Das Geheimnis der Mathematik

Kommt selten vor, dass in einer Dokumentation über Mathematik auch Mathematikerinnen vorkommen.

Ihr habt noch sechs Tage Zeit, um die Doku bei arte zu sehen.

Ist kein bisschen langweilig. Versprochen.

Schweben

Claudia

Manchmal macht es Sinn über den Boden der Tatsachen hinwegzuschweben.
Aber das ist eine Kunst und es kann sein, dass ich sie aus Mangel an Übung verlernt habe. Wie so vieles. Wirklich vieles und Wichtiges. Keine Zeit für nichts.
Das warten auf die Rückkehr des selbstbestimmten Lebens. Der Rückkauf der Seele und der Träume.

Tage

Die Tage schwimmen schon wieder davon. Ein Alltagsbrei dringt durch alle Ritzen des Lebens. Weiter gehen. Verdrängen was sich verändert. Einfach weitergehen und nachdenken.
Immer nachdenken. Denkzonen errichten. Innere Freiheitszonen abstecken. Aber vor allem weitergehen.

Der Kontrast zwischen Alltag und der historischen Veränderung der Gesellschaft ist irritierend. Nein, die Welt bleibt nicht stehen, wenn sie zusammenbricht.
Sie dreht sich weiter bis zum Schluss. Selbst ihr Leichnam wird sich weiterdrehen.

Ausnahmslos

„Unsere Gesellschaft hat ein Sexismus-Problem auf allen Ebenen“, sagt Gümüşay und fordert nun eine Diskussion darüber. Das Statement will beweisen, dass man über Sexismus diskutieren kann, ohne in rassistische Fallen zu tappen. Denn: „Natürlich haben arabische oder türkische oder sogenannte ’nordafrikanische‘ Communitys ein Sexismus-Problem“, so die Publizistin. „Doch das haben sie nicht exklusiv.“

Zum Artikel

Zur Stellungnahme auf ausnahmslos.org

Ausgedient

ausgediente Weihnachtsbäume

Die Weihnachtsbäume haben ausgedient. Jetzt ist wieder Platz in den Wohnzimmern. Platz für Rassismus, Sexismus und Vorurteile.

Irgendwie zerbrösseln uns Demokratie und Freiheit, aber noch bemerken das nur vereinzelnte Menschen. Die meisten halten es für unschöne Auswirkungen des Terrorwahns. Dabei kommt doch der Terrorwahn auch nicht von ungefähr. Die Regierungen haben immer mehr Angst vor ihrer eigenen Bevölkerung. Viele Einschränkungen und Überwachungsmaßnahmen dienen der Vermeidung von Volksaufständen.

Ich bin immer noch dabei, die furchtbaren Stimmen Der letzten und deren Auswirkungen zu verkraften.

Keine gute Zeit für Freiheitsliebende.
Keine gute Zeit für Menschenliebende.

Focus-Cover aus der Hölle

Da macht sich das Magazin Focos also daran, die sexistischen Ereignisse in der Silvesternacht in Köln in Form eines sexistischen Covers anzuprangen.

Das Bild ist so schlimm, dass es weh tut. Eine nackte Frau, beschmutzt durch schwarze Handabdrücke und die Frage „Sind wir noch tolerant oder blind?“

Das ist dreist und sehr verletztend für viele Frauen. Aber sie zeigen damit eben auch ihr wahres Gesicht.
Meine Frage von vorhin ist also beantwortet:
Kann ich mich wieder aus meiner Filterbubble wagen oder stinkt es draußen immer noch nach brauner #Kackscheisse?

Es stinkt ganz gewaltig im Patriarchat.

Nachtrag: Titel der Schande

Und das Cover der Süddeutschen toppt es jetzt noch.

Sexismus

Vielleicht gibt es doch noch Hoffnung. Vielleicht wird jetzt endlich über Sexismus gesprochen und darüber, was er mit dieser Gesellschaft macht.

Nach drei Tagen tief wühlt sich die Hoffnung nach oben. Das Licht in meiner Pessimistinnen-Seele, das dort zum Trotz weiterscheint.

ratlos

Die Gewalt von Köln und was jetzt zu tun ist – Manchmal sieht es so aus, als hätte Antje Schrupp immer eine passende Antwort parat.

Ich habe gerade gar keine Antwort. Nur Angst, Ekel, Fremdschämen. So offen rassistisch hat sich der Mainstream noch nie gezeigt, wie gestern und heute.

Wissen sie alle tatsächlich nicht, dass sexuelle Belästigungen von Frauen bei Großveranstaltungen weit verbreitet sind? Das Oktoberfest, der Karneval, die Clubs? Noch nie davon gehört, wie gefährlich die für Frauen sind? Und ja, sexuelle Gewalt ist abscheulich! Allerdings gilt das immer und überall. Nicht nur, wenn die Täter so schön ins Schema passen. Eigentlich die banalste Sache der Welt. Wieso kann sie so aus dem Ruder laufen? Das ist nur erklärbar, wenn der Rassismus die ganze Zeit schon tief – oder weniger tief – in den Menschen schlummerte. Er war nie weg.

Ich habe Angst vor diesen Menschen. Vor dieser Stimmung. Die Parallelen unserer Zeit zu der Zeit vor der Nazi-Diktatur werden immer auffälliger:

  • Zuerst wurde gehetzt. Da waren es noch die einzelnen, die nicht ernst genommen werden sollten.
  • Dann rotteten sich immer mehr zusammen. Deren Stimme musste man hören.
  • Es folgten einige Gewalttaten. Aber die waren ja nicht so gemeint und betroffen waren ja auch nur solche, die es verdienten. (Damals halt die Linken, die Kommunisten, die Juden.)
  • Am Ende stand dann eine verbrecherische Regierung, die sich über alles stellte.

Sieht genau nach einer Anleitung für heute aus. Mein ganzes Leben lang habe ich geglaubt, dass der Faschismus es nicht mehr schafft, den deutschen Mainstream komplett zu erfassen.

Aber seit gestern bin ich mir da nicht mehr sicher.

Was vom Tage blieb

Inside Straßenbahn, outside Frankfurt.

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Obergrenzen und Besonnenheit

Genau! Ich bin auch dafür, dass Bürgerkriege und überhaupt alle Kriege staatlich geregelt werden. So eine Obergrenze an betroffenen Menschen muss doch einzuhalten sein.
Das wäre doch die Lösung.

Und dann die geforderte Besonnenheit. Da bin ich auch dafür. Lasst uns besonnen sein, wenn unsere Angehörigen mit dem Schwert geköpft werden. Lasst uns besonnen sein, wenn unsere Kinder entführt und versklavt werden.
Lasst uns besonnen sein und nie, nie, nie nachfragen, warum die Krisenherde so lange, so oft und so grausam kochen.

Alles wird gut, wenn wir weiterhin unsere Klappe halten und unseren Wohlstand geniesen.

Es geht immer bergauf. Das sehen wir doch auch an dem Klima.

Bloß nicht vom Weg abkommen, sonst sind wir irgendwann selbst dran. Aber ist nicht so schlimm, wir bleiben besonnen hinter der Opfer-Obergrenzen.