Studieren ohne Grenzen

Ina von den Blogpartenschaften bittet um Aufmerksamkeit für eine Initiative, die sich in ungewöhnlicher Art und Weise mit dem Thema Bildung beschäftigt.

Jeder Mensch hat die Möglichkeit zu freier und guter Bildung. Das hört sich schön an, entspricht aber leider nicht überall der Realität. Aufgrund von Kriegen und Armut haben viele junge Menschen nicht den Zugang zu einer Schulausbildung, geschweige denn zu einem Hochschulstudium. Dabei ist „Bildung die mächtigste Waffe, die wir haben, um die Welt zu verändern“ (Frei zitiert nach Nelson Mandela). Um einen kleinen Beitrag zu leisten gegen diese traurige Tatsache, haben sich im Jahr 2006 Studierende aus Tübingen und Konstanz zusammengetan und „Studieren Ohne Grenzen e.V.“ gegründet. Das Ziel des Vereins ist es, junge Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten durch ein Hochschulstudium dafür zu qualifizieren, selbstständig zum Wiederaufbau ihrer Region beizutragen.
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Antikriegstag

Heute ist Antikriegstag. Dem Bembel sei Dank ist es auch mir aufgefallen.

Auf deinem Kreuz finde ich toter Soldat,
Deinen Namen nicht, nur Ziffern und jemand hat
die Zahl neunzehnhundertundsechzehn gemalt,
und du warst nicht einmal neunzehn Jahre alt.

Ja, auch Dich haben sie schon genauso belogen
so wie sie es mit uns heute immer noch tun,
und du hast ihnen alles gegeben:
Deine Kraft, Deine Jugend, Dein Leben.

1000

1000 Artikel stehen jetzt in der Sammelmappe. Das ist das, was übrig geblieben ist nach dem großen Crash. Und wie ich im 999ten Artikel schon schrieb:
Das Zählen setzt sich fort, aber die Zahlen haben offensichtlich keine absolute Bedeutung, denn sonst müsste ja noch der Schmerz anhalten über den Verlust der Ziffern und Zahlen. Aber das Gegenteil tritt ein: die neuen Zahlen werden willkommen geheißen und feiern ihr Eigenleben.

Die Kommentare brauchen noch ein bisschen bis sie die 1000er Marke erreichen. Auch das ist ungewohnt, denn die Anzahl der Kommentare war immer höher, als die der Artikel.
Wie ihr seht, kann ich durchaus nach männlicher Tradition auf den Zahlen herumreiten. Höher, schneller, weiter. Selbstverständlich lässt sich auch darüber bloggen, vor allem Abends, wenn die Menschen einschlafen wollen. Deswegen wird vielleicht auch ein Blogeintrag über die Twitternutzerzahlen so oft weitergeben, abends, wenn die Schlaflosen ihr modernes Schafezählen starten.

Ich weiß nicht

was ein Seelenamt ist und nehme an, dass ich es auch nicht wissen muss. Natürlich habe ich gestern schon danach gesehen, was geschrieben und geredet wird über die Trauerfeier für Christoph Schlingensief und trotzdem habe ich mich sehr über den Link der Wildgans gefreut.

Auch der Geistliche sagt „Christoph“ und dass er zu seinen Wurzeln zurückgekehrt sei – das ist nicht nur phonetisch nahe an Christus. Dass Kirche und Kunst einander zum Verwechseln ähnlich werden, das hat es in unseren agnostischen Breiten lange nicht mehr gegeben.
(zum Artikel)

Seltsam, in diesem Fall stört mich weder das christliche noch das katholische, um die ich doch sonst einen weiten Bogen mache.

(Der 999te Artikel nach dem großen Crash der Sammelmappe ist das. Das Zählen setzt sich fort, aber die Zahlen haben offensichtlich keine absolute Bedeutung, denn sonst müsste ja noch der Schmerz anhalten über den Verlust der Ziffern und Zahlen. Aber das Gegenteil tritt ein: die neuen Zahlen werden willkommen geheißen und feiern ihr Eigenleben.)

es sie er blogt

Den Titel von annalist habe ich kurz nach dem Titanic-Prinzip umgestellt (Kinder und Frauen zuerst). Das Thema ist gähn-gähn-gähn und trotzdem lässt es nicht los. Außerdem hat Anne Roth sich auf ihrem Blog annalist die Mühe gemacht, die wichtigsten Artikel zum Digital Gap zwischen Bloggerinnen und Bloggern zusammenzustellen.

Und was erfahren wir dabei: Die Flattr-Charts sind frauenfrei. Hab ich nicht anders erwartet, wusste ja bisher nicht mal dass es Flattr-Charts gibt.

Es lebe der Post-Feminismus! So hieß er doch?

Comic-Preis Sondermann 2010

Heute Morgen ist mir in der Zeitung der Herr von Flausen begegnet. Er wurde nominiert für den Comic-Preis Sondermann 2010, der Frankfurter Rundschau war das eine Sonderbeilage wert, online kann ich den Text über Flausen von Ulf Salzmann leider nicht finden.

Wer mag kann beim Publikumspreis mitwählen.

Viel Glück!

Die Schöpfungsgeschichte in 8-Bit

Was frau alles so findet während sie tagsüber halb wach im Internet surft. Lustige Filmchen z.B. wie dieses von Mareike.

Andererseits stößt frau dabei auch sofort auf Bildchen, die sie nicht wirklich sehen will. Vielleicht ist das auch so ein Punkt in der Debatte um das Männer-Frauen-Bloggen, dass es nicht immer Spaß macht, sich die derben „Spaß-Dinger“ reinzuziehen.
Obwohl: Ich merke, dass auch manche Frauen damit kokettieren. Bin dann oft peinlich berührt, wenn versucht wird ein seriöses Thema anzuschlagen, aber eigentlich geht es nur darum ein paar offensive, derbe Suchwörter zu platzieren.
Frau ist ja gerne auch ein bisschen männlich – heißt es dann. Klar, dass das mit Puppen spielen nie ihr Ding war usw. usw.

Manchmal ist die Genderwelt auch ein bisschen langweilig. Ich wollt, wir hätten uns schon neu erfunden. Einfach so, wie wir eh schon sind. Da sind wir im Großen und Ganzen doch gar nicht schlecht, oder?

Mary Shelley

Google widmet der Frankenstein-Erfinderin Mary Shelley heute zum 213sten Geburtstag ein Doodle.
Ich kann nur nicht richtig erkennen, was darauf zu sehen ist. Gemälde? Eine Halle? Eine Guft mit Gräbern?

Lügen wir uns glücklich!

Genau! Das ist doch einmal eine Idee. Eine gute? Wer weiß. Vielleicht nur eine gute Idee für die von uns, die das Glück suchen. Aber vielleicht täusche ich mich und sie ist auch geeignet für die Melancholischen unter uns, die die Schwermut verehren. Jedenfalls ist er lesenswert, der Artikel.

Die grosse Liebe, der vergangene Urlaub, das tolle Auto: Weite Teile der Realität sind enttäuschend und unserer permanenten Aufschönung bedürftig.

Von Wilhelm Genazino

via Mordatella auf Twitter
Die, die immer die Fahrkarten vollkritzelt und etwas Aufmunterung gebrauchen kann.

Überlebenstricks

„Ich schloss die Augen und zählte auf Spanisch von eins bis zehn, worauf ich in die Hände klatschte und „Finito“ brüllte, meine Beschwörungsformel gegen das Gefühl der Ohnmacht. Und siehe da, es war wie weggeblasen. Ein Zauberspruch. Eine von vielen Fähigkeiten, die ich mir als Single angeeignet hatte. Ohne solche Tricks hätte ich nicht überlebt.“

Tanz mit dem Schafsmann, Haruki Murakami