Ich hab den ganzen Tag schwer geschuftet und mich selbst übertroffen. Gemerkt hat es niemand. Das ist oft so bei meiner Arbeit. Meistens kann nur ich selbst beurteilen, ob ich gut oder schlecht gearbeitet habe, viel oder wenig, schnell und viel zu umständlich. Einerseits ist es toll, wenn man so unabhängig arbeiten kann, andererseits ist es manchmal auch ein wenig traurig. Dann z.B. wenn ich enttäuscht bin, weil ich für einen Klacks gelobt werde, aber niemand merkt wenn ich einen schwierigen Packen stemme. Aber so ist nun mal das Leben: Man kann nicht alles haben – bekommt man früh gesagt, damit man sich nicht angewöhnt nach den Sternen zu greifen.
Jetzt bin ich abgedriftet: Was gibt es Neues? Ich habe sie gestern nur aus dem Augenwinkel gesehen und heute morgen nahm ich am Bahnhof flüchtig wahr, dass sie ganz groß auf den Titelseiten ist.
Mein Gott, diese Menschen. Was steckt nicht alles in ihnen und so lange schon! So unvorstellbar lange!
Claudia Mai 14th,2009
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Noch sieben Minuten Zeit ehe ich zum Zug gehen muss. Noch sieben Minuten Zeit um den neuen Tag zu begrüßen. Noch sechs Minuten Zeit um ein Lebenszeichen von mir zu geben. Noch fünf Minuten Zeit um vor mich hin zu träumen. Noch drei Minuten Zeit um zu erschrecken und darüber nachzudenken, ob alles vorbereitet ist. Noch zwei Minuten Zeit um die Schuhe und den Schlüssel zu suchen. Noch zwei Minuten Zeit um mich ablenken zu lassen vom Regen, der gleichmäßig vor sich hinregnet.
Mein Schirm! Wo ist mein Schirm? Gestern hatte ich ihn noch – heute hat er sich vor mir versteckt.
Claudia Mai 14th,2009
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Kennt ihr diese schreckliche Krankheit? Nein, es ist nicht die Blindheit, die einem im Stadium der Verliebtheit manchmal überfällt. Das ist nur eine harmlose Beträchtigung unserer Sinne.
Die Liebesblindheit könnte auch Liebesabwesendheit heißen, aber das wäre doch ein eher akademischer Name für diese gruselige Krankheit, die Menschen hervor bringt, in deren Anwesenheit man eine Gänsehaut bekommt. Ursache für die Liebesblindheit ist, dass diese Menschen, die Liebe nicht sehen können. Sie können sie auch nicht hören, riechen, fühlen oder schmecken. Sie leben einfach in Abwesenheit von Liebe und brechen manchmal in das Leben liebender Menschen ein.
Claudia Mai 12th,2009
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Würde viel lieber noch eine Weile hier sitzen und weise Sprüche von mir gehen, werde mich aber jetzt den Zugvögeln anschließen. Der Mensch soll im innersten seines Wesens ein Normade sein – so heißt es – aber wahrscheinlich hat die Evolution den Zweig zu dem ich gehöre schon längst mit einem Sofa-Gen – also einem Anti-Normaden-Gen – ausgestattet.
Wer weiß?
Claudia Mai 12th,2009
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Wie immer wenn sich etwas in Bewegung setzt, gibt es die Anfeuerungsrufe, die Zwischenrufe, die Miesmacher und die, die beleidigt sind, dass sie nicht die Fahne tragen dürfen und die deshalb nicht mitlaufen möchten. So ist es auch bei der Welle um die E-Petition gegen die wirkungslosen Internet-Sperren, die ausschließlich zur systematischen Zensur taugen und nicht – aber auch wirklich gar nichts – gegen die Kinderpornografie im Netz.
Es gibt Vorwürfe, da heißt es, die Aktivisten, die sich dagegen stark machen, bedienen ausschließlich ihre eigenen Interessen wie es auch Lobbyisten machen. (Einen Link kann ich nicht setzen, weil mir das Netbook schon zweimal abgestürzt ist, wenn ich auf die entsprechende Seite gehe.) Die Vorwürfe sind populistisch und ich kann sie nicht nachvollziehen, denn es geht um nicht mehr und nicht weniger, als um die Verteidigung eines Grundrechtes. Es kann nicht sein, dass das BKA täglich festlegt, welche Filter indiziert werden und niemand – absolut niemand – kann und darf die Rechtmäßigkeit dieser Filter überprüfen. Das darf nicht sein und dagegen gilt es zu kämpfen.
Dass es darüber hinaus auch noch jede Menge andere Anlässe gibt für die wir uns einsetzen können, das will ich nicht bestreiten und daher habe ich mir vorgenommen immer mal wieder auf die Petitionsseite des Bundestages zu gehen und zu sehen, welche Petitionen es gibt, die Unterstützung verdienen.
Die Petition zum Grundeinkommen war ein Anfang. Nützen wir dieses Medium, unsere Demokratie ist es wert, dass wir sie schützen.
Claudia Mai 9th,2009
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