Schlaflosigkeit mit Schreibwut zu bekämpfen ist auch keine Lösung merke ich gerade.
Die Gedanken kreisen und spurten, überholen sich gegenseitig und sind ehe ich mich versehe zum Wiederholten Mal am Anfang angelangt. Oder besser gesagt dort, wo ich den Anfang vermute. Wer weiß das schon, wo er sich wirklich versteckt.
Ein Traum ist direkt aus dem Unterwußten durch mein Körper geschossen und hat sich am Kopf gestoßen.
Dazu ist er wohl da, der Kopf – zur Traumregulierung.
Zum Glück bewahrt mich die Antje definitiv davor mich mit diesem Buch beschäftigen zu müssen:
Dass ich mit der Art und Weise, wie Schröder manchmal kritisiert wird, nicht einverstanden bin, hatte ich ja schon mal hier gebloggt. Außerdem kann ich sogar manches von dem, was sie sagt, nachvollziehen. Bekanntlich bin auch ich keine Freundin der Quote, auch ich denke, dass das Ideal der Vollzeit-Karrierefrau keines ist und so weiter. Nicht einmal die ganzen Verrisse, die gestern schon über das Buch die Runde machten, haben mich also davon abgehalten, erwartungsvoll einen Blick hinein zu werfen.
Was ich dort vorfand, war allerdings ein solch plattester, billigster Antifeminismus, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte.
Das beruhigt doch ungemein.
Leise hüpft das
Herz
ins Bodenlose
kullert
ins Eck
und prallt wieder auf
Ich möchte das verdammte Gesicht von dem, der in Norwegen die jungen Menschen erschossen hat, nicht ständig sehen müssen. Und schon gar nicht andauernd vor meiner Nase haben.
Das überschreitet meine Zumutbarkeitsgrenzen bei weitem.
Es reicht.
Emanzipation ist wie Kaviar
Unbedingt lesen wird empfohlen für alle, die keine Berührungsängste mit dem Feminismus haben. Hat sie gut geschrieben, die Kadda.
Die Kleinstadtelse hat auch etwas dazu geschrieben.
kleine Sünden werden sofort bestraft – auch wenn die Schuldfrage noch ungeklärt ist
Will mich nicht beschweren, nur dokumentieren. Fürs Lebensprotokoll. Eine muss es ja tun.
Einen schönen Tag wünsche ich noch!
Auf wen kann ich mich denn auf der republica freuen?
claudia April 15th,2012
Leben | tags:
republica,
republica12 |
4 Comments
Das Parlament heißt Parlament, weil dort parliert, also geredet werden soll. So viel wie möglich. Doch der freien Rede des freien Abgeordneten soll mit einer neuen Geschäftsordnung der Garaus gemacht werden. Wenn die Abgeordneten das wirklich so beschließen – dann beschließen sie ihre Selbstentmündigung.
zum Artikel bei der Süddeutschen
So ist das mit den Selbstverständlichkeiten – sie sind so selbstverständllich, dass mensch sie auch gleich mal eben abschaffen kann, wenn es keinen interessiert. Mich würde jedenfalls interessieren in wie weit so eine Geschäftsordnung noch gesetzlich ist. Die Grundrechte können sich doch mit einer GO nicht einfach außer Kraft setzen lassen? Oder geht das heute auch schon?
Reden dürfen im Parlament war für mich immer eine Selbstverständlichkeit in einer Demokratie, aber jetzt scheint es so als müsste ich meine naiven Gedanken überprüfen. Wo kämen wir denn da hin, wenn die, die anderer Meinung sind, sie einfach so sagen dürfen, wenn der Bundestagspräsident ihnen das erlaubt.
Dann erfährt das Volk vielleicht auch noch, dass es Argumente gegen einen Rettungsschirm gibt. Oder gar gegen den nächsten Militäreinsatz.
Die spinnen, die Fraktionen der SPD, CDU und der FDP.
http://m.spiegel.de/politik/deutschland/a-827499.html