Wochenend-Einstimmung
Die Verluste verarbeiten
Die Verluste verarbeiten
(Berlin, 26. April 2012) Der Druck auf Bundesministerin Kristina Schröder wird immer größer. Innerhalb weniger Tage haben über 17.000 Menschen einen Offenen Brief auf der Internetseite nichtmeineministerin.de unterzeichnet, der sich gegen Schröders Buch, ihre politischen Positionen zu Quote und Betreuungsgeld sowie ihren Rundumschlag gegen „Feministinnen“ wendet.
„Wir fühlen uns von der für Frauen- und Familienpolitik zuständigen Ministerin Kristina Schröder nicht vertreten“, schreiben die Kritikerinnen und Kritiker – unter denen sich viele prominente Persönlichkeiten befinden. „Kristina Schröder lässt uns mit unseren strukturellen Problemen alleine und tut sie als individuelle Probleme ab“, heißt es an anderer Stelle. Read the rest of this entry »
Zum Glück war es nur der Tag der materiellen Verluste und nicht der ideelen. Aber materielle Verluste gehen mir auch ganz schön an die Nieren. Ich, die ich schon auf den Verlust meines Radiergummis leicht panisch reagiere.
Nun ja, hätte schlimmer kommen können. Das passt fast immer und stimmt in diesem Fall. Es hätte schlimmer kommen können. Trotzdem war ich heute morgen schweißgebadet und selbst jetzt bin ich noch nicht so richtig bei mir.
Alles weg. Geld, Karten, Papiere – was der Mensch so braucht um sich wichtig zu fühlen. Am Dienstag will ich auf die republica, der Fahrschein ist nicht mehr gültig, was wird aus der Reservierung. Eine Frage treibt die nächste.
Richtig gut in der Situation: die vielen Menschen, die mit helfenden Händen beiseite stehen. Der erste war der, der den Bahnsteig fegt. Herzlichen Dank sag ich hier in den Raum hinein – zu ihm habe ich es natürlich auch gesagt.
Vielleicht taucht das Zeug ja wieder auf. Vielleicht.
Tag um Tag
mit dem Schlaf
gekämpft
mich selbst
übermannt
ungeübt in
Kampfestechnik
Das passt schon alles irgendwie ins Bild.
Nicht zu viele Gedichte, rate ich mir selbst ab und zu. Nicht zu viel Lyrik und Poesie hintereinander in der Sammelmappe. Das mag niemand lesen, das ist zu anstrengend und schreckt die Leserinnen und Leser ab. Aber manchmal lebe ich doch nur in Gedichten! Da ist die Poesie der einzige Lichtblick in dieser kargen Allerweltsumgebung. Ein anstrengender Tag, eine durchwachte Tag, unnötiger Ärger und die geballte Ladung Aggression – da hilft nur noch die Poesie.
Menschen, die es schaffen, so ganz ohne Kunst zu leben, kann ich nur schwer verstehen.
ein Tag wie ein Berg
und das Wissen
es gibt kein Außenrum
keine Ausrüstung
und keine Wetterempfehlung
mit dem Kopf durch die Wand
ist da auch keine Alternative
als Träumerin bleibt die Hoffnung
dass der Wind etwas Sand abträgt
Menschsein
roter Pinselstrich
leuchtet
durch
die Jahrhunderte
das Feuer der Menschheit
Start in den Montag. Mit guter Laune und vielen Fragen. Im Moment passiert so viel in der Arbeit. Lange darauf gewartet und jetzt geschieht alles gleichzeitig – oder auch nicht. Kann niemand behaupten, es sei nicht spannend.
Die republica rollt näher und mir bleibt immer noch keine Ruhe und Geduld mich vorzubereiten. Was will ich unbedingt mitnehmen, was darf ich auf keinen Fall verpassen. Und so weiter.
Jetzt sollte ich mich sputen, sonst macht mir der Montag Beine.
Bis bald!
So unschuldig kann er zwischendurch aussehen, der launische April
Kling schlimm! Wie kommts, dass du die Stimmungen als "fremd" erlebst? Ich betrachte alle Stimmungen als eigene und suche entweder…