Auf der Suche nach ein paar anschliessenden positiven Gedanken für diesen Tag. Werde leide leider nicht fündig. Wahrscheinlich liegt es daran, dass der Buddha verschwunden ist. Obwohl der Buddhismus auch so seine Tücken hat, wäre es doch beruhigend zu wissen, dass der Buddha noch auf dieser Welt verweilt.
Mein ganzes Leben ist Nsfw dachte ich heute Morgen. NSFW heißt Not Safe For Work – mit diesem Kürzel werden Links versehen, die man nicht anklicken sollte, wenn man sich auf der Arbeit befindet. Sex, Drugs und ganz selten ist damit Rock’n Roll gemeint. Ihr wisst schon.
Mein Leben ist nicht wegen Sex und Drugs Nsfw sondern nur, weil ich so bin wie ich bin.
Dabei hasse ich diesen Ausdruck: ich bin so wie ich bin. Die meisten Menschen, die darauf bestehen so zu sein wie sie sind, kokettieren mit ihren Schwächen und sind doch insgesamt davon überzeugt, dass sie unwiderstehlich sind. Kein Mensch ist einfach nur so wie er ist. Jeder Mensch ist anders, wenn er müde ist als wenn er ausgeschlafen hat, mancher ist bei schönen Wetter anders, als wenn der Wind stürmt und hoffentlich entwickelt er sich auch mit jedem Jahr weiter.
Und trotzdem. Da gibt es einen Punkt, eine Form oder wie man es auch nennen will. Es gibt den einen Kokon aus dem man nicht heraus kommt. So sehr man sich auch windet.
Und das ist der Punkt, wo ich sage: ich bin so wie ich bin. Leider komme ich da nicht aus meiner Haut.
Aber da bin ich nicht stolz drauf.
Was ist das für eine Welt in der der Buddha verschwindet? Hoffentlich schreibt er bald eine Postkarte. Von der Börse gibt es keine Postkarte, die stürzt ab. Jeden Tag ein bisschen mehr. Der elfte September nähert sich unaufhaltsam. Und immer wieder der Wunsch nach dem Geliebtwerden. Der Wunsch ein Leben zu haben. Die Arbeit raubt eindeutig zuviel Lebensenergie. Die alte Klage in die gewohnten Worte gefasst. Der Wind von Meer pustet über das Land. Ausnahmsweise.
Erholung wird angestrebt. Eine Aufgabe auf der To-Do-Liste.
Morgen ist auch wieder ein Tag, der diesem gleicht – nur noch ein bisschen anstrengender. Im Fernseher kommt immer Fussball, man muss nur lange genug schalten.
Vielleicht ist das Leben doch vorhersehbar? Aber was haben die Sterne dann noch zu tun?
claudia September 6th,2011
Fühlen,
Fundstücke,
Leben |
9 Comments
will keine Heldin
sein
will nicht leiden
mich
viel lieber verstecken
vielleicht findet mein
Schicksal
nicht mich
auf der Suche
nach einer Heldin
Täglich erhalte ich neue Facebook-Anfragen: X möchte mit dir befreundet sein. Oft denke ich, wenn ich das lese, dass ich auch gerne mit mir befreundet sein möchte. Manchmal bin ich das auch, aber oft bin ich auch meine Gegnerin. Meine Feindin. Ich stehe niemandem so skeptisch gegenüber wie mir selbst. Wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass ich eine grandiose Nörgerlin bin. Ich schaffe es Morgens die Augen aufzuschlagen und schon alle meine Schwachstellen des kommenden Tages vorauszusagen. Und so kann es durchaus den ganzen Tag so weitergehen. Mit den Augen einer Nörgerlin warte ich auf den Augenblick, an dem der Fehler passiert.
Siehst Du! Und wieder hast Du nicht aufgepasst. Warst nicht konzentriert. Hast Dich nicht gut genug schützt. Bist jemanden in die Quere gekommen, dem Du ausweichen wolltest. Hast das Datum vertauscht.
Es ist nur eine Frage der Zeit bis der Fehler passiert und deshalb werde ich immer erfolgreich sein als An-mir-selbst-herum-Nöglerin.
Keine Frage: Manchmal wäre es eine Erholung mit mir selbst befreundet zu sein.
Das lehrt mich jede neue Facebook-Anfrage.
Samstag. Der Tag ohne Sams aber voller Leben.
Das Glück schleicht sich wortlos an.
Heute wäre ein wortloser Beitrag angemessen. Ein schwerstgewichtiger Eintrag mit einem Seufzer aus tiefstem Herzen. Selten so eine Woche erlebt in der die Last der Arbeit in so großen Kontrast zur inneren Stimmung stand. Selbst im Traum lag ein tiefer Abgrund dazwischen.
Traum. Das ist überhaupt das Stichwort der Woche. Ein Schmerztraum mit dem gnadenlosen Wunsch unverzüglich aufzuwachen. Sich dem Schmerz sofort zu stellen. Die Angst zu zerbrechen, wenn das sofortige Aufwachen nicht möglich wäre.
Beim Aufwachen gemerkt, dass es keinen Schmerz gibt.
Und das passiert mir – der Traumexpertin.
leise hüpft das
Herz
ins Bodenlose
kullert
ins Eck
und prallt
wieder auf
Ganz schön dynamisch so ein Herz. Mal brennt es und ein anderes Mal läuft es über. Theoretisch kann es auch in die Hose rutschen, praktisch ist mir das noch nie passiert.
Dein Zuhause ist der Mittelpunkt von viel Liebe.
claudia August 31st,2011
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Glück,
Leben,
Liebe |
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Nächtliche Gedanken, für die Öffentlichkeit leicht selbstzensiert
Träume sind mein Spezialgebiet und Liebe mein Expertenfeld
alles für mich, alles wunderbar
mein Leben, wie ich es mir nicht besser ausmalen könnte
nur an einer Stelle hätte ich es etwas umgefärbt,
[Auslassung]
ich bin unersättlich, dabei sollte ich dankbar sein,
für all die vielen Jahre
claudia August 31st,2011
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Gedanken,
Leben | tags:
Liebe,
Nacht,
Traum |
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