viel zu spät gemerkt, mal wieder, aber zur Aufheiterung – das ist das falsche Wort – zur Ablenkung genau das Richtige: Kommissarin Lund
Warum sagt mir das niemand? Das ändert doch alles.
The Killing II
So viel Erfolg – selten bei einer guten Qualität.
claudia September 13th,2011
Fühlen,
Fundstücke |
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Manchmal wäre es angebracht, einen Artikel in petto zu haben. Einen Artikel, der das Dunkle aufhellt, einen Artikel, der in eine freundliche Richtung zeigt, einen Artikel, der ein Löschpapier über das Gemüt legt.
In den nächsten Tagen ist ein Rückzug angebracht. Die innere Einkehr der Im-Zeichen-der-Schnecke-Geborenen.
Das Schneckenhaus bietet Geborgenheit. Sich winden, winden, winden – mich in mich rein winden.
Ich höre schon auf. Angeblich ist die Schnecke eine Zwitterwesen, das sich selbst befruchten kann. (Literarisch gesehen, das google ich jetzt nicht.)
Vielleicht ist das genau das, was ich mir wünsche: einen fruchtbaren Rückzug. Einen lustvollen Rückzug. Eine Auszeit.
(Als wenn die Zeit jemals aus sein könnte. Für das menschliche Empfinden nicht denkbar, fühlbar, lebbar.)
aus dem Fernsehen
hackt die Stimme
auf die Argumente
nieder
zerteilt und verwurstelt
bis nichts mehr
sein Ganzes wahrt
Vorsichtig optimistisch gehe ich in diese für mich wichtige Woche. Vorsichtig optimistisch bzgl. meines Schniefens, meiner Energie und meiner Laune. Allerdings wäre die noch besser, wenn in den Nachrichten das Wort Atomkraftwerk nicht schon wieder gefallen wäre. Ich glaube, einige Menschen sind froh, dass sie in diesen Tagen über das Wetter reden können. Das lenkt ab. Von der Börse, vom Geld und von den Atomkraftwerken. Und von Griechenland sowieso.
Immer diese Griechen, die wollen einfach nicht einsehen, dass sie unsere Kreise stören.
Obwohl ich immer Gewaltlosigkeit predige, bin ich oft bewaffnet. Das Foto will sich im Moment nicht hochladen lassen, aber das hole ich später nach. Überhaupt wäre es manchmal viel unterhaltsamer, wenn ich öfters von unterwegs bloggen könnte, aber im Zug funktioniert es nicht immer gut und Entwürfe später nachzuschicken vergesse ich meistens.
Ich gehöre in mancher Hinsicht zu den Spontanbloggerinnen.
Kaum habe ich es aufgeschrieben, merke ich, dass das auch wieder nur die halbe Wahrheit ist. Oder ein Viertel? Oder ein Zwölftel?

Claudia September 11th,2011
Allgemein |
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Die Nase läuft in einer Tour, der Körper schwitzt und der Kopf ist voll, voller, am vollsten. Überhaupt der Kopf: er beherbergt ein Karussell, das sich unter einem permanenten Quietschen und Kreischen mal in die eine, dann wieder in der andere Richtung dreht.
Draußen scheint die Sonne und hier drinnen herrscht das Lebenschaos. Warum nenne ich die Sammelmappe nicht einfach um?
Hab die Vorschläge wieder entfernt. Diese Form der Ironie versteht wieder keiner und stiftet nur Verwirrung.
der elfte September
Warum soll ich es nicht zugeben? Ich habe mich richtig erschreckt. Damals gab es das Internet noch als reine Servestation. Ich kann mich erinnern an mein Büro, an die Situation. Ich starrte in den Bildschirm, die Kollegen starrten damals noch nicht mit. Die sahen sich dann die Bilder im Fernsehen an.
Ich starrte in den Monitor und sah das erste Flugzeug und dann starrte und starrte ich aber dann gab es Schwierigkeiten, weil alle auf die Bilder starrten.
Bin dann nach Feierabend in Yoga gegangen, als wenn nichts gewesen wäre, nur mit der Riesenangst im Gepäck. die Fernsehbilder von den fliegenden Menschen habe ich erst am zweiten Tag gesehen – unter Aufsicht sozusagen, ganz alleine wollte ich mich der Situation nicht stellen.
Als mir das Ausmaß klar wurde, kam der Schreck: So viele Menschen mit so viel berechtigtem Zorn. Soviel Ungerechtigkeit im Namen der Demokratie. So viel Leid aus Hochnäsigkeit. Ein dritter Weltkrieg hätte das auslösen können.
Kein Mensch weiß, warum dieser Weltkrieg nicht ausgelöst wurde.
vielleicht weil die Beteiligten ihre Kinder gro0ziehen mussten, vielleicht weil die eine Herbstrevolution imposanter fanden. Vielleicht weil doch die Gewalt und das Kriegsverbrechen nicht mehr die nötigen Mitstreiter fanden.
Vorsicht!
fall nicht in die
Magengrube
da liegt schon
unverdaut
der Vorgesetzenmobber
im Zappenduster
Ausblick
ins Grüne
kräftig und stark
Sommer verlockend
Glück verheißend
vom Alltag getrennt
durch die stumpfe Scheibe
claudia September 8th,2011
Gedanken,
Leben,
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