Beim Fußball steht verweigerter Applaus für Widerstand. Aha. Da muss eine erstmal drauf kommen. Sie durchtränken diesen Sport durch und durch mit dem Gift der Korruption und bieten Menschen- und Frauenrechtsverachtern nicht nur eine Bühne, sie öffnen ihnen auch die Toren und Türen meilenweit, für ihre grausamen Machenschaften.
Die Landesregierung in Hessen möchte ein Sozialticket für die Nutzung des ÖPNV für Menschen mit niedrigen Einkommen einführen. Endlich! Möchte eine rufen. Mobilität ist so wichtig für die Lebensqualität.
Mit der Einführung des Deutschlandstickets für 49 Euro wäre es so einfach gewesen, mit einem Zuschuss dafür zu sorgen, dass dieses Ticket erschwinglich wird für arme Menschen. Aber nein! Das wäre zu einfach gewesen. Sie entscheiden sich für ein Hessen Ticket.
Er wird mir fehlen. Die linke Seite unserer Lieblingsbank ist jetzt baum- und schutzlos. Ich kann an den Stücken nicht erkennen, wie krank er war. Aber im letzten Sommer da wirkte er schon sehr schwach mit seiner dürftigen Krone im Kreise seiner wuchernden Geschwister.
Bildbeschreibung: Abgesägte Platane in Stücken, darüber rot-weißes Absperrband.
Wieder zurück von der Dienstreise und sofort platt auf mein Sofa gefallen. Müde. Endlos müde. Aber hilft ja nichts, die Arbeitswoche ist noch lange nicht am Ende angelangt. Augen zu und durch. Nächste Woche gibt es wieder ein Behandlungslichtblick. Oder einen Strohhalm an den ich mich anhänge. Soll niemand sagen, dass ich nicht auch ab und zu eine Optimistin sein kann.
Es war kalt heute morgen und dazu der Rucksack noch so schwer und ungeschickt gepackt, dass ich unterwegs auf die U-Bahn aufgesprungen bin. Morgen streiken U-Bahnen und Straßenbahnen, wir hoffen alle auf einen guten Tarif und mit diesem Gedanken im Kopf läuft es sich leichter.
Morgen verreise ich und kann mich nicht für ein passendes Gepäckstück entscheiden. Mir fehlt mein kleiner roter Lieblingskoffer, dem ich ein Nachleben in der Karibik gegönnt habe.
Bewusst. Ganz bewusst hab ich ihn verabschiedet. Die ursprüngliche Idee, ihn im Main zu versenken, wenn meine Zeit der fremdbestimmten Arbeit vorbei ist, habe ich aus Umweltschutzgründen verworfen. Obwohl mir der Gedanke schon gut gefiel, die Jahrzehnte der Arbeit mit einem Ritual aus einem drittklassigem Krimi zu beenden.
Virtuell natürlich nur. Oder im Traum.
Jedenfalls war irgendwann klar, dass der rote Koffer nicht zur Obsession werden durfte. Also musste er verschwinden. Mit wertvollem Inhalt zu wohltätige Zwecken.
Und schon war ich ganz aus Versehen, im nächsten viertklassigem Mysteriethriller gelangt. Von dort aus ging es weiter zur tragischen Liebesgeschichte, die von der Unmöglichkeit handelt, den kleinen, roten Koffer zu vergessen.
Das Wochenende heiß ersehnt. Erschöpft auf die Ziellinie zu gekrabbelt. Jetzt noch ein paar tiefe Seufzer ausstoßen und den Rest der Arbeitswoche zusammenkehren.
Das ist doch schön, dass du gebraucht wirst und es dir gefällt. Denn schließlich gefällt dir das Schreiben ja. Warum…