Mein Körper macht noch ein paar Sperenzien, mein Gemüt hat auf gute Laune umgestellt. Die bösen Geister scheinen endgültig vergrault, sie haben ihre Macht verloren. Bleibt nur die Frage, warum das manchmal so lange braucht. Freundlich gestimmt hat mich der Kommentar von engl, genau so gefällt mir die Sammelmappe, ein Ort für Menschen, die fühlen und denken. Freundlich gestimmt hat mich auch der Komentar von Piri, bin ich doch immer froh, wenn sie sich als seltener Gast hier bei mir zeigt. Violine stimmt mich freundlich, nicht nur wenn sie auf den Hintern fällt. Die Wildgans und den Jürgen nicht vergessen, nicht den Sven, der mit Socken über den Schuhen durch die weiße Welt joggt.
Unbedingt erwähnt werden muss die freundlichste aller Insel: Der Inseltraum.
Wahrscheinlich habe ich viele vergessen – und die anderen nicht erwähnt, die im so gar nicht virtuellen Leben, für freundlich Gefühle sorgen.
Mittagspause im Schnee. Morgens durch den Schnee wieder den Berg hoch gearbeitet. Die dicken Stiefel wieder angezogen. Wie soll es auch anders sein? Es ist Februar. Das Normalste der Welt ist Schnee im Februar. Jedenfalls in Mitteleuropa. Der Verstand weiß es, das Herz und der Körper wünscht sich Wärme, Sonne, Freiheit.
Ich warte auf den Frühling. Leise. Ganz für mich und ganz allein. Leise, in Gedanken. Nur für mich – und draußen bleibt der Schnee. Schnee, Schnee, Schnee.

Bald wird er verschwunden sein. Geschmolzen – und dann bleibt das Schmuddelwetter. Alles wird grau in grau sein. Ganz grau – und das Herz wird sich nach dem hellen Schnee sehnen. Nach dem reinen, weißen Schnee.
Claudia Februar 16th,2010
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Mein neues Spielzeug. Aber wo sind die Umlaute geblieben?
Freiheit hat ihren Preis.
Es gibt viel zu lernen und zu testen.
Claudia Februar 16th,2010
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Arnika hätte ich nehmen sollen. So lautete jedenfalls der Tipp, um eine schnellere Wundheilung zu fördern. Arnika-Kügelchen.
Ich kenne mich nicht gut aus in der Homöopathie, das ist schade, denn hätte ich gewußte, was ich nehmen müsste, ich hätte es mir sofort besorgt.
Ihr habt übrigens die 200-Kommentare-Marke seit meinem Crash im Januar eingeholt. Es ist ein bisschen so, als wolltet ihr das Verlorene wieder wettmachen. Das gefällt mir gut. Dafür möchte ich Euch, meine lieben Kommentatoren loben. Gut gemacht!
Ich habe auch etwas gut gemacht und sage es nur ganz leise. Der Paketmensch hat mir heute ein Spielzeug von der feinsten Sorte gebracht. Nein, nichts Unanständiges. Nur unanständig teuer, ich habe lange mit mir gekämpft und mir dann gedacht: Ich kann doch nicht ohne so ein Spielzeug auf die re:publica gehen. Ich freue mich schon so darauf, es ist das Highlight meiner Frühlingsvorfreude. Die re:publica und vielleicht treffe ich da einen Teil, der lieben Leute, die ich regelmäßig lese und bedauerlicher Weise immer noch nicht kenne. Schön wär’s!
Wäre ich im Stamm der Navajo geboren, dann würde ich mich jetzt aufmachen und mir eine Schwitzhütte bauen. Vielleicht würde ich mich auch auf die Suche nach einem Sänger machen – Sängerinnen gibt es meines Wissens nicht, aber ich kann mich täuschen – jedenfalls würde ich zuerst das Schwitzbad in der selbstgebauten Schwitzhütte nehmen und danach den Sänger bitten, eine Zeremonie für mich zu veranstalten. Eine Heilungs-Zeremonie in dem er ein Sandbild auf die Erde malt, singt und zu der möglichst viele Menschen eingeladen werden, damit die Harmonie der Welt wieder hergestellt wird. Die Harmonie der Welt wird durch die bösen Geister gestört, die mit Gewalt und Hass das Gleichgewicht zerstören – und wenn man nicht dagegen angeht, dann kommt immer weiter Gewalt und Hass in den Kreislauf der Welt.
Bei mir haben in der letzten Zeit die bösen Geister ganz schön gewütet. Aber ich bin keine Navajo und deshalb helfen bei mir die Schwitzbäder nicht und einen Heiler für die Heilungszeremonie zu finden, könnte sich in der hiesigen Kleinstadt als schwierig erweisen.
Nun ja, so muss ich ohne Zeremonie auskommen und mich mit meinen eigenen Reinigungsritualen von den bösen Geistern befreien.
Wünscht mir gutes Gelingen, damit die Welt nicht aus den Fugen gerät.
Langsam heilt die Wunde, nur die Schwellung ist etwas hartnäckiger als beim ersten Mal. Die Angst war riesig. Eine Heidenangst hatte ich. Bin ja auch ein Heide – oder doch nur eine Ungläubige? Eine Andersgläubige?
Ich glaube an das Gute in der Menschheit und die Unberechenbarkeit der Natur.

Ich lese seine Tagebücher und die Briefe. Mit rotem Stift und grenzenloser Begeisterung.
Eine Spielerei ist diese Seite. Hier kann man Texte in Kafkas Handschrift schreiben.
Wahnsinn, wie weit meine alten, verlorenen Einträge im Google-Reader zurück reichen. Kaum zu glauben. 1685 Artikel sind zu erreichen, dazu muss der Mensch sich aber auch ganz schön nach hinten schaffen. Was im Feedreader nicht gesichert ist, sind die Kommentare und die zusätzlichen Seiten. Meine frühere Lesezeichen-Seite z.B. die habe ich nicht wieder gefunden und die Wayback-Machine reicht seltsamer Weise vom Anfang der Sammelmappe bis in die erste Jahreshälfte 2008, dann bricht sie ab. Warum auch immer.
Wir sind also gut überwacht, aber noch nicht ganz lückenlos. Das Netz arbeitet noch dran, bin mir sicher in ein paar Jahren gibt es keine Gedächtnislücken mehr.
Im Augenblick bin ich etwas zu faul beim Wiedereinstellen der Vergangenheit. Was soll’s denke ich mir? Ob sich die ganze Mühe wirklich lohnt? Und eine Mühe ist es, das kann ich wohl sagen. Es hält mich vom Ernten ab und vom Fische füttern – und meine Socken-Accounts, die leiden auch ganz schön darunter.
Nee, Spaß beiseite. Es ist wie es immer ist: Erst schufte ich und dann frage ich mich, ob es das ganze wirklich wert ist. Wer weiß das schon so genau. Vielleicht sollte ich mich lieber philosophischen Fragen widmen.
Wann habe ich das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?, fragt Wortmeer in ihrem Eintrag. Nachdenklich und rückzüglich wie ich im Augenblick bin, löst das bei mir ganz andere Assoziationen aus, als das zuversichtliche Wortmeer beabsichtigte. So ist es das Leben – und so – und so – und so.
Oh, wie sie mir manchmal stinkt: Diese derbe Kleinstadt-Art. Dieses oberflächlich Robuste. Dieses Signalisieren, dass die Psyche etwas für spinnerte, kranke Eigenbrötler ist. Der gesunde Mensch hat keine Psyche. Wofür auch?
Die hindert doch nur am Geldverdienen.
Manchmal frage ich mich wirklich, womit ich dieses Exilantenleben verdient habe.
Nun ja, andererseits ist es ein gutes Zeichen, dass ich mich schon wieder aufregen kann. Auf dem Weg zur Besserung. Das ist schön.