Du meine Güte! Das war – oder besser gesagt – ist ein Start in den NaNoWriMo. Der Tag ist ja noch nicht vorbei. Gleich in der Frühe am Morgen habe ich mit dem Schreiben begonnen und später in der Mittagspause weitergemacht. Ich muss die Dateien noch zusammenführen, aber es sieht aus, als wäre ich schon in der Nähe der Anzahl der Wörter, die ich heute brauche. Und Schwimmen war ich auch.
Das könnte natürlich auch ein bisschen unheimlich sein. Dieser Schnellschuß. Irgendwie total ungewohnt, weil ich ja sonst wirklich um jedes Wort kämpfe. Sonst sprudeln meine Texte nicht, die tröpfeln höchstens.
Und was macht meine Geschichte? Die trifftet ab. Geht ihren eigenen Weg und ich möchte sie zurücklotsen. Komm her, hier ist dein Weg, dort wollen wir hin. Aber sie läuft nicht mit mir. Sie geht ihre eignen Wege.
Ich mache jetzt einfach noch ein bisschen Pause und schreibe nachher weiter.
Danke auch für die vielen guten Wünsche! Die konnte ich brauchen.
claudia November 1st,2011
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nanowrimo11 |
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Claudia November 1st,2011
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Morgen geht es los mit dem NaNoWriMo. Ich bin gespannt, wohin er mich dieses Mal führen wird. Beim letzten Mal hat er mich in die Kindheit der drei Mädchen geführt. Dieses Mal wird er von der Liebe handeln. Auch von der Liebe. Das Büro und die Arbeit werden noch einfließen.
Das Lampenfieber steigt und gute Wünsche kann ich brauchen.
“Eine Literatur, zur Gänze aus guten Büchern zusammengesetzt, wäre bald ohne Leser und ausgestorben, die Isolation zu groß. Wir benötigen auch die trivialen, kurzlebigen Bücher: Das sind die Ankleidezimmer, die Werkstätten, die Seitenflügel, die Spülküchen, die brodelnden Kessel, in denen das Leben siedet und dampft und immerzu hochkocht. Sie befruchten unseren Geist und machen ihn bereit für die großen Meisterwerke.”
Virginia Woolf
Gut über das Novemberschreiben – den NaNoWriMo – kommt man, wenn man eine bestimmte Strategie verfolgt. Wenn man sich in der Vorbereitung Klarheit über seine Figuren, Schauplätze und das Umfeld verschafft. Vielleicht sogar ein paar Recherchen in Vorfeld schon abklärt. Das würde ich auch gerne machen, aber da gibt es ein Problem, das bei meiner Schreibweise hinderlich ist.
Genau wie hier in der Sammelmappe, schreibe ich meine Texte zunächst erst mal sehr assoziativ. D.h. Ich weiß gar nicht, wohin mich der Text führt und außer der einen oder vielleicht auch zwei Figuren, die die Geschichte tragen, kenne ich im Vorfeld auch die beteiligten Figuren nicht. Das heißt ich muss mich auch im Nachgang ständig vergewissern, dass die Tatsachen stimmen. Da erscheint ein Büro im 12. Stock und ich muss sicher sein, dass die Figur nicht vorher nur kurz den Gang hinunter gelaufen ist, um in ihr Büro zu kommen.
Das ist jetzt eher ein harmloses Beispiel, das man später leicht korrieren kann. Aber es gibt Kleinigkeiten, die können einen Text ganz schön in die Bredouille bringen. Das habe ich schon erlebt – und für das Prinzip des NaNoWriMo kann das ziemlich heftig werden. Denn dann gerate ich ins Stocken und kann mich mit meinem Text nicht mehr drehen und wenden.
Ich hoffe, ich bringe soviel Gleichmut mit in das Novemberschreiben, dass ich solche Momente gut abfedern kann.
Als Typ und als Mensch finde ich den Nicolas Berggruen äußerst interessant. Gerne würde ich ihn mal treffen, um zu sehen, wie er aus der Nähe und als Gegenüber wirkt.
Sein Schilderungen vom Kriegsschauplatz Eurokrise habe ich allerdings nicht alle verstanden. Auch nicht, wie brisant es ist, wenn sich plötzlich so ein Institut in die Politik einmischt, das über einen so großen Kapitalstock verfügt.
In drei Tagen geht es los und die Spannung wächst von Stunde zu Stunde. Ich sehe mir meinen Terminkalender an und grüble, wieviel Zeit mir zum Schreiben bleiben wird. Drei Stunden am Tag konzentriertes Arbeiten sind notwendig schätze ich, um die Wörterzahl zu schaffen.
Eignet sich der Text, den ich plane, für die Challange? Sollte ich nicht doch auf Figuren und einen konkreten Handlungsablauf setzen?
Ertrage ich mein gewähltes Thema in dieser Intensität einen Monat lang?
Es kommen immer mehr Fragen auf. Ich glaube, man nennt das Lampenfieber.
Ich bin eindeutig zu streng zu mir und meinen Mitmenschen. Das merke ich immer wieder. Wobei es so ist, dass ich im Vorteil bin, denn die Strenge zu mir selbst wird abgemildert durch einen weiteren entgegen gesetzten Zug meiner Persönlichkeit: Meine Neigung, fast alle Dinge, Begebenheiten, Situationen oder Umgebungen in einen emotionalen Licht zu sehen. Sie in ihren gefühlsmäßigen Kontext wahrzunehmen. Da schießt meine moralisch Strenge manchmal wie ein Blitz durch diese Wahrnehmung.
Für meine Mitmenschen ist es schwieriger mit diesem Zug von mir umzugehen. Für sie kommt die Strenge oft sehr unerwartet und trifft sie somit ungebremst.
Meine Tränen
schreien
lauter
als der Horizont
und vertrocknen
Kling schlimm! Wie kommts, dass du die Stimmungen als "fremd" erlebst? Ich betrachte alle Stimmungen als eigene und suche entweder…