Musikvideo in Gebärdensprache

Habt ihr schon mal ein Musikvideo in Gebärdensprache gesehen?

Ich noch nicht bis eben, als ich bei Christiane vom Behindertenparkplatz das Musikvideo von Womanizer gesehen habe. Es sieht sehr pfiffig und ansprechend aus.

Mein kleiner rechter Zeh

ist schwerstverletzt. Deshalb muss ich ihn jetzt so weit es geht abspreizen. Leider ist niemand hier, der mich und meinen kleinen rechten Zeh bedauert. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als ihm selbst Trost zuzusprechen: Das wird schon wieder. Ich besalbe dich jetzt mit der Wundersalbe und bis zum Wochenende wirst du wieder in alter Schönheit glänzen.

Rundumblick

Draußen ist es noch hell. Blauer Himmel, die Kinder spielen auf dem Spielplatz und vorne beim Café sitzen die Menschen im Freien. Als bekennde Frostbeule setze ich mich hinein ins Dunkle, neben dem Raucherraum. Die Mütter kreischen lauter als die Kinder, das ist nicht nur im Supermarkt so und liegt vielleicht an der Mannheimer Stimme. Die ist laut und durchdringend, ganz im Gegensatz zu meiner, bin ich doch die Leisetreterin in Person.

Vorhin war ich lesen, auf einen Besuch bei der Insel, dort wird die Einführung von drei zusätzlichen Feiertagen geplant,  Piri fragt sich, ob man zu viele Bücher haben kann und Violine lehnt die gängigen Karrierestrategie ab, wenn man sich dazu die Persönlichkeit verrenken lassen soll.

Spannender Aprilscherz

Mit Spannung warten die IT-Sicherheitsexperten auf den 1. April, denn dann wird der Conficker-Virus mutieren. Was er genau machen wird, da gibt es bisher nur Spekulationen. Schon jetzt ist das Ausmaß der Epedemie gigantisch. In den letzten Wochen war jeder Mal dran: die Bundeswehr,  die franzözische und die britische Armee und jetzt das britische Parlament.

Aber Computer-Bild weiß genau, dass das nur ein Medienhype ist und dass der kleine Anwender sich nicht darum scheren muss, denn dieses Bedrohungsszenario wurde eigens von der Anti-Viren-Mafia hochgepuscht.

Wir werden es erfahren, wer Recht behält: pünktlich zum 1. April.

Unheimliches Geisternetz

Eiskalt läuft es mir über den Rücken, wenn ich von dem Spionagenetz lese, das kanadische IT-Sicherheitsleute entdeckt haben. Über 1000 Computer auf der ganzen Welt sind betroffen.Dokumente wurden gestohlen, die Maschinen wurden zur Raumüberwachung per Kamera verwendet. Betroffen war der Rechner des Dalai Lama und viele Botschaften, die Daten wurden nach China gesendet, aber die chinesische Regierung hat nichts damit zu tun.

Ich muss schnell nachsehen, ob die Kamera bei mir ausgeschaltet ist und das Micro nicht angeschaltet: Bin schließlich nicht ausgehfertig bekleidet.

Krisenzitate

Aus aktuellem Anlass will ich hier mit einer Aufstellung von Zitaten zur Krise einschließlich meinen Erwiderungen beginnen. Es lassen sich eine ganze Menge Menschen sehr griffige Slogans gegen die Krise einfallen.

Wenn die Welt eine Bank wäre – hättet ihr sie längst gerettet.

Da bin ich nicht sicher, noch ist ja keine einzige Bank t a t s ä c h l i c h gerettet. Die bewegen sich doch immer noch alle auf auf der berühmten Messers Schneide. Rasiermesserschneide ist treffender.

Schutzschirme für Menschen nicht für Banken

Da stimme ich ganzheitlich zu. Die Menschen sollten vor den Menschen geschützt werden, vor habgierigen, egoistischen, machtbesessenen Menschen – ohne Respekt für die Mitmenschen.

Wir zahlen nicht für eure Krise

Doch, wir werden zahlen. Alle. Selbst die, die meinen nichts zahlen zu müssen, weil sie eh nichts haben, werden zahlen. Unvorstellbar? Aber, wahr!

Wenn ihr noch ein paar Zitate findet, die es wert sind in die Liste mit aufgenommen zu werden, dann könnt ihr sie mir gerne nennen.

Summertime

Da hilft kein Jammern und kein Klagen, von oben beschlossen wird es durchgesetzt. Dann beginnt meine Arbeit jetzt halt um 6 statt um 7. Wenn man sonst keine anderen Probleme hat, dann geht es einem gut, geht mir durch den Kopf. Selbstverständlich habe ich noch andere Probleme, aber die gehören nicht hierher. Die behalt ich bei mir selbst und bei den Menschen, die sie betreffen. Trotzdem ist die Sommerzeit tatsächlich jährlich ein Aufreger für mich.

Abregen lasse ich mich durch diese Musik: Summertime.

(Wollte nicht noch ein Video einbinden, wegen den Ladezeiten. Wen es interessiert: Ihr seid ja klick-kompetent.)

Es ist an der Zeit

Eigenes Fenster

Hannes Wader. Nicht nur am morgen zu empfehlen.

Die Erde wird abgedimmt

und ich bin mal wieder nicht dabei.
Statt einmal im Jahr für eine Stunde das Licht, das ich nicht brauche in einer konzertierten Gruppenaktion zum gemeinschaftlichen Auf-die-Schulter-klopfen abzustellen, stapfe ich Tag für Tag meinen Berg hoch, fahre mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu Arbeitseinsätzen, die angeblich damit gar nicht zu erreichen sind, verzichte auf so manchen Einkauf im Industriegebiet, weil mir der Fußmarsch mit Gepäck im Regen zu viel wird und fahren dort in Urlaub, wo ich mit dem Zug hinkomme. (Bis auf einmal China, das wäre auch mit dem Zug gegangen, theoretisch, aber immerhin in China bin ich die 2000 km hin und wieder zurück nicht geflogen, sondern – dreimal dürft ihr raten – mit dem Zug gefahren.)

Also mache ich das Licht, das ich nicht brauche in der Regel aus. Wenn ich es allerdings brauche, mache ich es an, sonst sehe ich nichts. Trotzdem ist es wahrscheinlich nötig, auf das Energieproblem hinzuweisen. Mit spektakulären Aktionen, aber bitte denkt doch auch darüber hinaus etwas nach: Vielleicht darüber, dass Energie sparen weh tut, denn Energie sparen bedeutet Verzicht. Das ist die harte Tatsache, um die kommt man nicht herum, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt. Und Verzicht ist nur im Film oder wenn man frisch verliebt ist romantisch.
Ich wünsche euch eine besinnliche Earth Hour am Samstag, 28.03.09 zwischen 20:30 und 21:30.

Lernwelt Internet

Die schöne neue Internet-Welt. Täglich lernen wir etwas dazu, was wir vorher irgendwie verpasst haben. Wie man sich am Arbeitsplatz verhält zum Beispiel. Menschen, die es noch nicht begriffen haben, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für ihre Chefs immer potentielle Saboteure sind, die zu überwachen und zu kontrollieren sind, lernen jetzt, dass sie ihre E-Mails doch bitte nicht vom dienstlichen Rechner aus an die Journalisten schicken sollen. Gut aufgepasst! Und wichtig: Auch für das nächste Mal merken. Denn “wir sitzen alle in einem Boot” gilt nur für die Weihnachtsfeier. Da müssen wir gemeinsam durch.
Bei allen anderen Gelegenheiten leben wir in unterschiedlichen Welten.

Der Kampf mit allen Mitteln ist eröffnet; auch der mit den unlauteren.