Immer wieder
die Wünsche
fallen in den
nüchternen Magen
verschlucken
sich
vor Ort
Was will sie mir sagen?
wünsche mir für #2012 ein #Twitter #Blog oder #Gows Treffen in #Frankfurt am Liebsten in Bahnhofsnähe
Treffpunkt und Zeit gern per DM
Fensterblick
Als das Kind Kind war, lebte es in den verschlungenen Pfaden seiner Innenwelt. Mit großem Getöse und Gepolter katapultierte sich von Zeit zu Zeit die Außenwelt mit vollem Karacho in die Innenwelt des Kindes. War der Wirbelsturm der Außenwelt vorbeigezogen war, begann das Kind gleichmütig und mit höchster Konzentration die erdachten und erstaunten, zusammengezwirbelten Geschichten und Gefühle der Innenwelt wieder neu aufzubauen. Immer wieder aufs Neue. Stoisch. Ohne Ärger, ohne Hass, ohne Rachegefühle. So war das Leben nun mal: Man muss den Wirbelsturm der Außenwelt vorbeiziehen lassen, um sich dann wieder den unbegrenzten Möglichkeiten der Innenwelt hingeben zu können.
(Das ist der Eintrag zum vorherigen Jahreswechsel, ist auch heute noch stimmig.)
Der Kühlschrank ist mit leckeren Sachen und der Kindl mit Büchern gefüllt. Das Jahr kann also beruhigt nach Hause gehen und das Neue kommen. Vielleicht mache ich heute eine Schreibpause, vielleicht auch nicht. Mittlerweile ist es so, dass ich eine Schreibpause fast gar nicht mehr einhalten kann.
Es soll auch so etwas wie eine Schreibsucht geben. Vor der bewahrt mich allerdings meine angeborene Neigung zum Dahintrödeln.
Jetzt schaue ich mir noch mal den Inhalt des Kühlschranks an, damit mir an trüben Tagen wenigstens die Erinnerung bleibt.
Es gibt so viele Sprüche mit denen ich aufgewachsen bin und von denen sich im Nachhinein herausstellte, was ich schon in der Kindheit ahnte: Sie sind gelogen.
Vielleicht ist das ein bisschen hart ausgedrückt. Vielleicht waren es keine Lügen, nur Unkenntnis und falscher Glauben.
Dagegen spricht die aggressive Haltung mit der gegen verschiedene Verhaltensweisen vorgegangen wurde.
Träumen war verdächtig.
Nachdenken war aufsässig.
Lesen war zwar erlaubt – aber doch bitte nicht zu jeder Zeit und erst nachdem du bewiesen hast, dass du auch deinen praktischen Teil zum Leben beigetragen hast.
Wünschen war hochmütig.
Wer sich etwas wünscht kriegt nichts – und weil ich nie genau zuhörte, vergaß ich die vielen Nichts-Beschreibungen. Denn das Nichts, das man zu erwarten hatte, wurde sorgfältig in Szene gesetzt. Mit Wort- und Fingerspielen gedeutet und bedeutet.
Ich wünsche mir dennoch etwas für 2012. Außer dem Weltfrieden selbstverständlich, der immer meine Wunschliste anführen wird. Ich Wünsche mir sehr viel sogar und ich bin abergläubisch genug um Angst davor zu haben, die Wünsche öffentlich werden zu lassen. Vielleicht gehen sie dann nicht in Erfüllung?
Vielleicht bin ich aber doch durch das Träume sind Schäume geprägt. Mehr geprägt als ich mir zugestehen will. Ich, die Traumtänzerin!