Die Brücke zum Feierabend

Weilburger Schloss an der Lahn

Die Sammelmappe lebt wie viele andere Weblogs auch von der Persönlichkeit ihrer Schreiberin. Manchmal gibt es Zeiten, da trete ich lieber einen Schritt zurück. Raus aus dem Licht, ein wenig in den Hintergrund. Da steht die Angst dahinter, zu viel preiszugeben. Wer sich öffnet, macht sich verletzlich heißt es. Wer zu viel von sich preis gibt, muss sich über Schaden nicht wundern. Wer sich ins Scheinwerferlicht stellt, ist selbst schuld wenn es schlecht ausgeht.

Also Licht aus, Klappe zu, Deckel drauf. Das wäre doch die Konsequenz aus dem Gerede. Nein, ich ziehe andere Konsequenzen. Ich male mein eigenes Bild. Ich dichte meine eigene Lyrik.

Die unterschiedlichen Reaktion auf das letzte Gedicht „Fest im Griff“ haben mich sehr gefreut. Auf Lyrik erhält man normalerweise nicht so viel Rückmeldung. (Es sei denn man dichtet so gekonnt wie Björn.) Schon gar nicht so viel interpretierende. Keine der Reaktionen kommt dem nahe, was ich mir dachte als die Zeilen schrieb. Aber das ist gerade der Zauber bei Gedichten.
Wenn der Zauber wirkt, kann man sich darin spiegeln.

Der neue Personalausweis

Die Zuverlässigkeit und Sicherheit des neuen Personalausweis steht nicht in Frage, meint Innenminister De Maiziere. Aber auch: Hacker mögen immer was hacken können.

·  Fefes Blog ·  campino2k ·  holy fruit salad! ·  Indiskretion Ehrensache ·  Readers Edition

Aha. So ist das also. Der neue Personalausweis ist also so lange sicher bis er von Hackern gehackt wird. Also bis jetzt. Denn dass die CCC-Leute ihn hacken können haben sie schon gezeigt.

CCC zeigt Sicherheitsprobleme beim elektronischen Personalausweis auf [Update]

» Ich wollte mich ja aus dieser ePA-Sache raushalten, … — Fefes Blog
» Neue Sicherheitslücken beim elektronischen Personalausweis — netzpolitik.org
» Sicherheitsprobleme beim neuen Personalausweis — Internet-Law

Kein Geld, kein Markt

Eine Gesellschaft ohne Geld und ohne Markt. Manche Menschen können sich die vorstellen und sie referieren auch darüber.
Ein Thema über das ich viel zu wenig weiß.

Die Teamerinnen der Kapitalkurse an der RLS führen am kommenden Samstag, 25.9.2010, 10 bis 19 Uhr, ein Tagesseminar durch zum Thema:

Beitragen statt Tauschen: Commons und Peer-Produktion als Grundlagen einer nicht-kapitalistischen Gesellschaft

In den letzten Jahrzehnten ist eine neue Produktionsweise entstanden, die auf Kooperation und Teilen beruht. Auf dieser Produktionsweise – Peer-Produktion genannt – basieren Freie Software (Linux und Firefox), Wikipedia und die Freie-Kultur-Bewegung, Freie Funknetze und Projekten wie SETI@home. Aber Peer-Produktion kann mehr. In dem Seminar soll es darum gehen, wie eine Gesellschaft aussehen könnte, die auf Peer-Produktion beruht, so dass es kein Geld und keinen Markt mehr braucht.

Fest im Giff

halt den Tag fest
und die Nacht
zieh die Leine fest
an der dein Leben hängt

zieh die Ellenbogen an
und stel dich mit
aller Macht dagegen
lass es nicht ziehn, dein Leben
lass es nicht ziehn

fest im Griff
fest, fest im Griff
lass dich nicht ziehn vom Leben

weich keinen Millimeter ab
du könntest

auf unbekannten Wegen
landen

Die eigene Marke

Von der Freischreiberei verstehe ich sicher nicht genug um wirklich mitreden zu können. Trotzdem gehen bei mir alle Lampen an, wenn ich Titel wie „Wer sich selbst zur Marke macht hat gute Chancen“ lese. Da ist sie wieder: die Verkauf-Dich-Dann-Überlebst-Du-Mentalität. Wer es nicht schafft, der hat sich halt nicht richtig verkauft. Die falsche Marke entwickelt.
Nun ja. Es geht um Geld. Der übliche Eiertanz. The winner takes it all. Noch gibt es viele Menschen, die daran glauben.

Nur was machen wir mit den anderen? Mit denen, die keine Gewinner sind. Ich hätte da eine Idee. Eine kleine soziale Umwälzung. Das wär doch was?

Mondkuchenfest

Der Bembel ist so nett und erinnert mich an das Mondkuchenfest. Morgen. Nicht vergessen.
Der Mond ist riesig groß und ganz nah.

An trüben Tagen

An trüben Tagen
lausche ich gespannt
ob ich sie höre

die Lebensmeldodie

An trüben Tagen
erfreut mich das rote Glimmen
der Herzenswärme

An trüben Tagen
führt das Ziel zum Weg
das Leben in den Tag

An trüben Tagen
strahlt das Herz
die Liebe aus

An trüben Tagen
heißt mein Glück

Geborgenheit

Buugle

Der Datensammeldienst ihrer Bundesregierung
ein Film von Alexander Lehmann

Deutschland im Jahre 2010. Die Datenkrake „Google“ kündigt ihren neuen Dienst „Google Steetview“ an. Medien, Bürger und Politiker laufen Sturm. In einem bisher unbekanntem Maß wird die Privatssphäre unbescholtener Bürger durch das Datensammelmonster „Google“ verletzt.

Doch haben sie in der Eile ein ganz anderes Projekt völlig aus den Augen verloren. Denn seit einiger Zeit arbeitet die Bundesregierung, ohne viel Aufmerksamkeit zu erregen, an einem eigenen System zum Abbau der lästigen Privatssphäre: Buugle.

Buugle – was Google kann können wir schon lange!

Idee, Grafik, Animation, Soundeffekte: Alexander Lehmann
Stimme, Aufnahme: Ernst Walter Siemon
Redaktion: extra3 Read the rest of this entry »

Spätsommer

Industrieidylle und Fabrikromantik im Spätsommer

Eine andere Sphäre

„Musik kommt jedenfalls aus einer anderen Sphäre, Musik ist wirklich göttlich. Das sagen die Indios, das sagen die Afrikaner, das sagen eigentlich alle. Nur wir glauben sie kommt aus dem Radio.“

Christoph Schlingensief, „So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein“