Bitte

Wirf deine Angst in die Luft
Tanz den Sonnentanz
Schreib Hoffnung in den Sand

Lass dich lieben

Wachstum

Wir treffen uns in unseren Träumen.
Erfinden eine Insel aus Licht.

Wo wir wachsen dürfen.
Schwesterlich.

527 Tote

527 Tote in 24 Stunden.

So viel Leid, so viele Tränen.

Alles einpauschaliert. Akzeptiert. Im Tausch gegen – was eigentlich?

Brüche

Die Spaltung der Gesellschaft von der Medien und Politik seit Beginn der Pandemie reden, wird uns bald um die Ohren fliegen. Aber nicht, weil es so etwas wie eine Spaltung der Gesellschaft in einer Demokratie gibt.

Sie fliegt uns um die Ohren, wenn nicht bald mit allen gesellschaftlichen Ressourcen gegen diese Attacken gegen Menschen, Gesellschaft und Demokratie vorgegangen wird. Wir können uns keine Politiker*innen erlauben, die vor faschistischen Aufmärschen kuschen. Wir können uns keine Medien leisten, die Gewalt aus allen Richtungen puschen. Wir können uns keine Kommissionen leisten, die von überforderten Frühstückspräsidenten geleitet werden.

Und ein kassenärztliches System, das Züge einer kriminellen Organisation trägt ist äußerst schlecht für die Gesundheit der Bevölkerung.

Wir stehen vor einem Wendepunkt. So dicht davor.

Und es sieht gar nicht gut aus.

Es geht nicht um Spaltung, es geht um die Existenz der Demokratie.

Entfernungen

buchstabiere meine Träume

schenke mir dein Schweigen

Atem um Atem

entfernen wir uns

Nachtrag

Sehnsucht nach Eisblumen
die Kälte soll blühen

knistern und splittern

mehr Zuversicht ist heute
nicht im Angebot

Bildbeschreibung: Vogelschwarm am Himmel

Journal30112021

Im Pflegeheim wird gebacken und spontan getanzt. Das Virus soll bitte draußen bleiben. Es wird schwerer die Schleusen zu überwinden. Ach, ach. Die Boosterimpfung für die Hochbetagten um drei Wochen verschoben. Der Impfexpress fällt aus, weil die Impfdosen nicht beikommen. Die Pandemie dreht sich um ein schwarzes Loch in dem jeder Sinn verschwindet.

Vier Tage hatte ich die Zeit angehalten. Jetzt tickt die Uhr ganz aufgeregt.

Journal26112021

Freitag ist im Büro zum Tag der Beichttelefonate geworden. 80% Zuhören am Telefon. 20% bleiben für meine ToDos. Die Welt rüttelt sich zurecht und die Menschen versuchen ihren Platz zu erhalten. Sie üben sich im Klammergriff, der absehbar nicht halten wird.

Ich versuche die Pandemie und ihre Dramatik auszublenden. Es kommt alles so, wie es kommen muss, weil seit dem Sommer klar war, dass niemand gewillt ist einzuschreiten. Der Wahlkampf hat uns das Genick gebrochen.

Meine Gedanken kreisen schon lange nicht mehr, sie ziehen sich zurück, wie das Meer kurz vor einem Tsunami. Dann brechen sie über mich herein und überfluten mich mit Angst, Kummer und Sorge.

Am Straßenrand

Habt ihr Liebe übrig?
Sät sie ein am Straßenrand.

Sie wird gerade überall dringend gebraucht und verbreitet sich gerne und üppig.

Journal20112021

Ignorieren, das hatte ich mir vorgenommen. Ignorieren und durchmarchieren. Irgendwie.

Die Nachrichten werden krude und kruder. Jetzt bekommt die Virusverharmlosungspartei das Gesundheitsministerium. Mitten drin in der Pandemie-Katastrophe.

Oh, Leute! Was habt ihr da zusammengewählt!

Ihr spaltet mein Herz.