Tagesschnipsel

Einen Fehlkauf habe ich mir einzugestehen.

Christiane vom Behindertenparkplatz klärt auf, dass in London Public Viewing = öffentliche Aufbahrung gilt.
Apropos London: Wo können sich dort wohl die Menschen verstecken, die es nicht so mit der Monarchie haben? Da ist eine Fußball WM oder eine EM ja eine kleine Kirmesveranstaltung dagegen.

Ich lese mich durch die Hackergeschichten die weit über 20 Jahre her sind. Liest sich zum Teil sehr witzig, wie alles so sorgfältig erklärt und erläutert wird, was heute zum Alltagswissen gehört.

Ansonsten noch die Klagenfurt Routen rausgesucht. Die Deutsche Bahn bereitet mir Kopfzerbrechen, aber das bin ich ja gewohnt. Ich werde die richtige Verbindung schon noch finden.
Muss sie finden.
Bald erhöht sich die Schlagzahl – dann geht es mit kurzen Unterbrechungen von einem Event zum nächsten.
Aber nur ausnahmsweise. Zur Gewohnheit werde ich das nicht machen. Ist mental viel zu anstrengend.

Mit aller Kraft

die Wunde
als Versicherung
dass dein Leben
lebendig bleibt
zum Blühen bringen

Montag

Der Dax fällt, der Sommer versteckt sich und die Waschmachine macht seltsame Geräusche – Vorboten der Apokalypse? Wahrscheinlich nur eine Variante von „C’est la vie.“
Ich bin blogfaul, das kenne ich gar nicht von mir. Vielleicht eine spezielle Form des Rückzugs.
Zu viel Action um mich herum, zu viel für mein Mimosen-Seelchen, das darauf mit innerer Einkehr reagiert.

… und dabei gäbe es noch soooo viel zu planen und zu organisieren. Muss alles noch warten.

Gender – noch mal zum mitschreiben

oder zum Mitdenken. Durch buchstabiert vom Müslikind.

How to minecraft gender

Wahrscheinlich ist es ein ganz natürlicher Reflex: Wenn man von einem Forschungsergebnis hört, versucht man, es am eigenen Leben zu überprüfen. Während das bei schwarzen Löchern vermutlich vielen schwer fällt, können beim Gender-Thema sofort alle mitreden: Die meisten betrachten sich schließlich entweder als Frau oder als Mann oder lehnen dies bewusst ab – haben also eine Meinung dazu.

Seltene Wesen gesichtet

Gestern unter dem Sonnen-Regen-Schirm auf pitschnassen Stühlen gesessen und die ersten Weilburger Piraten wissentlich gesichtet. Trotz Piratenschiff, das sie mit sich trugen, habe ich sie dann erst am Piratenlogo auf der Mappe erkannt.
Was nicht für schnelle Auffassungsgabe spricht. Rein vom Sterotyp hätte ich das ohne erkennen müssen. Verschärftes Sterotyp sogar: ich hätte nicht nur den Piraten sondern den Weilburger Piraten erkennen müssen.

Das Gesundheitssystem mal ganz anders betrachtet

Ich will gar nicht ausschließen, dass es solche moralisch handelnden Ärztinnen oder Krankenpfleger gibt, wahrscheinlich sogar mehr als wir glauben. Dass unser in sich komplett unsinniges „Gesundheitssystem“ noch nicht zusammengekracht ist, liegt vermutlich genau daran: dass sehr viele dort Beschäftigte sich gerade nicht seiner Logik unterwerfen, sondern in der Tat andere – moralische – Maßstäbe anlegen.

Es war ja von Anfang an das Prinzip des Kapitalismus, darauf zu bauen, dass die Hälfte der Menschen (historisch: die Frauen) sich gerade nicht kapitalistisch verhalten, sondern „selbstlos“ für andere (Mann und Kinder) sorgen – nachzulesen ist das schon in Hegels Rechtsphilosophie und feministisch analysiert dann von Carol Pateman in ihrer Studie „Der Geschlechervertrag“.
Zum Artikel bei Antje Schrupp

Nur ein Wort

Nur ein Wort, ein Buchstaben oder eine Taste.
Ein Statement oder ein Nichts.
Die Gewissheit hier zu sein.

Make Good Art

Genau! Make Good art.

Egal was kommt – und wer.

Aktion KLEHRANLAGE

Ich lass mal den Fefe sprechen:
Liebe Leser, nervt euch die Pressekammer Hamburg mit ihren Urteilen über Forenhaftung? Mit ihrer „Störerhaftung“, von der die Abmahnindustrie lebt? Sucht ihr eine Gelegenheit, da mal Sand ins Getriebe zu streuen (aber ihr sucht sie nicht dringend genug, um euch absichtlich einer Klage dort auszusetzen)? Vielleicht habt ihr die Lage grob verstanden, aber habt noch nicht gehört, dass einer der besonders auffälligen Richter des LG Hamburg jetzt zum OLG Hamburg befördert wurde, und damit nicht mehr damit zu rechnen ist, dass man LG-Fehlurteile durch Berufung weggekriegt — jetzt muss man jedes Mal bis zum BGH gehen.

Wie dem auch sei, für alle diese Fälle habe ich für euch eine gute Gelegenheit: Heldenhaft hat sich Markus Kompa in die Bresche geworfen und eine Klage eines „Krebsarztes“ eingefangen, der selbstverständlich vor dem LG Hamburg klagt, wo auch sonst. Es geht um einen Youtube-Link, den Kompa gesetzt hat, und das Video ist eine ZDF-Dokumentar-Produktion, deren Inhalt der „Krebsarzt“ anficht. Dafür soll jetzt Kompa in Anspruch genommen werden. Es geht also mal wieder um Linkhaftung, und das LG Hamburg hat (wie zu befürchten stand) vorläufig zu Gunsten des „Krebsarztes“ entschieden. Jetzt sammelt Kompa Geld für die nächsten Instanzen.

Wen wundert’s?

Enthüllt: Angela Merkel reist mit Vorständen der Rüstungsindustrie in Krisengebiete

Eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Jan van Aken (Linke) brachte nun zu Tage, daß Angela Merkel (CDU) seit 2009 bei zahlreichen Auslandsbesuchen Vertreter der Rüstungsindustrie mitreisen lies: