Rituale
Heute habe ich im NaNoWriMo-Forum auf die Frage nach meinen Ritualen beim Arbeiten am Roman sinngemäß geschrieben, dass mir bei all meiner Arbeit, sozialen Kontakten und Projekten gar keine Zeit für Rituale bleibt. Mir bleibt nichts anderes, als jede freie Minute drauf los zu schreiben.
Jetzt fällt mir auf, dass das nicht stimmt. Ich bereite meinen NaNoWriMo ja schon länger vor und habe dabei durchaus ein Ritual entwickelt. Ich höre mir die Hits aus 1966 und 1967 bei Blip an. Das mache ich schon seit ein paar Wochen und es funktioniert recht gut.
Mein Roman wird jetzt also doch eine Kindergeschichte werden. Irgendwie gegen meine Absicht. Das Schreiben hat tatsächlich seine eigene Dynamik. Ich werde jetzt also über dieses Maödchen schreiben, das im Jahr 1967 zur Schule kommt, das sich nicht unterkriegen lies, seinen Träumen nachhing und dennoch immer verstehen und begreifen wollte, was um sie herum vorging. Das sich seinen Ängsten stellte und Verbündete suchte und fand, um die Ungereimtheiten der Erwachsenen aufzuspüren. So wie es die Kinder vor ihr machten und die, die heute aufwachsen, auch noch machen. Machen müssen. Denn es ist die Aufgabe der Kinder, die Welt der Erwachsenen in Frage zu stellen. So lange, bis sie selbst in die mysteriöse Welt der Erwachsenen hineingezogen werden.
Nachtrag: Außerdem versuche ich den Spagat nahe an der Erinnerung zu bleiben und trotzdem keine Autobiografie – um Himmelswillen keine Autobiografie – zu schreiben.
Ausblick und Umblick
Neuigkeiten zur Finanzkrise in Island schreibt Christian im Island-Blog.
SuMuzes Blog feierte Geburtstag.
Kleinstadtelli denkt über den Biorhythmus ihres kleinen Knirpses nach. (So erfährt jetzt endlich auch die Blogöffentlichkeit etwas von dem Familienzuwachs im Hause Kleinstadtelli.)
Und ich schiebe Karteikarten hin und her.
Rechts und links

Meine Vorbereitungen für den NaNoWriMo haben leider dafür gesorgt, dass mein Chinesisch Lernen hinten anstehen musste. Aber seit drei Tagen habe ich das wieder im Griff. Jetzt klappt beides: Das Schreiben und das Chinesisch Lernen. Oder jedenfalls das Zeichen üben. Zu mehr reicht es neben der Arbeit nicht. Aber das ist doch immerhin etwas. Hier seht ihr das chinesische Zeichen für rechts. Es wird you (im 4.Ton) ausgesprochen.
Und was machen Ching-Chang-Chinese? Pause!
Auweia
Das kann dauern – und für mich wird es eine harte Zeit.
Übermorgen
kommt sie endlich wieder und sorgt bei mir für einen verschlafenen Wochenbeginn. Wenn sich die vom Fernsehen noch einmal wagen, eine Folge der Kommisarin Lund zu verschieben, dann rechne ich mit einer größeren Demonstration.
Jedenfalls wenn ich mir so die Keyworte in meiner Statistik ansehe.
Seilspringen
Teddy Bär Teddy Bär dreh dich um Teddy Bär Teddy Bär mach dich krum Teddy Bär Teddy Bär baut ein Haus Teddy Bär Teddy Bär hüpf schnell raus
Beleidigte Leberwurst im Schneckenhaus
Es ist immer wieder dasselbe. Und immer wieder gleich sinnlos. Die Enttäuschung, wenn eine Überraschung nicht auf den fruchtbaren Boden fällt, für den sie gedacht war. Ich überlege, will eine Freude bereiten, kümmere mich, will Zeichen setzen, großzügig sein oder einfach aufmerksam.
Aber viel zu oft passiert es mir, dass die Überrachung, die Freude, die Aufmerksamkeit als selbstverständlich hingenommen werden. Dass das kleine Wort Danke nicht fällt, nicht einmal ein Hinweis, ein Wink, ich habe deine Aufmerksamkeit erhalten, angekommen, was auch immer.
Was im Einzelfall nur eine Enttäuschung ist, ist in der Häufung sehr verletzend. Ich bin halt doch eine Mimose – oder eine beleidigte Leberwurst im Schneckenhaus. Aber um nichts in der Welt, werde ich mir das anmerken lassen. Nein, ganz sicher nicht!
Im Rausch
Wenn euch die Sammelmappe wortkarg vorkommt, dann liegt das daran, dass mich meine NaNoWriMo-Vorbereitungen in Atem halten. Kann ich tatsächlich so größenwahnsinnig sein, dass ich an einen zweiten Band denke? Noch ist der erste nicht geschrieben. Der Wettbewerb wirkt magisch auf die Kreativität. Auch die Chronistin ist im Vorbereitungsrausch.
Und was gibt es sonst noch so im Blogosphären-Universum?
Auf der Insel übertreffen sich die Meeresatmosphären täglich, die Vorleserin befreit die Engel vom fallenden Laub, Bjoern bietet Katzencontent der anderen Art, SuMuze schreibt sich ohne NaNoWriMo täglich frei und Piri leistet sich ein Stückchen Freiheit.
Habe ich jemanden vergessen? Ganz sicher. Aber beim nächsten Mal wird alles anders.



