Alltagsbloggen

engl schreibt über meine Lieblingsbloggereien: das Alltagsbloggen. Als Leserin fühle ich mich tatsächlich dort am wohlsten, wo ich in den Alltag hineinsehen kann. Ich verirre mich ganz selten im Technikkram, den lese ich lieber in der c’t nach.

Alltagsbloggen – das ist der Aspekt, der bei der Diskussion Frauen bloggen anders immer unterschätzt wird.

Klagenfurt

Bekämpfe den Trübsinn der letzten Tage und die Krankheit mit Aktivitäten vom Bett aus. Im nächsten Jahr will ich es der Kaltmamsell nachmachen und mich zu den Lesungen nach Klagenfurt bewegen. Um Nägel mit Köpfen zu machen, habe ich heute ein Hotelzimmer gebucht.
Wahnsinn. Auf so eine frühe Reiseaktivität habe ich mich noch nie eingelassen. Macht nichts. Dafür bin ich jetzt in Hochstimmung. Bettlägriger Hochstimmung.

Nachtrag: Die Anreise wird abenteuerlich werden. Das lassen die ersten Recherchen schon ahnen. Es wird dauern bis ich mich tatsächlich für eine Verbindung entscheiden kann.

Frauen bloggen anders

anders als wer? fragt Antje Schrupp und gibt der Diskussion eine Wende. Bin ich die Frage leid? Im Moment schon. Es wird wenig gesagt und viel geredet.

Im Prinzip geht es doch immer wieder um das Gleiche. Unsere Welt wird mit Männermaßstäben gemessen – und die legen auch die Frauen oft bei sich an.
Bin ich eine Nutte?, fragt Opalkatze und sucht damit die Konfrontation. Warum? Reicht es nicht sicher zu sein?
Nein, offensichtlich nicht. Es geht ums überzeugen. Immer eine Nasenlänge vorn zu sein.
Vor wem? Und warum?

Sexismus in der Justiz

Wenn sich jemand klar und deutlich gegen Sexismus in der Justiz wendet dann hat er ratzfatz – na wen?, – in den Kommentaren?

http://www.schockwellenreiter.de/blog/2010/08/26/sexismus-in-der-justiz/

Lieber zensieren als löschen

Immer wieder behaupten Verantwortliche es wäre nicht möglich Seiten im Internet mit kinderpornographischen Inhalten zu löschen. Dabei werden immer neue Märchen erzählt. Der Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur hat einige dieser Märchen recherchiert.

Luftschlösser

Im Traum habe ich eine Fee gesehen
sehr blass und sehr verhuscht

und jetzt muss ich mir gestehen
alle meine Wünsche sind futsch

Weil er mich nicht loslässt

Nicht in dieser Situation, nicht in diesen Tagen.
Gestern Nacht habe ich durchgehalten und seine „Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ in 3sat angeschaut. Trotz dem kirchlichen Grundthema, das ich ja nicht mag, war ich erschüttert und berührt von dieser Aufführung.
Ein Mann vergesellschaftete seine Angst; er stellte sie uns wie einen Überschuss an Wärme zur Verfügung. So schreibt ZeitOnline.

Wärme, Menschlich und Kunst. Was für eine Kunst! Kunst die durch die Haut geht und durch alle Poren.
Dafür kann ich kaum noch Worte finden.

Ach

die Sammelmappe flaggt Halbmast. Ein Schmerz ist mir zugeflogen und hat sich in meinem Kopf eingenistet.
Ich bin mir sicher – und weiß nicht mehr ganz genau über was.

Die einfachen Lebensfragen kann niemand beantworten, für die komplizierten gibt es entgegen gesetzte Theorien.

Nach dem Warum will ich nicht fragen.

Leben

Gestern habe ich einen langen Artikel geschrieben und wurde dabei unterbrochen. Es ging um die Aussage von Elfride Jelinek zum Tod von Christoph Schlingensief und den Kommentar eines Bloggers, erfände diese Aussage dumm.

“Ich dachte immer, so jemand kann nicht sterben. Das ist, als ob das Leben selbst gestorben wäre.” Elfride Jelinek

Dann hat mich das Leben und der Tod unterbrochen, den Artikel habe ich eingestampft, aber heute morgen erscheint mir die Aussage noch genauso stimmig, wie gestern.
Manchmal ist es einfach schwachsinnig, wenn es heißt:
Das Leben geht immer weiter.

Denn die Realität mag die Realität sein, aber die Gefühle sind auch eine Realität und wenn die Welt im Gefühl eines Menschen untergeht, dann geht sie unter – und dann stirbt das Leben.

Wind Drawings

Letzte Woche habe ich zum ersten Mal von den Wind Drawings gelesen. Von starken Winden gezeichnet, hieß der Artikel in der Frankfurter Rundschau, den ich online leider nicht finde. Der Künstler Rikuo Ueda legt Papier auf eine Wasseroberfläche, befestigt einen Stift z.B. an einem Baum und lässt den Wind die Bilder malen.
Hört sich das nicht bezaubernd an?

Hier habe ich online doch noch etwas über ihn gefunden.
http://www.art-magazin.de/szene/32424/gib_mir_fuenf_tipps_der_woche