Hoppla, jetzt komme ich: Mein Name ist Bundestrojaner.
Schon so lange wissen wir, dass er unterwegs ist und es war nur eine Frage der Zeit, wann ihm der CCC auf die Schliche kommt. Trotz des Urteils von 2008, das so etwas wie ein Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme versprach.
Nichts als hohle Worte, wie wir lange geahnt. Der Trojaner, der in Sachen staatlichen Diensten unterwegs ist telefoniert also nach Amerika. Wohin auch sonst? Dort sind ja auch schon unsere Kontendaten.
Was für ein Lügengebilde dieser Staat Bundesrepublik Deutschland doch ist! Kein Ort für zarte Gemüter, nur für Menschen mit Elefantenhaut und Durchschlagkraft. Wer kann sich da noch dagegen wehren?
Hier noch ein paar Links via rivva:
was doch bleibt
ist dein Atem
dein Herzschlag gibt den
Rhythmus vor
alles andere
sind Imperative
–
in die Welt gebrüllt
der Wind
haucht mir Leben ein
rüttelt und schüttelt
Moral von trägen Ästen
da kullert sie dahin
getrieben vom Sturm
zur Freiheit verdonnert
claudia Oktober 6th,2011
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Täusche ich mich oder wird das Netz langweiliger? Konformer? Kein Platz mehr für die bunte Mischung? Oder zuviel Plätze?
Das ganze Netz eine Ansammlung geschlossener Räume, die ausschließlich durch unterirdische Gänge verbunden sind. Ich poste etwas auf identica und bekomme Antworten auf Twitter. Die Einträge der Sammelmappe werden erscheinen auf Facebook und auf Diaspora tummle ich mich auch. Google+ wächst auf den Nebenpfaden.
So richtig kommentieren mag niemand mehr. Mal schnell den Facebook-Button geklickt, reicht als Lebenszeichen. Vielleicht ist jetzt wirklich langsam die Zeit des Blogsterbens gekommen.
Wer weiß, wohin uns die Uniformiertheit bringt.
Helga fordert auf zum Gedanken machen für den Ada-Lovelace-Tag:
Am 7. Oktober ist es wieder soweit. Zum dritten Mal sollen Frauen aus Technologie und Wissenschaft ins Rampenlicht gehoben werden. Benannt wurde er nach der ersten Programmiererin in der Geschichte, Ada King, der Countess of Lovelace.
Ob ich es schaffe, etwas dazu zu schreiben weiß ich noch nicht. Aber lesen, werde ich alles, was ich in den Links zum Ada-Lovelace-Tag finde. Versprochen!
„Altes Brot ist nicht hart,
aber kein Brot,
das ist hart.“
Stand eben im Fernsehfilm geschrieben. Für mich ist es ohne Brot auch hart und ich gewöhne mich nur schwer daran. Aber Verstöße gegen das Anti-Brot-Gebot werden durch den Körper schwer geahndet. Naja, es gibt Schlimmeres.
roter
Pinselstrich
leuchtet
durch
die Jahrhunderte
das Feuer der Menschheit
Wer hat mir in den Fuss gestochen? Verflucht, ich könnte tanzen wie Rumpelstilzchen.
claudia Oktober 4th,2011
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Da fährt er dahin, der Zug direkt zurück in den Alltag. Ohne Umwege und ohne Alternativen. Ruhig und zielstrebig – vielleicht färbt ein bisschen davon auf mich ab. Ich hatte selten einen Urlaub so nötig wie diesen scheint mir. Die hohe Kunst des Kräfte-Einteilens beherrsche ich leider noch nicht so gut, wie ich es mir für mich wünsche.
Was bleibt? Eine leise Vorfreude auf das Wiedersehen mit lieben Menschen. Herausforderungen, die auf mich warten. Ein paar vage Ideen im Kopf, leise Pläne und Träume, die meine Verletzungen kultivieren.
Claudia Oktober 3rd,2011
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Eine halbe Stimme für die Piraten und eine ausführliche und verständliche Erläuterung zu Eigentum, Gütern und Knappheit findet sich auf Keimform.
Eigentum ist nicht eine Sache, die einer Person gehört, es ist auch nicht die Herrschaft einer Person über eine Sache, sondern es handelt sich um eine Dreiecksbeziehung: Eigentum ist die Beziehung zwischen Personen in Bezug auf eine Sache, bei der die eine Person die andere Person vom Zugriff auf die Sache ausschließen kann. Eigentum ist ein Exklusionsrecht. Eigentum ist die kodifizierte Form einer sozialen Exklusionsbeziehung.
Kling schlimm! Wie kommts, dass du die Stimmungen als "fremd" erlebst? Ich betrachte alle Stimmungen als eigene und suche entweder…