Feindbild
Augen wie Steine
oh, das klingt hart
aber sieh doch
und nimm dich dabei
in Acht
da gehen die Menschen
wie Roboter die Straße
entlang
Reiz sie nicht:
sie steinigen dich
werfen dich tot
Augen wie Steine
oh, das klingt hart
aber sieh doch
und nimm dich dabei
in Acht
da gehen die Menschen
wie Roboter die Straße
entlang
Reiz sie nicht:
sie steinigen dich
werfen dich tot
Wer sagt von sich schon er sei ein materieller Mensch? Wenige Menschen. Mein Leben spielt sich zu einem nicht geringen Teil in virtuellen oder vergeistigten Welten statt. Denn wenn ich es recht sehe, kann auch das Tagträumen zu den virtuellen Lebensräumen zählen.
Insofern stehe ich ihr nicht immer nah, der materiellen Welt.
Aber ehrlich gesagt: Ich habe einen großen Respekt vor ihr. Die materielle Welt, ist die, die ich von überall her holen kann. Die die Menschen zu Sklaven machen kann. Die materielle Welt ist, manchmal hinterrücks. Ab und an gemein und fast immer ungerecht.
Vor allem kann sie unheimlich dominant sein. Das sind alles Gründe genug, sich die materielle Welt nicht zum Feind zu machen.
Manchmal pflege ich sie nicht genug. Dann kann es passieren, dass ich ihr Opfer bringen muss.
In den letzten 24 Stunden einen Kochtopf als Brandopfer, die Tischplatte trägt jetzt das ewige Mal der Vergesslichkeit und den Haarschaum habe ich den Feen und Nixen, die die öffentlichen Badenanstalten beschützen geopfert.
Jetzt sollten die Göttinnen der materiellen Welten aber vorübergehend befriedigt sein.
Heute ist schon Februar – das kommentiere ich lieber nicht. Trotzdem lässt es sich nicht vermeiden, dass sich mein Kopf mit Banalitäten füllt. Wie die Zeit fliegt, zum Beispiel. Wie sie dahin fliegt. Und wie verflucht kalt es draußen ist. Ja, ich weiß: Es ist normal. Es ist Winter. Es ist noch mal so lange Winter, wie es schon war.
So ist es und es ist gut, dass ich es nicht ändern kann, denn das würde ich machen. Ohne Skrupel. Überhaupt würde ich vieles machen, wenn ich dazu die Macht hätte.
Gestern in der Kulturzeit sagte jemand, jede oder jeder von uns würde in einem Jugendknast auch so verrohen, dass sie oder er auch Menschen foltern und ermorden könnte. Es ging um den Film „Picco“ von Philip Koch.
Da würde ich dann doch widersprechen.
zweigleisig ist besser als eingleisig
aber die Weichen
werden dich verwirren
denn plötzlich
sind es zu viele
kreuz und quer
im Gewirr der Gleise
kann es sein
dass du nicht merkst
dass der zug
schon lange
in die andere Richtung fährt
Oh mother tell your children
Not to do what I have done
Spend your lives in sin and misery
In the House of the Rising Sun
Take care! Please take care.
Egypt shuts down Al Jazeera bureau http://bit.ly/dJ6E3j #jan25
Und Al Jazeera ist in Ägypten jetzt auch nicht mehr erreichbar.
Was wird kommen? Die Machtverhältnisse verschieben sich so dramatisch, dass es nicht vorstellbar ist, dass alle das hinnehmen werden. Wahrscheinlich ist es dem Barack Obama schon ganz anders geworden in den letzten Wochen.
Aber jetzt im Moment da beginnt die Zeitenwende. In Ägypten sind Internet und Mobiletelefone noch abgeschaltet, aber wie schreibt die taz:
Aber auch in Tunesien hat man versucht, die Kommunikationswege der Jugendlichen zu unterbrechen. Ein junger Mann der damals heftig gegen das Regime gebloggt hat, ist heute der neue tunesische Minister für Jugend.
Die deutschen Sender halten sich immer noch zurück in der Berichterstattung über Ägypten.
Bei Al Jazeera gibt es momentan die aktuellsten Informationen.
Stress im Beruf kann tödlich ausgehen, haben wir diese Woche gelernt. Was wir noch dazu gelernt haben ist, dass der Stress vor allem für die Schwächeren tödlich ausgehen kann. Sonst werden sie meistens nur verletzt. Mal stärker, mal schwächer.
Obwohl ich aus Erfahrung weiß, wie zerstörerisch Stress in einer fremdbestimmten Arbeit wirken kann, bin ich doch überrascht, dass Stress im Beruf zum ersten Mal tatsächlich als Begründung für so ein schlimmes Verbrechen her hält. Wo bleiben die üblichen Attribute abartig, pervers oder mindestens die Bezeichnung Psychopath?
Naja, ich will es nicht wirklich wissen.
Nur die Auswirkungen des Stress im Beruf, die machen mir zu schaffen.
der Tag plätschert dahin
vorhin ist er voran gesprudelt
beim Einkaufen leicht gluckernd
er läuft innen und außen gleichmäßig an mir ab
fühlt sich an wie Teig: lässt sich ziehen
bis er plötzlich reißt
Kling schlimm! Wie kommts, dass du die Stimmungen als "fremd" erlebst? Ich betrachte alle Stimmungen als eigene und suche entweder…