Weil es Irrsinn ist, das sogenannte Depublizieren von Inhalten aus den öffentlich-rechtlichen Medien. Verdammt, dafür zahlen wir doch? Oder war das anders. Jedenfalls gibt es Menschen, die dem Irrsinn entgegen arbeiten.
Depublizieren: „Depub“ will alle Öffentlich-Rechtlichen archivieren
Depub.org zeigt gelöschte Texte von tagesschau.de. Im Interview sagen die Macher, warum. Und dass sie im Kampf gegen das Depublizieren alle Öffentlich-Rechtlichen scannen
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Claudia September 17th,2010
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Gesellschaft,
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Jetzt ist er dahin gefahren. Der Schirm aus Paris. Zu teuer erkauft und trotzdem von Herzen geliebt. Mein Regenschirm in pink. Leuchtfarben. Damit die Autofahrer sich meiner erbarmen und einen Schleuderbogen um mich fahren, im Falle eines Falles. Jetzt beschützt er mich nicht mehr. Ich habe ihn gehen lassen.
Es gab Zeiten in meinem Leben, da lag mein Verbrauch bei mehreren Regenschirmen in der Woche. Das konnte sich steigern zu: mehrere Paar Handschule, Schals, Fahrkarten, Mützen, Schirme, Füllfederhalter usw. pro Woche.
Mit Stolz stelle ich jetzt immer wieder fest, dass die Dinge länger bei mir bleiben. So wie der pinkfarbene Regenschirm aus Paris. Und jetzt?
Jetzt bin ich unbeschützt und pitschelpatschelnass.
stille Seele
leises Treten
in samtweichen Gefilden
erweisen sich dann doch
als Schmirgelpapier
komm puste mal sanft
den Staub in kleinen
Wirbel hoch
du stille Seele
kein Mensch
wird die Kratzer
wiedererkennen
Die Welt scheint still zu stehen. Und weil das Still-Stehen so irritierend ist, beginnt sie ganz langsam sich rückwärts zu drehen. Ein Stück nur, dann dreht sie sich wieder in der gewohnten Richtung. Aber so langsam. So schnecken-schnecken-langsam. Zeitlupe.
Wenn sie jetzt begänne sich schnell im Kreise zu drehen. Schnell, schneller am Schnellsten. Wie ein Zeitraffer. So schnell, dass uns allen schwindlig wäre, wenn wir ihr dabei zuschauen könnten. Aber das können wir nicht. Wann ist der radioaktive Abfall wieder ungefährlich? Ich vergesse es immer wieder. 100 000 Jahre? 10 Millionen Jahr? 100 Millionen Jahre. 1000 Jahre lang kann eine Kultur ihre Informationen weitertragen. Dann ist Schluss. In 2000 Jahren weiß also kein Mensch mehr, wo die Atomlager sind.
Langsam glaube ich, dass ich zu optimistisch veranlagt bin. Nur ein optimistischer Mensch macht sich Gedanken darüber, was in 100000 Jahren passiert.
Wo geht die Reise hin? Manchmal kann einem regelrecht schwindlig werden. Ein Licht ist längst nicht mehr am Horizont zu sehen. Ab und an eine Fata Morgana, die sich als Blase entpuppt. Nicht mal den berühmten Tropfen auf den heißen Stein gibt es noch. Ein Himmelreich für eine Utopie – das wäre vielleicht eine Möglichkeit.
Bei der taz sitzt man im Ausland demnächst in der 2. Reihe
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Ich stehle mir ein bisschen Zeit von diesem Tag. Stehe früher auf, will ein paar Minuten frischer LebensTageszeit für mich. Am Morgen fühlt sich die Zeit so anders an als Abends, wenn die Seele mit dem Alltagsramsch zugeschüttet ist.
„Augenblicke verändern uns mehr als die Zeit“ habe ich gestern in mein Heft notiert.
Das ist der Titel der Autobiografie von Charlotte Wolff. Das war eine Ärztin, Sexualwissenschaftlerin und Schriftstellerin – schreibt die Wikipedia. Mir ist Charlotte Wolff zum ersten Mal in den Tagebüchern von Virginia Woolf begegnet. Sie hat ihr aus der Hand gelesen. Offensichtlich gehörte das zu ihren wissenschaftlichen Untersuchungen, vielleicht war es aber auch nur eine Möglichkeit als Flüchtling in London Geld zu verdienen.
Augenblicke verändern uns mehr als die Zeit
Das ist ein Motto über das es sich nachzudenken lohnt in der frühen Morgenzeit. Ich nehme es mit in den Tag. Für alle Fälle. Manchmal hilft ein Motto. Als Erinnerung. Als Bewusstseinsverstärkung.
Antje Schrupp hat mal wieder ein Knallerthema in den Ring geworfen. Diesmal mit der Rezension des Buchs „Lob der Offenen Beziehung“ von Oliver Schott. Scheinlösung Monogamie überschreibt sie den Artikel.
Wenn Liebe, Sex und Beziehungen eine logische Angelegenheit wären, dann wäre dieses Buch die Bedienungsanleitung dafür: Mit bestechender Stringenz nimmt Oliver Schott die verbreitete Vorstellung auseinander, dass Exklusivität im Bezug auf Liebesbeziehungen zwischen Zweien eine normale, natürliche, irgendwie sinnvolle Vereinbarung sei. Ergo: Monogamie ist Quatsch. Ganz neu sind die vorgebrachten Argumente nicht.
Ich bin ja immer ganz still, wenn es um Beziehungen geht. Da halte ich es wie die Chinesen in manchen Fällen: Mach um Himmels Willen nicht die Götter auf dein Glück aufmerksam, denn sonst werden sie vielleicht eifersüchtig. Deshalb schweige ich, geniese das Vertrauen und die Verlässigkeit. Aber ihr möchtet vielleicht weiterlesen:
» das sind 77 lieben, barkeeper subtrahieren — flannel apparel
» Frauen, die fliegen, vögeln und für die BILD schreiben — Maedchenmannschaft
» Monogamie und das Unbehagen an der Einsamkeit — Digital Diary
Vom Zuschauen
kommt nichts in Bewegung!
Das gilt für die Gleichstellung von Männern und Frauen und ist ebenso das Motto des BarCamp Frauen.
Ich kann leider nicht. Aber vielleicht ist es was für euch? Read the rest of this entry »
Claudia September 13th,2010
Fundstücke | tags:
Barcamp,
Frauen |
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Zum Abschied des Sommers noch ein letztes Sommer-Gedicht
draußen
scheint die Sonne
plätschert das Wasser
über den modernen
Platz
Stadtsommer
Sommerstadt
mit schreienden Kindern
zankenden Eltern
jungen Liebenden
im Flip-Flop-Gleichtakt
die Hunde jagen sich
im Stadtsommer
Musik dröhnt
F e r i e n
Ach ja, und da war noch der Deal der Giganten.
Einigung mit Bundesbank: Wulffs Amt fädelte Sarrazin-Deal ein
1000 Euro mehr Pension pro Monat für Thilo Sarrazin – das war nach Informationen des SPIEGEL das entscheidende Angebot, das die Vereinbarung über seinen freiwilligen Rückzug aus der Bundesbank ermöglichte. Dabei hat sich das Bundespräsidialamt aktiv in die Verhandlungen eingeschaltet.
· Too much information : · Robin Haseler · Danisch.de · Readers Edition