Vor dem Spiel

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, sagen die Sportmenschen oft. Für die Arbeit gilt das analog. Nach der Arbeit ist vor der Arbeit und immer wenn Arbeit erledigt wurde, fällt neue Arbeit an. Es gilt aber auch für Ärger und Streßereien. Irgendwie findet sich immer etwas, über das sich der Mensch kann. So er es denn möchte. Der Ärger der Welt ist unerschöpflich und unermesslich. Es ist für alle genug da. Trotzdem verhalten sich manche Mitmenschen so, als wäre er knapp. Sie stürzen sich auf den Ärger drauf, als gäbe es ihn im Schlussverkauf und bald wäre er all.
Nein, nein. Ich kann da alle beruhigen: Es ist genug da. In allen Größen, Formen und Modell. Keine Angst, auch die Sonderwünsche sind nicht knapp. Wer sich ärgern will, der bekommt das größte Stück vom Kuchen ab.
Ähnliches verhält es sich mit Aufregern. Aber da sind manche Menschen doch noch mehr Gewohnheitstier. Sie behalten gerne ihre gewohnten Aufreger. Wäre ja schade, wenn die verloren gingen. Daher gilt das oberste Gebot: Pflege deine Aufreger und sie bleiben dir lange erhalten.

Die Insel schwebt

kommentiert die Piratin eukapirates Wie genau sie es trifft. Die Insel schwebt.

Meer - isla volante

Meer - rittiner & gomez

Ich bin in Sehnsucht eingehüllt

Gedichte der jüdischen Dichterin Selma Meerbaum-Eisinger

Schwebend

Bin immer noch mit meinem Schwebebalken beschäftigt. Die Frage stellt sich sehr abstrakt für mich, doch mein Kopf wälzt die verschiedenen Situationen immer wieder von einer Seite zur anderen.

Manchmal würde es vielleicht helfen im richtigen Moment ganz laut zu schreien. Wie eine Alarmanlage, die Diebe in die Flucht schlagen soll. Wäre das nicht mal eine gute Idee?

Wahrscheinlich nicht. Es ist genauso sinnlos wie sich weiter darüber Gedanken zu machen. Es wird immer Menschen geben, deren Lebensglück darin besteht, anderen Menschen ihre Takte aufzudrängen, die Kunst besteht darin einfach still in sich hinein lächelnd weiter zu gehen auf dem Schwebebalken.

Schwebebalken

Orientierung finden. Immer wieder muss ich mich neu orientieren. So leicht lasse ich mich stören, so schnell bin ich aus dem Gleichgewicht gebracht. Immer gibt es zwei Seiten. Mindestens. Auf Menschen eingehen, sie wahrnehmen und mitfühlen, ist eine gute Eigenschaft. Sich von ihnen aus dem Takt bringen lassen, sich übertönen lassen und anrempeln lassen ist unnötig. Viel zu viel Energie kostet es mich bis ich wieder mit mir selbst in Einklang bin.
Nun ja, ich hoffe immer noch auf die Altersweisheit. Vielleicht lerne ich es noch.

Autopilot

Die Sammelmappe ist manchmal auf Autopilot geschaltet. Ich gebe ihr die Zielkoordinaten ein, sie ermittelt ihre Ausgangsposition und dann geht es los. Ich lehne mich zurück und vertraue ihr, dass sie ihre Sache gut macht.

Sie ist mir treu, die Sammelmappe. Daran glaube ich, selbst wenn sie wieder einmal auf Nimmerwiedersehen verschwinden sollte. Unsere Bande sind tief mit einander verwoben. Sie ist mein Schicksal geworden. Viel mehr als ein Talisman oder ein Glücksbringer.

Sie spiegel mein Leben aus einer bestimmten Perspektive, sie belichtet es und leuchtet es aus. Die Sammelmappe ist ein Teil von mir geworden. Schleichend ist das geschehen. Ganz langsam, fast unbemerkt.

Ich bin gespannt, was sie mir in der Zukunft bringt.

Mein Haus hat den Schlüssel verloren

So beginnt eines der Gedichte von Rose Ausländer.  Auf YouTube gibt es einige Gedichte, die von ihr gelesen werden.
Wort an Wort heißt das, das ich ausgesucht habe.

Eigenes Fenster

Kurzmitteilung

Bin wieder da und kurz darauf wieder untergetaucht. Aber nur um die Fotos in meinem Kopf zu sortieren, die Eindrücke wirken zu lassen und den wichtigsten Termin des Monats fest zu machen.

Bis bald!

Feierabend

Der Heimweg war nicht so gefährlich wie der Hinweg zur Arbeit heute morgen. Eine gefährliche Rutschpartie. Das ist die Seite des Winters auf die ich verzichten könnte. Aber wie heißt es so schön: Jede Medallie hat zwei Seiten. Das dachte ich mir auf dem Heimweg auch.
Coming Home

Geträumt

Büromenschenträume mit schweren Gepäck und komplizierten Papierstapel. Kommt vielleicht vom vielen Kafka lesen. Er hatte die gleiche Mäuseangst wie ich. So schlimm die Angst doch ist, ich musste schmunzeln, wie er sich die Katze zur Verteidigung vor den Mäusen mit ins Zimmer nahm, dann aber immer wieder gestört war, weil die Katze ihm beim Schreiben auf den Schoß sprang. Außerdem fand er es lästig ständig den beobachtenden Katzenaugen ausgesetzt zu sein.