Aufgewacht

Aufgewacht und in die Sonne geblinzelt. Geträumt, aber vergessen wovon. Nur die Stimmung noch in den Morgen mitgenommen. Weich.
Mich durch das Netz gelesen, nun ja: es nur etwas angelesen.
Bei der TAZ zum Beispiel.

Bin ich optimistisch? Mal ja, mal nein. Generell fällt auf, dass mein Pessimismus zum Teil noch optimistischer ist, als der vieler anderer Menschen. Andererseits gibt es auch Menschen, die Optimismus leben. In die Kategorie bin ich nicht einzuordnen.
Aber träumen tue ich. Privat und politisch.

Unterwegs

Bin unterwegs. Kann es noch gar nicht richtig glauben, dass ich bald dort sein werde.
Ich freue mich so.

Es gibt übrigens auch eine App für die republica; erleichtert das Leben ungemein.

Findet mich das Glück?

Findet mich das Glück?
Ist das nicht ein schöner Titel? Ein Künstlerbuch von Fischli/Weiss

Es ist Zeit, sich die wirklich wichtigen Fragen zu stellen. Die Frage „Findet mich das Glück?“ fasziniert und berührt mich. Sie tröstet mich auch und schreit nach einer Antwort: Ja, selbstverständlich. Mich hat das Glück gefunden.
Lautlos hat es sich angeschlichen.

Die Piraten: Sie machen alles anders, sie wissen nur noch nicht, was sie machen wollen

Schön zusammengefasst von den Nachdenkseiten.

Am Besten gefällt mir diese Stelle:
Dieses Paradox ist in der Tat ein Paradigmenwechsel in der Parteiendemokratie. Es bedeutet nämlich, dass sich eine Partei zur Wahl stellt, die eigentlich gar keine Partei ist.

Da ja die Piraten ihr Wissen aus dem Netz beziehen, ist es wohl erlaubt Wikipedia zu zitieren. Dort wird der Begriff Partei wie folgt definiert: „Eine politische Partei (lateinisch pars, Genitiv partis ‚Teil‘, ‚Richtung‘) ist ein auf unterschiedliche Weise organisierter Zusammenschluss von Menschen, die innerhalb eines umfassenderen politischen Verbandes (eines Staates o. Ä.) danach streben, politische Macht und die entsprechenden Positionen zu besetzen, um ihre eigenen sachlichen oder ideellen Ziele zu verwirklichen und/oder persönliche Vorteile zu erlangen.“

Vorarbeiten – republica

Hab gerade damit angefangen mir einen frauendominierten republica-Zeitplan aufzustellen.
Dazu einen unvollsständigen Ausdruck des Zeitplans ausgedruckt und herumgekritzelt.

Langsam wird das was mit dem Gerüst, allerdings sind natürlich wieder einige interessante Sessions parallel und bei anderen sind noch große Lücken. Aber erfahrungsgemäß packe ich mir den Plan eh zu eng. Also lieber weniger und dafür das Richtige. Aber was ist das Richtige?
Einige andere Termine will ich auch noch einplanen. Aber wann?
Es wird schon.

Sanktionen

Jeden Tag lese ich bei Facebook Postings, in denen sich über Menschen aufgeregt wird, die andere ungefragt zu Gruppen hinzufügen oder die Spieleanfragen schicken. Und je drastischer die Androhung von Sanktionen daher kommen, desto mehr likes und Bestätigung finden diese Postings.
Mich erinnern diese an diverse Schreiben auf Toiletten, die die jeweiligen Benutzerinnen und Benutzer schon mal im Voraus diskreditieren und falls möglich entferne ich diese Zettel auch, denn sie belästigen mich mehr, als das verschmutzte Toiletten tun. Aber das ist ein anderes Thema.
Es ist doch nur ein Klick, wieder aus so einer Gruppe auszutreten! Ich verstehe nicht, warum es dazu nötig sein soll Sanktionen anzudrohen. Wenn es sich um Freunde handelt werde ich das immer verkraften können, genau wie die Spieleanfragen. Da hat jemand eine andere Zielrichtung als ich. Was soll’s! Die sind auch gleich ignoriert.
Etwas anderes ist es, wenn mich jemand dauert nervt, beleidigt, bedroht, zuspammt oder mich sonst wie belästigt, dann werde ich mich von ihr oder ihm trennen. Aber das ist eine Selbstverständlichkeit, die ich nicht ankündigen muss.
Ich verstehe das nicht mit der Vorliebe für die Ankündigung von Sanktionen. Es wirkt so eng auf mich.
Dabei ist die Welt doch schon eng genug. Ich lass mir meine nicht noch enger machen.

(Auf mich wirkt das ein bisschen so, wie Menschen, die sich ständig über Kinderlärm beschweren.)

Der Lauf der Dinge

R.I.P David Weiss
Fischli/Weiss gelten als wichtigste Künstler der Schweiz, das Duo erhielt für seine subtil ironischen Werke zahlreiche internationale Preise. Jetzt ist David Weiss im Alter von 65 Jahren gestorben.


Wer es noch nicht gesehen hat: unbedingt nachholen. Es ist so genial!

Das Meer in mir

Das Meer in mir

Was für ein grandioser Film! Ich wollte ihn mir immer mal ansehen und bin nie dazu gekommen. Diese Woche lief er dann auf Arte und es gab Tränen bei mir. Nach fast zehn Jahren immer noch heiße Tränen. So wie Ramón Sampedro hat sie auch immer gelächelt. Es war übermächtig, dieses Lächeln und wir alle wußten nicht, woher sie die Kraft zum Lächeln hernahm. Amyotrophe Lateralsklerose ALS. Kein Entkommen, kein Entrinnen. Es ging nur noch darum, dem Leben Zeit abzuringen und zum Schluss Abschied zu nehmen. Ramón Sampedro hat länger Abschied genommen. Wir hatten insgesamt nicht mal zwei Jahre und das erste Jahr ging vorbei, bis die Diagnose bekannt war und wir sie auch akzeptiert hatten.

Was war das für eine Zeit! Jeder Tag war voller Leben und Herausforderungen. Alltag gab es nicht mehr. Nur Ausnahmesituation und jede Minute das Gefühl, dass eine starke Frau uns etwas vorlebt, was ein Schatz für unser Leben sein wird.
Wenn ich das nicht erlebt hätte, dann hätte ich den lächelnden Ramón Sampedro vielleicht als überhöht abgetan. Als theatralisch empfunden. Gibt es das tatsächlich? So starke Menschen, die so viele andere unterschiedliche Menschen miteinander verbinden? Es gibt sie.
Das weiß ich. Ich habe es erlebt und in mein Herz eingebettet.

Es gibt ein Band, das der Tod nicht trennen kann. Liebe und Gedanken bleiben.

Wochenende

Auf der Lahn bricht ein Super-Sonnen-Wochenende an. Ein langes Wochenende mit Brückentag, die Menschen stehen überall Schlange. Beim Bootsverleih, am Fahrkartenschalter und in der Post zum Geld abheben. Freizeit eben.
Ich bin nach dem Tag der Verluste immer noch ein bisschen orientierungslos. Obwohl alles soweit geregelt ist, soweit es im Moment sein kann. Innerlich bleibt aber eine Unruhe. Wie schnell ich aus dem Takt zu bringen bin.
Für Aufheiterung sorgen Mails, die mit Hilfe von Siri aus der Kneipe an mich geschickt werden. Da kommen Texte heraus, die mich zielsicher zum Schmunzeln bringen.

War noch was? Immer wieder werden meinen Gedanken unterbrochen von dem Gefühl etwas vergessen zu haben.

Ach ja: die Gesundheitskarte. Natürlich habe ich mich wieder nicht rechtzeitig informiert. Ich soll jetzt also eine mit Bild bestellen. Wahrscheinlich habe ich jetzt keine Chance mich dem entgegen zustellen, denn die ist ja auch weg.

Republica naht

Hab immer noch keinen Plan, was ich mir bei der republica unbedingt anhören will. Ein Blick auf das Programm endete mit einem leichten Schwindelanfall meinerseits. So viele Angebote!
Und dann ist mir das letzte Jahr noch in Erinnerung, da musste ich meine Planungen immer wieder umstellen. Von den ursprünglich angepeilten Sessions blieben vielleicht ein Drittel übrig. Bei den anderen bin ich dann ausgewischen.

Nun ja. Noch ein Arbeitstag und dann geht es los. Ich muss nur noch das Fahrkartenproblem lösen und dann kann es losgehen. Aber vielleicht mache ich es dieses Mal einfach so, dass ich alles auf mich zukommen lasse. Gehöre ja jetzt schließlich zur 50+Generation.
Da ist es vielleicht an der Zeit, die Gewohnheiten zu wechseln.