Rosenmontag
Strahlend bblauer Rosenmontag. Ruhiger Bürotag mit langen Gesprächen, Vernichtungsaktionen und ein paar Scherben, die ich nicht kitten kann.

Strahlend bblauer Rosenmontag. Ruhiger Bürotag mit langen Gesprächen, Vernichtungsaktionen und ein paar Scherben, die ich nicht kitten kann.

Wir waren im Museum für moderne Kunst MMK in Frankfurt und Jutta schreibt darüber.

Für mich war diese Ausstellung ein Glücksgriff. Es ist eine Freude, die vielen unterschiedlichen Werke wahrzunehmen. Und was für ein Humor, da ab und an verborgen ist!
Ich gehe bestimmt noch einmal hin. Hab ja jetzt endlich wieder eine Museumsufercard.
Das ist eine Ausstellung, die nicht nur über das Auge anspricht. Heute Nacht träumte ich intensiv davon. Mein ganzes Leben finde ich da wieder.
Das Jahr schreitet über mein Leben hinweg. Konsequent und entschlossen. Voller Selbstbewusstsein.
Tag um Tag.
Ich höre den Schritt.
Klack, klack, Klacks.
Alles wird gut, wünscht sich mein Herz.
mit beiden Händen
nach dem Leben greifen
auch wenn es immer
weiter durch die
Finger rieselt
Ein Anflug von Leichtigkeit bringt dieser Samstagmorgen.
Ganz und gar ungewohntes Gefühl seit Monaten und vollkommen anlasslos.
So viel Vergangenheit, so kostbar-begrenzte Zukunft.
Ich entwickle mich zur perfekten Klischee-Senorin und schwelge in Erinnerungen jeglicher Art. Was für ein Geschenk ist es, diese Erinnerungen zu teilen!
Nicht nur die Geschichten weitererzählen, sondern sie mit den Menschen zu teilen, die gemeinsam mit mir verschiedene Lebenszeiten durchschritten. Wie wertvoll das ist!
Vergangenheit. Gegenwart. Zukunft. Nie war ich mir bewusster, dass sie fließend ineinander überwechseln.
Mein Leben. Gestern. Jetzt. Und irgendwann.
Die Zeit tut was sie kann, sie vergeht.
Ich dreh den rosa Regenschirm
unter den Tropfen
schnurrt das Leben
brummt die Zeit
schleudert alte Träume durch die Nacht
Ich mache es wie angekündigt und taste mich Wort um Wort weiter in diesem Blog. Noch nie ist es mir so schwer gefallen, weiter zu schreiben. Etwas lastet schwer auf mir und flüstert mir tief in die Seele: Lass es sein! Sei still! Gib nichts von dir preis! Mach dich nicht verwundbar! Sei ganz, ganz leise.
Es ist eine verführerische Stimme. Sie klingt sanft und beruhigend.
Aber mein Kopf weiß: Das ist keine Freundin, die zu mir spricht.
Es ist eine toxische Stimme, die es ganz und gar nicht gut meint.
Deshalb schreibe ich kurz und sehe der Sonne beim Aufgehen zu.
Habt einen guten Tag!
Ressourcen gut einteilen ist immer noch mein wichtigstes Tagesziel. Sorgsam und behutsam mit mir umgehen. Nicht gleich in Panik verfallen. Hab eine weitere Stelle entdeckt, die mir Probleme bereiten könnte. Unwahrscheinlich mitten in der Cortison-Phase. Dennoch beängstigend.
Hier in der Sammelmappe dreht sich aktuell alles um mich und meine Gesundheit, weil das das Thema mit der Freigabe für die Öffentlichkeit ist. Die anderen Lasten drücken anonym und unbeschreibbar auf meine Schultern. Da zieht sich etwas zusammen. Dunkle Wolken am Horizont. Sie werden lange nicht wegziehen.
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Es fällt mir so schwer wie noch nie seit ich mit dem Bloggen begann, hier weiterzuschreiben. Obwohl ich eine begnadete Jammererin bin und ernsthaft daran glaube, dass es wichtig und richtig ist, Jammer und Wehklagen zu zelebrieren, damit daraus neue Kraft entsteht, verzarge ich doch ab und zu beim Posten. Zu gerne möchte ich manchmal einen positiven Akzent setzen. Etwas Licht für die Mitlesenden anzünden. Etwas Glitter über das Düstere ausstreuen.
Aber dazu ist dieser Platz im Netz nicht da. Also lasse ich es und taste mich weiter Wort für Wort.
Müde. Unendlich müde und erschöpft. Ich hangle mich kriechend durch meinen Alltag. Symbolisch gesehen natürlich. Sorgsam kratze ich ein paar Ressourcen-Krümel zusammen und krieche weiter.
Am Horizont ein Untersuchungstermin, der weiterhelfen könnte.
Es wird schon werden. Irgendwie.
Und morgen mache ich etwas Schönes.
Das ist doch schön, dass du gebraucht wirst und es dir gefällt. Denn schließlich gefällt dir das Schreiben ja. Warum…