Flucht
Die Spinne hat gewonnen. Ich habe die Flucht ins andere Zimmer angetreten und überlasse ihr das Schlafzimmer. Scheint mir vernünftiger zu sein, denn sie wird immer größer.
Morgen brauche ich dann einen anderen Plan.
Vielleicht ein Umzug?
Die Spinne hat gewonnen. Ich habe die Flucht ins andere Zimmer angetreten und überlasse ihr das Schlafzimmer. Scheint mir vernünftiger zu sein, denn sie wird immer größer.
Morgen brauche ich dann einen anderen Plan.
Vielleicht ein Umzug?
Denken ohne zu verstehen. Mich festhalten – und doch nicht an mich halten zu können. Verankern auf allzu losem Sand. Keine Chance dem Mahlwerk zu entfliehen. Das neue Leben nur im Traum aus der Taufe gehoben.
Werde mich nie überheben, nie eine Gewichtheberin der Lebensträume sein.
Am liebsten wäre mir: fliegen.
vielleicht ist es mir zu lange gelungen
geheim zu halten
dass ich eines Nachts
klammheimlich
vor lauter Lachen
ins Lager der Narren
gekugelt
bin
Ein schwieriges Geschäft kann so eine Kündigung sein: Erst online kündigen, dann Hotline zu Bürozeiten anrufen, dann wird Formular freigeschaltet, das muss dann per Post geschickt werden.
Die spinnen, die Provider.
Es wäre schön gewesen, wenn er das Freundschaftsangebot angenommen hätte, aber es sollte wohl nicht sein. Nicht in diesem Jahr. Da zeigte er sich eigenwillig und wollte sich unbedingt ein außergewöhnliches Profil zulegen. Das ist ihm gelungen.
Na dann werde ich mir mein Freundschaftsangebot für den Herbst aufheben. Vielleicht ist der geselliger.
Ich mag es, wenn mich Menschen zum Lachen bringen. Am Besten funktioniert das mit dem einfachsten Humor. Kinderspässe, Kinderhumor liegt bei mir richtig.
Der Humor von Loriot hat bei mir selten gewirkt. Im Gegenteil: mir tat er manchmal körperlich weh.
Die Sache mit der Ente z.B. war für mich peinlich.
Manchmal konnte ich über ihn lachen, weil er andere Menschen zum Lachen brachte.
Mildernde Umstände sozusagen.
Sich selbst an den Anfang zu stellen gilt als unhöflich. Das eigene Ich zum Thema eines Artikels zu machen, riecht nach Egozentrik – und dennoch: alles dreht sich um das eigene Ich.
Hoffentlich.
Aber woraus besteht es eigentlich? Dieses Ich? Kompliziert ist es, so viel ist klar. Viele Wissenschaftsrichtungen machen sich darüber ihre Gedanken und Theorien, aber mehr als schemenhaft einen abstrakten Begriff einzukreisen gelingt ihnen nicht.
Seltsam, dass das so schwierig ist. Wo wir uns doch so sicher sind zu wissen, was das ist: das ich. Es scheint, dass kaum, dass wir denken können, wir eine Vorstellung davon haben, was das sein soll: dieses Ich.
Es ist da und es ist gewichtig – scheint unverrückbar klar umrissen: das bin Ich.
Aber ist das wirklich so klar umrissen? Was geschieht über den Tag mit dem Ich? Meins ist manchmal mehr außen, aber meistens doch eher innen.
Manchmal ist es forsch und ein anderes Mal zittert es vor meinen Träumen. Oft fühlt es sich vertraut an, aber ab und zu ist es fremder als es der fremdeste Mensch sein könnte.
Vor allem im Alltag zieht es sich so manches Mal zurück. Ist weder innen noch außen zu finden. Eher hat es sich auf eine Ich-Wanderung begeben. Ist abgehoben und dem Traumtänzerinnenseil gefolgt. Schwebt dahin, weil es die Struktur nicht mag.
Schwebt dahin.
Mathemusik – hat es Camilla Kutzner genannt. Eine mathematische Konstante musikalisch interpretiert. Nicht nur im Matheblog.
Musician interprets the mathematical constant Tau to 126 decimal places.
For an mp3 download of „What Tau Sounds Like“ visit
http://www.cdbaby.com/cd/michaelblake13