Die vierte industrielle Revolution von Klaus Schwab
Zur Verortung des Buches erscheint es mir wichtig vorauszuschicken, dass der Autor Wirtschaftswissenschaftler und Gründer, sowie Präsident des Weltwirtschaftsforums ist.
Sein Blick auf die Digitalisierung gilt daher zunächst den Umwälzungen, die die vierte industrielle Revolution für Wirtschaft und Gesellschaft bedeutet.
Historisch reiht sich der Begriff der „vierten industriellen Revolution“ in die Abfolge der schon vollzogenen Revolutionen der Industrie ein.
Die erste wurde durch die Erfindung der Dampfmaschine eingeleitet, die zweite durch die Elektrizität und die dritte löste der Einsatz von Computern aus.
Diese industriellen Revolutionen verursachten jeweils tiefgreifende Veränderungen der gesellschaftlichen Strukturen, da sie die Arbeits- und Kommunikationsweisen so veränderten, dass sich staatliche Strukturen ebenso wie Produktions- und Konsumsysteme in kürzester Zeit umgestalteten.
Heute wird die industrielle Revolution durch neue Technologien in viele Bereichen angetrieben, z.B. der künstlichen Intelligenz, der Robotik, dem Internet der Dinge, dem 3D- und dem 4D-Druck, der Nano- und der Biotechnologie und noch vieles mehr.
Das Buch beschreibt die Wechselwirkungen zwischen Technologie und Gesellschaft und regt an, die Gesellschaft so damals zu hinterfragen, damit das Gemeinwohl nicht aus den Augen verloren wird.
Im ersten Kapitel erfolgt eine historische Einordnung der aktuellen Situation.
Im zweiten Kapitel beleuchtet der Autor ausführlich die Triebkräfte.
Im dritten Kapitel werden die Auswirkungen auf Beschäftigung, Wachstum, Geschlechtergerechtigkeit und Entwicklungsländer diskutiert.
Der Autor geht zum Abschluss seines Textes auf globale Sicherheitsbedrohungen, geografische Machtverschiebungen und die Machtbalance zwischen staatlicher und nichtstaatlicher Macht ein. Er spricht die Veränderungen im Bereich der gewaltsamen Konflikte an und analysiert den sozialen Frieden in der Gemeinschaft ebenso, wie die Auswirkungen auf das Individuum.
In dem ca. 50-seitigem Anhang erläutert der Autor die tiefgreifenden Veränderungen, die in der nahen Zukunft anstehen.
Das Buch ist sehr empfehlenswert für Menschen, die sich mit der Digitalisierung und ihren Folgen auseinandersetzen.
Nachtrag: Ein guter Artikel über die Einordnung der Digitalen Revolution findet sich hier.
Das mit den Fakten ist so eine Sache. Vor allem wenn ein fiktionales Werk auf seinen Realitätsgehalt untersucht wird. Auf Twitter finde ich bei jedem Tatort interessant, wie viele Menschen sich empören, dass dieses oder jenes Detail nicht „realisitisch“ genug dargestellt wird.
Leute, das ist Fernsehunterhaltung. Eine fiktionale Handlung! Selbstverständlich ist die nicht realistisch.
Meine Meinung dazu ist klar: Menschen, die jede Handlung im #Tatort auf ihren Realitätsgehalt überprüfen, lassen sich vom Weihnachtsmann auch den Personalausweis zeigen.
Gestern wurde der Stuttgarter Tatort „HAL“ gezeigt. Ein sicherheitstechnisches Überwachungssystem manipuliert sich selbst und schaltet perfide seinen Entwickler aus. Schon ging das Genölle wieder los. Total unrealistisch! Verarsche (natürlich werden nur die „Unbedarften und Unwissenden“ verarscht, mann und frau selbst nicht, die sind ja schlau und wissend) Wie blöd sind die denn!
Die wissenden Menschen von Netzpolitik haben noch ein Bullshit-Bingo vorher rausgegeben. Nur dass darauf gar kein Bullshit zu finden war. (Fällt ihnen wahrscheinlich selbst nicht auf)
Ich jedenfalls fand diesen Tatort realistisch. Nicht eins zu eins übertragbar, das kann er ja nicht sein, da er ein fiktionales Werk ist. Aber wenn ich den Handlungsstrang der tötenden Intelligenz wegnehme (nur für das aktuelle Thema, denn auch dazu gäbe es eine ganze Menge zu sagen), wenn ich also diesen Handlungsstrang wegnehme, dann blieb da eine Vorstellung von einer überwachten Welt übrig, wie sie heute möglich ist. Technisch sind diese Überwachungsstrategien alle möglich und die psychischen Auswirkungen waren auch gut dargestellt. Niemand glaubt dir, wenn du dich in einem ausgeklügelten Überwachungsnetz verhedderst. Niemand glaubt dir und alle Versuche dich aus dem Netz zu befreien, führen dich zu neuen Verstrickungen. Ist eine intelligente Überwachung erst einmal angestoßen, gibt es kein Zurück mehr. Auch das ein realistisches Szenario.
Ich fand diesen Tatort trotz seiner Überspieltheit und der Einbettung seines langweiligen, schnarchigen und öden Handlungsstranges der Motivsuche (junge attraktive Frau stockt ihr Einkommen mit Prostitution auf und wird dann ermordet) imponierend und eindrucksvoll. Weil er genau das darlegte, was Überwachung so gruslig, schaurig und ekelhaft macht: Sie nimmt uns die Freiheit und verunsichert uns.
Frauen werden häufig aus dem Gedächtnis und dann aus der Geschichte gestrichen.
Doris Lessing, Unter der Haut
claudia August 27th,2016
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Warum ist der Frauenanteil beim Programmieren um 1984 dramatisch eingebrochen?
Ich habe selten so eine schlüssige und nachvollziehbare Animation gesehen.
Ich habe mich heute zur Königin des Weltschmerzes gekürt.
Doch, der Titel steht mir ausgezeichnet.
Weltschmerz kann ich gut. In allen Ausprägungen. In allen Variationen.
Ich bin die, die das Leid der Welt persönlich nimmt.
Und die, die sich an der Boshaftigkeit der Menschen verschluckt, weil sie sie jedes Mal auf das Neue nicht kommen sieht.
Der Weltschmerz steht mir in der Regel gut. Deshalb laden andere Menschen so oft eine Portion bei mir vor der Haustür ab.
Claudia kann ihn bestimmt gebrauchen ist die Intention. Und schwuups, sind sie ihr Säckchen los.
Ich bin die, die
Ist Technologie gut oder schlecht für eine Demokratie!
Wer weiß ganz sicher eine Antwort auf diese Frage: Edward Snowden.
Eine tricky Videoantwort.
Geld verdienen, um ein sorgenfreies Leben führen zu können, das ist die Motivation von Gül und ihrem Mann Foat, um sich in den 1970ern von der Türkei aus nach Deutschland aufzumachen.
Gül, die Tochter des Schmieds, steht im Mittelpunkt dieses Buchs. Sie leidet unter der anfänglichen Trennung von ihren Kindern und an deren Entfremdung. Sie beobachtet die neue Kultur, die sie umgibt genau und weiß doch schnell, dass sie nicht gewollt ist.
Ein Leben, das zwischen zwei Welten stattfindet. Nicht mehr hier und noch nicht dort.
Geschrieben ist das Buch in einer ruhigen, klaren Sprache.
Mir hat es sehr gut gefallen.
claudia August 22nd,2016
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Öffentlichkeitswirksam ist die Nachricht vom neuen Zivilverteidigungskonzept mit einem fetten Rumms mitten im Sommerloch gelandet. Vorräte sollen wir uns anschaffen. Wenn ich es recht verstehe dann deshalb, um die Haftung vom Kollektiv auf die Individualebene zu verschieben. Haben wir ja gelernt in den letzten Jahren. Die Risiken der kleinen Menschen werden auf deren Schultern abgeladen, die Ruinen der großen Banken werden vom Staat saniert.
Alles klar. Vorratshaltung durch den Staat ist viel professioneller und nachhaltiger. Wie sollen die Ein-Personen-Haushalte das hinbekommen? Lebensmittel, die im Notfall ohne Energie zu verarbeiten sind? Alles klar.
Der Staat kümmert sich halt lieber um die Vorratsdatenspeicherung als um die Vorräte. Wo kämen wir da hin, wenn der Staat sich um seine originären Aufgaben kümmern würde?
Wir gehen seltsame Wege in einer merkwürdigen Zeit.