sich trollen

twittert Antje Schrupp und linkt auf das Ende des Blogs von Karla Orange, die zum Blogger-Mädchen 2009 nominiert war.

Die Trolle haben sie dazu gebracht. Kann ich verstehen, ist mir mit meinem Menschenrechteblog ähnlich gegangen und irgendwann hatte ich dann auch keine Energie mehr gegenzuhalten.

Mein Leben als Insel (ohne Troll) ist ein Artikel in dem Karla darüber schreibt.

Zu welchen Themen blogge ich?

Der Artikel über den „Linkgeiz der Frauen“ hat mich dazu gebracht, an dieser Stelle über die Themen zu reflektieren, über die ich in der Sammelmappe blogge.

Von Anfang an war ich froh, dass ich neben den Sachblogs, mit denen ich ja angefangen hatte, die Sammelmappe für das persönliche Bloggen zur Verfügung hatte. Sammelmappe – was für ein schöner Begriff! Da kann ich alles reinstecken, was mir einfällt. Alles an was ich mich selbst erinnern möchte, alles was mir wichtig ist, alles was mir über den Weg läuft. Trotzdem finden sich ganz bestimmte Themen nicht in der Sammelmappe. Private Details z.B. aber auch über Dioxin in Eiern werdet ihr bei mir nur selten etwas lesen.

Manchmal geht meine Leidenschaft mit mir durch und dann gebe ich meinen Senf zu irgendeiner der aktuellen Themen ab. Zum Kommunismusgespenst oder zur Atomkraft. Aber ehrlich gesagt: Ich finde es vielen Themen nicht angemessen, dass sie vier Wochen lang in den Medien und in den Blogs hochgehalten werden und dann kommt das nächste – obwohl das Problem doch immer noch da ist. Es ist nicht verschwunden, hat sich nicht in Luft aufgelöst – nur die Karawane zieht weiter.

Das möchte ich nicht. Ich will nicht weiterziehen, sondern hier bleiben.

Eine Ausnahme mache ich dabei aber; das ist in der Regel die Netzpolitik. Denn bei der habe ich im letzten Jahr begriffen, dass es wichtig ist, sich eine Meinung zu bilden und sie auch zu äußern. Denn nur durch den Druck der Information und der Verbreitung von fundiertem Wissen wird auch die Politik gezwungen, sich mit der Basis zu beschäftigen. Es ist zu früh, um die Netzpolitik der Lobby zu überlassen. Zu viele  Weichen werden in den nächsten Jahren gestellt.

Seelensummen

leise, leise
leise, bitte nicht zu laut
leise, leise, ich will lauschen
was die Seele wispert
leise, bitte
ich hör sie leise summen
leise, hörst du nicht?

Frauen linken nicht

Heute habe ich die These einfach mal bei Twitter in den Raum gestellt.

Sich mit #Frauen zu vernetzen ist gar nicht so einfach. Sie linken nicht zurück.

Vera hat auf Facebook geantwortet – und sich dabei geschickt verlinkt –

Öhm – habe ich im letzten Jahr ganz anders erlebt: https://opalkatze.wordpress.com/2011/01/05/bloggerin-des-jahres-gestiegenes-interesse/

Mich überzeugt das nicht, denn ich habe ganz andere Erfahrungen gemacht. Die Sammelmappe bekommt Links aus allen Richtungen und ich bin zufrieden damit.
Aber: Nur ganz wenige der Links kommen aus den Vernetzungsinitiativen der Frauen. Extrem wenige. Übrigens kommen auch keine aus dem sozialen Bereich der Vernetzungsinitiativen, die sich ab und zu per Mail bei mir melden und die ich immer großzügig in der Sammelmappe oder in den anderen Blogs verlinke.

Ich bin keine Aufrechnerin nach dem Motto: Verlinkst du mich, verlinke ich dich. Das käme mir nie in den Sinn und trotzdem ist es auffällig, dass dieses Defizit ausgerechnet bei diesem Kreis besteht. Daher meine Frage, die ich mir immer noch nicht selbst beantwortet habe:

Ist es Unkenntnis oder Gedankenlosigkeit?

Ein Gespenst geht um

Fangen wir doch alle noch einmal von vorne an.
Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, der Papst und der Czar, Metternich und Guizot, französische Radikale und deutsche Polizisten.

Ach ja stimmt: Kapitalismus heißt das Gegenmittel. Kapitalismus bringt Freiheit und Menschenrechte. Kriegen wir heute ja jeden Tag vor gelebt und stimmt mindestens für die, die Geld haben.

Jedenfalls geht das Gespenst schon wieder um.

Festen Boden

Festen Boden unter den Füßen, das wünsche ich mir heute besonders. Auf der Insel gibt es den.Menschen auf der isla volante

Ich armer Tropf

Jetzt sitze ich hier, ich armer Tropf und bin von der Welt abgeschnitten. Von meinen Unterlagen besser gesagt. Mit klopfenden Herzen habe ich den Rückzug angetreten. Bin nur bis über die Straße und wieder zurück gekommen – in etwas mehr als fünfzehn Minuten. Das Eis da draußen ist die Hölle. Das was gestern Schneehaufen waren sind heute Eisberge. Die Streufahrzeuge streuen die Straßen, die Gehwege bleiben wie sie sind.
Mein Herz klopft immer noch. Aber wie komme ich jetzt an meine Unterlagen? Die Taxiunternehmen sind klug: Die fahren nicht.

Stolperweg

Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden.

wieder mal Franz Kafka

Welche Überschrift würde der heutige Tag tragen?

Wenn er einen Titel bräuchte, welchen Titel würde ich wählen?
Diffus. Ohne Fleiß kein Preis. Gehe nicht über Los. Anti-Kreativ-Tag.
Ihr seht schon: Hier liegt ein Tief über der Region.

Oder vielleicht nur ein Virus, der die Schlafkrankheit mit sich bringt.
Möglich wäre auch, dass mein Energievorrat ein Leck hat. Irgendwer pumpt sich da heimlich Energie bei mir ab.
Vielleicht bin ich das selbst? Hab den falschen Hahn aufgedreht. Das sähe mir ähnlich. Bin viel zu leicht auf der Fassung zu kriegen.

Hab halt Mimosengene. Aber ehrlich gesagt, die möchte ich auch nicht missen.

re:publica 2011

Wer nicht kommt ist nicht dabei – steht auf einem der Banner, die es jetzt für die Republica gibt. Ich freue mich schon riesig darauf. Wenn es nur halb so gut wie beim letzten Mal wird, dann wird die Zeit immer noch toll sein. Das Hotel mit dem wunderschönen Blick auf den Fluß kann ich mir in diesem Jahr leider nicht mehr leisten. Aber ich habe eine günstige Alternative in der Nähe im Auge.

Hach, ist das schön.