Kleine Rede, große Wirkung. Manchmal wächst der Mensch über sich selbst hinaus. Mir scheint das gestern gelungen zu sein. Vielleicht weil man merkt, dass mir die Sache am Herzen liegt. Eine Leisetreterin wie ich es von Natur aus bin, hat es nicht immer leicht gehört zu werden. Aber manchmal überzeuge ich – vielleicht einfach durch meine Person.
Obwohl? Das ist nicht genau ausgedrückt. Wahrscheinlich ist das alles komplizierter.
Aber klar ist, dass ich mich sehr in eine Sache hineinknien kann, wenn sie mir am Herzen liegt.
Und es gibt viele Dinge, die mir am Herzen liegen.
Ich sollte endlich wieder etwas schreiben. Da gibt es immer noch diese Geschichte mit dem toten Mädchen. Die ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Aber da wäre auch noch die Frau, die sich ans Meer verzieht. So viele Anfänge liegen hier rum, aber ich komme einfach nicht dazu. Zuviel Arbeit, zuviel Unruhe, zuviel Ablenkung. Welche der Ausreden wirklich greift, kann ich gar nicht sagen.
Im Prinzip sind doch alles nur Ausreden. Eine Geschichte kann ich auch entwickeln, wenn ich im Schwimmbad meine Bahnen schwimme, oder Abends im Bett beim Musik hören, oder während den Bahnfahrten.
Schreiben geht immer – und dennoch geht es manchmal gar nicht.
Ich reiß mich
selbst in Stücke
steh auf einem Bein
will nicht tanzen
können
dreh mich doch
im Kreis
Claudia Mai 18th,2011
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Das Projekt von Anja Stumpe hat es geschafft. Auf der Suche nach dem verlorenen Paradies im Plattenbau wird verwirklicht werden. Dank Crowdfunding! Manchmal funktioniert es.
Mein derzeitiger Favorit ist dieses Projekt:
So was wie aquarellieren
immer bewegung an den ränder. die endlose veränderung als einzige konstante.
ränder from rittiner gomez on Vimeo.
Ein bisschen Meer in der Sammelmappe kann nicht schaden, also schnell mal den Link zur Insel gesetzt. Morgen muss ich meine erste rede im öffentlichen Raum halten. Vielleicht beruhigt das Video.

Ausblick
ins Grüne
kräftig und stark
Sommer verlockend
Glück verheißend
vom Alltag getrennt
durch die stumpfe Scheibe
Claudia Mai 16th,2011
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Super-GAU, Superbanker, Supermacht, Superorgan, Superstar – hab och was vergessen?
Scheint alles super zu laufen auf diesem Planeten.
Manchmal weiß ich nicht mehr, was ich davon halten soll. Eine Doktorarbeit in Medizin im Umfang von 59 Seiten. Man höre und staune. Vor allem Staunen ist da angebracht. Sie treiben es ganz schön bunt und immer auf unsere Kosten.
Roter Glamor heisst ein Krimi von Dominique Manotti, den ich am Wochenende ausgelesen habe. Die Ereignisse um Strauss-Kahn erinnern mich fatal an die Ausführungen von Manotti. Der Krimi spielt im Frankreich der 80er im politischen Umfeld von Francois Mitterrand.
Macht macht süchtig und die Mächtigen kommen immer wieder davon. Solange wir sie davon kommen lassen.