Lesen, lesen

Ich leg mich zurück und lese. Jede freie Minute, jeden freien Tag. Ich lese, lese, lese. Höre nicht, was um mich herum vorgeht und nehme nicht wahr, was um mich herum passiert.
Und zum Schluss nenne ich das: Glücklichsein.

Nach außen nenne ich das Glücklichsein.
Nach innen ist es für mich Glückseeligkeit. Das verrate ich nicht, damit sie mich nicht für vollkommen verrückt halten.
Außerdem muss man den Weg zum Glück nicht jedem verraten.
Hab gesehen, dass es den 1500 Seiten Roman von David Foster Wallace auch auf deutsch für den Kindl gibt. Bezahlbar.
Was ja immer noch nicht selbstverstãndlich ist.
Ich bin eine Banausin und lehne mich zurück. Ziehe mich in mein Schneckenhaus ein und bin glücklich.
Für mich.
Und freue mich daran, dass es die Menschen gibt. Die einen und die anderen und die ganz anderen.

Dass es wieder einen Präsidenten gibt, nehme ich zur Kenntnis. Nein, es ist nicht mein Bundesprãsident. Nein, das Amt soll nicht abgeschafft werden, ich trage die Hoffnung in mir, dass irgendwann eine Präsidentin oder ein Präsident gewählt wird, der auch mich repräsentiert.
So schwer ist das nicht.
Ich bin auch das Volk.

Das hier ist Wasser

Gedanken zu einer Lebensführung der Anteilnahme
Vorgebracht bei einem wichtigem Anlass

von David Foster Wallace

zum Nachdenken und In-Sich-Aufnehmen

Lebensticker

+++ Frühlingsgefühle und Vorfreude als optimale Mischung für die Glückshormone +++ we don’t need no education +++ wenn Erwachsene doch endlich mal die Kinder achten würden +++ Besserwisserei als Lebensphilosophie greift um sich +++ lesen ist mein Paradies +++ Love hurts und Musik geht unter die Haut +++ meine Hang zum Kitsch löst Wohlbehagen aus +++ die Zukunft findet schon morgen statt +++ der Samstag knuddelt in der Fußballecke +++ Enttäuschungen sind nie eingeplant +++ Spracherkennungssoftware sorgt für kreative Kommunikation +++ eine Neuauflage des letzten Jahrs wird abgelehnt +++ Kunst steht immer vorne +++

Sonnentanz

geh der Sonne entgegen
und tanze den Sonnentanz
lass die Wörter schweben
heute morgen ganz
nimm sie mit
auf die Reise ins Sonnenland

steck sie ein
und geh zum Meeresstrand
geh der Sonne entgegen
am Büro vorbei
geh der Sonne entgegen
fühl dich einmal frei

geh der Sonne entgegen
und tanze den Sonnentanz
lass die Wörter schweben
heute morgen ganz

Fremdländisch

Ich habe nichts gegen Bücher aus Papier. Oder besser gesagt, nicht viel. Hab sie ja lange genug gelesen. Allerdings besitzen sie einen erheblichen Nachteil. Sie sind schwer. Ich bin keine Gewichtheberin und schleppe trotzdem überall viel zu viel Gepãck mit. Zu viel, weil immer so viel gebraucht wird. Ordner und Unterlagen, die im Original benötigt werden, elektronische Gerãte und das diverse persönlich Zeugs, das ein mobiles Büro so benötigt.
E-Books machen mir das Leben leichter. Nicht nur im übertragenen Sinn. Deshalb denke ich: her mit den E-Books! Ich lese, was ich kriegen kann, und das ist erbãrmlich wenig in deutscher Sprache.
Macht nichts! Ich lese alles weg, was nicht allzusehr unter der Gürtellinie ist und wenn ihr dann immer noch nicht rüberkommt mit den E-Books, lese ich in Englisch und in Spanisch. Das ist bequem auf dem Reader. Das jeweilige Lexikon mit den Erläuterungen ist gleich integriert. Die kleinen Stolpersteine, die das Lesen in fremden Sprachen so unsäglich langsam machten, sind ausgeräumt.
Macht ihr doch euer Ding und ich mach meins.
Jedenfalls habe ich genug Bücher durch mein Leben geschleppt, ich mache jetzt mal Pause.

Wie deutsche Netzaktivisten die Arabellion unterstützen


Syrien, Ägypten, Jemen: Von Deutschland aus unterstützen immer mehr Netzaktivisten ausländische Reformer und Oppositionelle.

Wie kann ich mein Handy verschlüsseln? Muss ich bei Facebook wirklich meinen echten Namen angeben? Was ist mit Twitter? Und sind diese Handy-Apps eigentlich sicher?

Die 200 Frauenrechtlerinnen, die sich im Januar zur Bloggerkonferenz Tech Women in Kairo trafen, hatten viele Fragen. Marek Tuszynski flog damals von Berlin nach Kairo, um Antworten zu geben. Das ist sein Job: Er nennt sich Info-Aktivist.

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Preise

Wolfgang Herrndorf hat den Buchpreis der Leipziger Messe verliehen bekommen. Für den Roman Sand. An dem laufe ich seit Tagen oder besser gesagt Wochen vorbei. Vorbei an den Stapeln und kucke aufmerksam, ob sie auch hoch genug sind. Sie sind es, jedenfalls die, die in den Bahnhofsbuchhandlungen liegen, denn das sind die einzigen Buchhandlungen, die ich von innen sehe.
Ich gehe vorbei, weil ich den Inhalt fürchte. Die Gewalt, die Folter, die mich vielleicht erwarten könnte. Die ich erahne aus den Andeutungen, die er in seinem Blog machte.

In einer Beilage zu einer Tageszeitung meinten ein paar Verlagsmenschen er schriebe ein Blog über sein Sterben.
Sind die denn blöd, dachte ich mir.
Verstehen die denn nicht? Er schreibt ein Blog über sein Leben!

Love hurts

Ich träume. Mal wieder. Immer wieder von neuem. Immer wieder auf Anfang. Immer wieder von vorn, obwohl das Leben doch voran schreitet – immer weiter voran. Ich werde grau, die Jahre vergehen, die Gefühle verändern sich – und bleiben doch gleich. Eine Binsenweisheit am eigenen Körper ausgelebt, die Liebe bleibt immer ein Thema. Schon wollte ich schreiben: nur sie verletzt nicht mehr so sehr – in dem Augenblick, war mir klar, was das für eine Lüge wäre.
Die Liebe nimmt eine andere Gestalt an – nein, sie ist immer noch wie früher. Sie geht ihre eigenen Wege. Sie nimmt sich ihren Teil.
Love hurts.
Immer noch und immer wieder – aber mit den Jahren gedämpft wie durch ein Plüschkissen, möchte ich schreiben. Das ist die Wahrheit, aber die andere Seite der Wahrheit ist dass sie mehr schmerzt. Sich durch mein Leben bohrt. Ungnädig, unbarmherzig, unausweichlich.
Ich befürchte schon, es wird nie enden. Immer weitergehen. Immer und immer weiter.
Love hurts.
Solange ich lebe.

Ach

Ach, ja.

Seelensprache

bitte nicht
einigeln!
es ist zu früh
für den Winterschlaf
und zu ernst
für die Totenstarre