Durchnässt

„Wenn man Fische fragt, wie es am Meeresgrund aussieht, vergessen sie wahrscheinlich zu erwähnen, dass es dort nass ist.“
Wo das Zitat her ist, weiß ich leider nicht mehr. Treffend ist es alle Mal.

Lob der Scham

Die Scham kommt in dem Text, den ich mir für den NaNoWriMo vorgenommen habe auch vor. Am Rande.

Bei den Gleisbauarbeiten ist die Scham heute im Mittelpunkt:

Und daher gilt – für mich – noch immer:

„Es ist ein zweischneidig Schwert mit der Scham: Geschamig verbirgt die eine züchtig mit niedergeschlagenem Blick den Trieb. Verschämt dagegen bedeckt die andere das Versäumnis der Scham entblößenden Intimrasur. Doch vermag wohl gerade erst die schüchternde Scham die Gelüste ins Maßlose zu steigern. Denn wenn die Scham sich selbst überwindet und befreit, beginnt der Rausch.“

Mentale Vorbereitung

Immer wieder falle ich auf die Idee hinein, ich könne mit der richtigen Vorbereitung alles meistern. Alles ist machbar – vielleicht auch kontrollierbar – wenn ich nur gut genug vorbereitet bin.
Gibt es keine äußerlichen oder organisatorischen Vorbereitungsmöglichkeiten möchte ich mich mental vorbereiten. So wie jetzt: jetzt bereite ich mich mental auf den NaNoWriMo 2011 vor.
Wie gesagt: Für die Langsam- und Wenigschreiberin mit betriebsamen Arbeitsalltag eine Riesenherausforderung.
Und dann noch der Text. Es soll ein poetischer, experimenteller Text werden von dem ich nicht weiß, ob er später die Form eines Romans erfüllt.
Schnell geschriebene lyrische oder poetische Texte bergen ein Risiko, aber das gehe ich gerne ein.
Für mich und weil ich die Vorfreude schon so genieße, für mich schreiben zu dürfen und mich ganz meinem Text widmen zu können ist mein Paradies.
Wieviele Menschen haben schon die Möglichkeit in einem Paradis zu leben?
Und sei es auch nur vorübergehend.

Herbst

Ein Montag mit Überraschungen wie gemacht für spontane Menschen. Eine Nachhilfestunde in Sachen Kreativität.

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Nanowrimo 2011

Drei Jahre ist es jetzt her, dass ich zum ersten und bisher einzigen Mal am NanowriMo teilgenommen habe.

Gekämpft habe ich damals wie eine Löwin, denn das Schreibziel von 50 000 Wörtern in 30 Tagen zu erreichen, ist für eine Langsam- und Wenigschreiberin wie ich es bin, nicht einfach zu erreichen. The Challange – sagen manche auch dazu und das trifft es ganz genau. Es ist eine Herausforderung, die es anzunehmen gilt.
Gestern habe ich mich dafür entschieden, wieder daran teilzunehmen. Mit einem neuen Text und unter den regulären Alltagsbedingungen: kein Urlaub, keine freien Tage und Dienstreisestress wie sonst auch – und trotzdem schreiben.
Meinem Kopf wird es hoffentlich gut tun. Meiner Seele hat es vor drei Jahren sehr gut getan. Damals habe ich die Geschichte der drei Mädchen begonnen. Dieses Mal wird es ein schwierigerer Text werden, ein introvertierter Text.
Ich freue mich drauf – und Wünsche mir selbst, die nötige Zugkraft, die es braucht um bei dieser Herausforderung am Ball zu bleiben. Denn wenn man nur ein oder zwei Tage in Verzug ist, scheint es fast nicht aufzuholen zu sein. Jemand wie ich muss um jedes Wort kämpfen, aber das ist es, was ich mir für den November wünsche: ich schreibe für mich.

Im Homosapiensgelände

Freue mich auf die Lesung heute Abend.

Im Homosapiensgelände
Ein multimedialer Leseabend für einen großartigen Menschen

„Für mich war Edgar schon immer die Nummer eins in der Mannheimer Szene”, sagt der ehemalige stellvertretende Direktor der Mannheimer Kunsthalle, Dr. Jochen Kronjäger über seinen Freund. Seit 1956 lebt und arbeitet der gebürtige Berliner Edgar Schmandt in Mannheim. Er malt und zeichnet nicht nur, sondern schreibt auch Prosatexte und Gedichte. Vor kurzem erschien „Mit Dir sterben das wäre ein Leben: Caput Mortuum – Brieftexte und Kopfgrafiken” beim Verlag Das Wunderhorn in Heidelberg. Edgar Schmandt hat ein unterhaltsam-nachdenkliches Werk geschaffen, das an diesem Abend zum ersten Mal im Rahmen einer Lesung vorgestellt wird.
Dazu werden Ausschnitte aus dem von Norbert Kaiser im Jahr 2009 gedrehten Film über den Künstler zu sehen sein.

Die Sache mit der Kindes Misshandlung

Kelef – die Sache mit der Kindesmisshandlung

Nebel

Der Oktober kleidet sich novemberlich.

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Abgründig

Mein Gefühlsleben ist ein Abgrund in den ich nur zu gern hineinfalle.

Freitag

Frankfurt hat jetzt eine Startbahn mehr und ich ein paar blonde Strähnen auf dem Kopf. Nach dem Frisörtermin muss ich wieder Husten. Die Anstrengung, nehme ich an. Allerdings kann ich keinen Hustentee mehr sehen, denn seit die Erkältung begann, habe ich geschätzte 1000 Tassen zu mir genommen. Jetzt reicht es allmählich.
Ich werde mich zudecken und verkriechen. Genügend Lesestoff habe ich ja. Außer meinem neuen Kindl liegen hier auch noch zwei schöne neue Bücher: Tomas Tranströmer.
Ich habe seine Gedichte vorher nicht gekannt und bin verzaubert. Hier ein kleines Schlusszitat aus seinem Gedicht Wettergemälde:

Die Hieroglyphe eines Hundebellens steht in der Luft
über dem Garten gemalt,

wo die gelbe Frucht den Baum
überlistet und sich fallen lässt.