Aufgefressen
langweilige Bürokratie
frisst Menschenleben
Dasein
und Zuversicht
langweilige Bürokratie
frisst Menschenleben
Dasein
und Zuversicht
Die Welt dreht sich weiter, das beruhigt die Gemüter und täuscht über vieles hinweg.
Ach, Krieg gab es schon immer. Auch Armut und Ungerechtigkeit. Früher war auch nicht alles besser und ganz wichtig: das ist doch kein Weltuntergang.
Ich kann das nicht so sehen.
Denn erstens ist die Welt in der Vergangenheit schon öfter untergegangen. Unwiderbringlich für Millionen und Abermillionen Menschenleben – und zweitens
wird sie dieses Mal mit Karacho scheitern.
Die Klimakatastrophe ist schon auf der Zielgerade. Nimmt immer mehr Fahrt auf. Aber wenn wir Pech haben, dann bekommen wir noch ein Häppchen Faschismus ab.
Soviel Zeit bleibt uns noch.
Die Sterne stehen günstig am Katastrophenhimmel.
noch zögere ich
mit dem Liebesgedicht
aber irgendwann
nehme ich mein Herz
an die Hand
und überreiche es dir
denn ohne dich
schlägt es nicht
Alle Welt räumt auf und schafft Platz.
Ich muss schmunzeln und denke, das ist eine gute Vorbereitung auf das Alter. Auf die Zeit, wenn deine Habseligkeiten in eine Nachttischschublade passen müssen.
Wenn du dann bei Marie Kondo richtig aufgepasst hast, kannst du dich kurz vor dem Sterben in eine angenehme Position falten, damit du im Sarg eine gute Figur machst.



Heute ist wieder #12von12 Zeit. Immer wieder vergesse ich, dass ich fotografieren wollte.
Die Geschenke für Kuba gehen mir nicht aus dem Kopf. Klein und leicht müssen sie sein. Praktisch und nachhaltig. Ergiebig und originell.
Jedes Jahr wieder die Herausforderung.
Und jedes Jahr wieder der Lohn in Form von Freude und Dankbarkeit.
Genug Ansporn also um neue freudespende Geschenke für die Freundinnen und Freunde dort zu finden.
Beste Entspannung zum Feierabend: Susanne auf Facebook und Instagramm beim Bauen zuschauen.
So schöne Sachen kann sie machen!
Und drüber schreiben auch.
Es schreibt sich nicht leicht in diesen Tagen.
Sie mögen keine Spuren hinterlassen.
Sich einfach nur in vergangene Zeit auflösen.
Weil Erinnerungen viel zu kostbar sind.
Alltag.
Schneller als gedacht. Schaler als in der Erinnerung.
Ablenkung durch Schmerz. Flucht in die Sachebene. Verteidigung des Seins.
Es geht ums Ganze.
Immer.
Zweitausendneunzehn
Muss mich erst mal vergewissern, dass ich richtig bin. Die Jahre rennen schnell davon.
Ich muss mich sputen, um mit den Erleben mitzuhalten.
Nur ein bisschen weinen.
Vorher noch kurz:
Sachen machen.
Nichts wird gut.
Niemals.
Aber daran glaube ich nicht.