ist, das fängt schon mit dem besitz- und raumgreifenden Verhalten mancher Menschen an.
Aber ich will hier nicht über die Menschheit jammern. Die Menschen sind halt wie sie sind und so lange ich noch Ruhe-Oasen finde, will ich zufrieden sein.
Manchmal sogar ein wenig glücklich.
Er lässt sich nicht ignorieren. Er ist einfach da.

Schritte im Blätterrascheln
Bin heute durch die Kaufhäuser geeilt und nicht fündig geworden. Als wenn ich jemals in den Kaufhäusern fündig geworden wäre. Es gibt kein Schreibgerät das mir gefällt. Keine Tasche und keine Stiefelletten.
Obwohl – an dieser Stelle muss ich zusätzlich erläutern – Stiefelletten die mir gefallen gibt es, aber darin laufen, mag ich meinen Füßen nicht zumuten.
Schade. Denn dieses Layout, ginge auch zumutbar.
tausend Träume
und mehr
mehr als
ein Leben fassen
kann
tausend Träume
und jede Nacht
verträumt
und doch ist
das Leben
m e i n T r a u m
Heute Nacht gab es einen dramatischen Männerüberschuss in allen Träumen. Zum Glück bin ich endlich aufgewacht.
Hmm. Richtig unangenehm im Traum so ein männliches Gewusel. Dabei sind die Träume doch sonst mein Metier und Männer haben dort gefälligst als Traummänner aufzutreten. Das versteht sich von selbst, erklärt sich von selbst.
Feindliche Traumübernahmen werden abgewehrt. Konsequent.
ein Gedicht, das nur stottert
das keinen Halt in sich findet
keinen Halt und kein Gerüst
ein Gedicht, das stottert
mich peinlichst verstummen lässt
die Worte gehen zur Neige
sie ziehen sich zurück
Antje meint, dass nur inkompetente Menschen frauenlose Veranstaltungen organisieren.
Frauen sollten eingeladen werden, weil zu keinem beliebigen Thema der Welt sinnvoll diskutiert werden kann, wenn Männer dabei unter sich bleiben. Eine solche Veranstaltung ist ganz einfach nicht in der Lage, Allgemeinrelevantes hervorzubringen und wird deshalb unweigerlich eine schlechte Veranstaltung sein
Nachtrag: Anne Roth sagt, dass das zwar stimmt, aber in der Praxis die Aufgabe doch wieder an uns – wenigen – hängen bleibt.

Mondkuchen zum Mondfest
Der Bembel grüßt mich zum heutigen Mondfest und ich grüße ihn mit seinem eigenen Foto zurück. Morgen muss ich ganz dringend jemand besuchen gehen, fällt mir da ein. Irgendwie muss das noch rein passen in dieses logistisch-komplizierte Reiseleben mit drei Mittelpunkten.
claudia September 30th,2012
Fundstücke | tags:
Mondfest,
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„Von der Hand zum Hirn und nie wieder zurück“ trifft den heutigen Informationskonsum ziemlich genau. Vielleicht ist das Problem gar…