Pipilotti Rist

Ganz schön schwindlig wurde mir bei der Augapfelmassage in der Kunsthalle.

Keine freie Lizenz zum Töten

Keine freie Lizenz zum Töten – meint Fefe.

 

[l] Die US Navy hat keinen Bock mehr auf Facebook-Würmer in ihrer Infrastruktur und bezahlt deshalb jetzt Millionenbeträge, um ihre Drohnenkontrollsysteme auf Linux umzustellen. 

David Foster Wallace

Ich lese gerade die 1500 Seiten „Unendlicher Spaß“ von David Foster Wallace und nebenbei sehe ich mir alle Interviews von ihm an, die ich auf YouTube finden kann.

Dabei fâllt mir auf, dass selbst Literaturkritikerinnen immer wieder in die Floskel „er hat sich umgebracht“ verfallen. Das Leben hat mich längst gelernt, dass es dafür andere Vokabeln gibt und trotzdem verfalle ich auch immer wieder in diese Sprache.

Meine Toleranz reicht nicht aus. Egozentrisch betrachte ich mich als die Person, der ein anderes Leben heimtückisch entrissen wird. Wie sonst könnte ich den Weg, der der letzte Ausweg für manche Menschen ist, als Mord bezeichnen?

Politisches

Alles was wir essen sei politisch sagt die Dokumenta-Macherin. Alles was wir tun ist politisch. Meeehhh!
Ich kann es nicht mehr hören. Zu viele Menschen leben nach diesen Maßstäben ein ungewollt politisches Leben. Die entscheiden nämlich schon lange nicht mehr selbst, was sie essen. Das bestimmt der Staat oder die Tafel.

Ein Minister lässt einen Teppich einfliegen und die Grünen sagen: da alle Hartz-IV-Empfänger sich überprüfen lassen müssen, müssen das Minister auch. Ehrlich? Müssen wir das?
Es ist würdelos, was im Moment passiert und es führt zu nichts. Oder besser gesagt: es führt in die Würdelosigkeit.
Wir drehen uns da im Kreis und das einzige, was hilft ist die Augen, die Ohren und die Sinne zu öffnen.

Noch ein Fehlkauf

Diese Woche scheint nicht meine Woche zu sein. Jedenfalls nicht in Konsumfragen. Aus gegebenen Anlass habe ich mir eine Sprach-App zugelegt. Eine Reise-App von einem renommierten Verlag. So sagte man früher dazu. Aber lange wir man das nicht mehr sagen.
Auf die schlechten Bewertungen habe ich nicht gehört und sie abgetan: da sind sie wieder die Nörgler die an allem was auszusetzen haben.
Eine Demoversion gab es nicht und das was die App zu bieten hat, ist für den Preis von 9,90 wirklich dreist.
So wird das nichts, mit dem Erhalten der alten Strukturen. So wird das wirklich nichts.
Sprachausgabe gibt es nur für ganz wenige Sãtze, der Vokabelsatz ist miniminimalst und es wimmelt vor Fehlern.

Aber Hauptsache mal die Klappe aufgerissen.

Und trotzdem tickt die Welt ganz anders. Ob ihr das wahrhaben wollt oder nicht.

Rules of the Internet

Die müssen wenigstens einmal in der Sammelmappe verlinkt werden.
Rules of the Internet

Schöne neue Welt

die Schufa war schon immer ein – Verzeihung – Scheißladen, hat nur früher niemand interessiert

Niemand ist natürlich nicht korrekt. Die die in die Schufa-Falle gefallen sind schon. Die haben das nicht ignorieren können, denn die Auswirkungen auf ein gesellschaftliches Leben sind enorm. Dabei spielt es nur eine kleine Rolle, wie valide die Daten sind, die die Schufa sammelt. Kann ja mal vorkommen, dass da was durch die Maschen fãllt. Und wer durchgefallen ist, der war dann aber auch wirklich durchgefallen.
Ist heute immer noch so. Bei meinem Lebensstil muss ich mir nicht viele Gedanken über die Schufa machen. Außer die Gedanken, dass die Schufa halt das gruselige Gesicht dieser kapitalistischen Gesellschaft ist. Es nützt nichts aus Facebook wegzugehen. Die Schufa kann Undercover genauso in der Diaspora ihre gefakten Accounts aufziehen.
Wir kriegen euch alle, wollen sie uns damit sagen: solange bis sich endlich die Mehrheit der Bevölkerung abwendet und sagt: lässt uns doch endlich mit eurem kapitalistischen – Verzeihung – Scheiß in Ruhe.
Es kommt doch nur Mist, Gewalt, Aggression und schlechtes Karma raus.

Oder etwa nicht?

Schade

Schade, dass ich bei so vielenmir lieben Blogs nicht mehr kommentieren kann. Die Anmelderitis greift um sich.
Schade, schade.

Herzstolpern

Bekanntermaßen bin ich ja eine musikalische Analphabetin. Meine privatesten und persönlichsten Daten sind die Musikdaten auf meinem Player. Muss ja nicht, dass die öffentlich werden. Die Neigung zum Kitsch und zur Einfachheit ist unüberhörbar, die Lieblingsstücke stammen alle aus früheren Zeiten. Viel Schmalz und Tränen und leichte Texte zum inneren Mitsingen beim Berg hoch laufen ist angesagt.

Instrumentale Stücke kommen da nicht gut an, da wird das Mitträllen vermisst. Allerdings gibt es ein Stück, dass ich über alles liebe. Wenn es beginnt, hört mein Herz immer für einen Moment auf zu schlagen, um sich dann durch das Lied durchzustolpern. Ein Stück, das ich mit den Ohren und mit dem Herz höre. und ich schmelze dahin und es wird Sommer um mich herum, und ich bin wieder fünfzehn und werde nie wieder einen Tag älter sein – Jedenfalls solange das Stück läuft.
Der Zauber wirkt jedesmal. Seit Jahrzehnten. Wie eine Droge.

Der WWF dreht auf

Wie der WWF ein Buch vom Markt drängt

Vor Gericht ist der Fall noch nicht geklärt, aber die großen Buchhändler schaffen schon vorher Tatsachen: Weil ein kritisches Buch über die Umweltorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) möglicherweise Falschaussagen enthält, haben die großen Buchhändler um Amazon und Libri das Buch vorsorglich aus dem Sortiment genommen.

„Schwarzbuch WWF – Dunkle Geschäfte im Zeichen des Panda“, heißt das Werk, Autor ist der dreifache Grimme-Preisträger Wilfried Huismann; das Buch ist die Ergänzung eines WWF-kritischen Dokumentarfilms, den die ARD vor etwa einem Jahr ausgestrahlt hat.

zum Artikel bei der FR